Die ersten schweren Waldbrände dieses Sommers in einigen südlichen Ländern, aber auch in Deutschland, sind nach den Worten des Vegetationsbrandexperten in der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), Dr. Ulrich Cimolino, ein deutlicher Hinweis auf die brisante Entwicklung bei den Vegetationsbränden. Gerade erst ist – wie schon mehrmals in den Vorjahren – die spanische Touristenhochburg Costa del Sol betroffen. Dort mussten mehr als 3000 Menschen, darunter viele Touristen, in Sicherheit gebracht werden.„In Deutschland sind trotz vieler Niederschläge in einigen Regionen die Bodentrockenheit und die Durchschnittstemperatur höher als normalerweise für das ausgehende Frühjahr zu erwarten wäre“, betont Cimolino. „Es gab daher in einigen Regionen bereits Brände, die nur deshalb relativ schnell gelöscht werden konnten, weil sie sofort entdeckt und bekämpft wurden.“
WÜRZBURG. Feuerwehren und Rettungsdienste sehen sich an der Grenze ihrer Belastbarkeit. „Die Corona-Pandemie, die Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und andere Naturkatastrophen haben die Einsatzkräfte in den vergangenen Jahren immer stärker gefordert“, sagte der Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), Dirk Aschenbrenner am Mittwoch zum Abschluss der jährlichen Fachtagung der vfdb in Würzburg, an der fast 600 Experten teilnahmen. Mit der steigenden Belastung jedoch habe weder die Ausstattung der Einsatzkräfte Schritt gehalten, noch gebe es zukunftsweisende Konzepte. „Die Politik muss jetzt endlich handeln“, so Aschenbrenner. Neben einer operativ-taktischen Führungseinrichtung auf Bundesebene sei beispielsweise auch die Entwicklung eines staatlichen Krisenmanagements notwendig. Unter dem Motto „Schutz, Rettung, Sicherheit – Gestärkt aus Katastrophen?“ hatten sich drei Tage lang Fachleute von Feuerwehren, Rettungsdiensten und aus der Forschung zu Katastrophenschutz in mehr als 50 Vorträgen und Diskussionsrunden mit aktuellen Fachthemen beschäftigt. „Es fehlt nicht an der Erkenntnis, dass der Bevölkerungsschutz in Deutschland modernisiert werden muss, sondern an der Umsetzung“, so der vfdb-Präsident weiter. Das sei auch eine der Erkenntnisse der Starkregen-Expertenkommission, die von der vfdb nach der Katastrophe im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden war. Wie der Leiter des Gremiums, Ulrich Cimolino, in einem der Vorträge berichtete, wurden inzwischen 15 Problempunkte, „Big Points“, ausgemacht, von denen viele nicht neu seien.
Ein Wohnhaus in Krieglach, das in nächster Zeit abgerissen wird, war Schauplatz für eine groß angelegte Übung der Krieglacher Feuerwehren.Das Übungsszenario, das sich den Feuerwehren Btf voestalpine Rotec, FF Freßnitz und FF Krieglach stellte war ein Wohnhausbrand. Um diese Übung möglichst realitätsnah durchführen zu können, wurde diese Übung den Feuerwehrkameraden nicht angekündigt. Alles sollte wie ein richtiger Einsatz dargestellt werden.Die Zusammen Arbeit der drei Feuerwehren mit dem Roten Kreuz und Polizei funktionierte bestens und alle gestellten Aufgaben wurden tadellos abgearbeitet.
Von 10. bis 13. Mai 2022 bietet die Kärntner Landesfeuerwehrschule in Klagenfurt im Auftrag des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV) eine Plattform für einen internationalen fachlichen Austausch und ist Gastgeber für mehr als 20 europäische Nationen.Die österreichischen Landes-Feuerwehrschulen sind in der EFSCA (European Fire Service Colleges´ Association) durch den ÖBFV vertreten. Neben dem laufenden Erfahrungsaustausch der einzelnen Repräsentanten zu Aus- und Fortbildungsthemen im Feuerwehrwesen findet einmal jährlich eine Konferenz statt. Der heurige Titel lautet „Einflüsse von Trends und Megatrends auf die Feuerwehrausbildung“. Dabei wird nicht nur fachlich in Kleingruppen diskutiert, sondern auch das Netzwerk erweitert und wichtige Ideen zur Weiterentwicklung der Lehrinhalte der Landes-Feuerwehrschulen geliefert.
OÖ/Die FF Mauerkirchen organisierte am Donnerstag, 21. April 2022 eine Gefahrstoffübung. Daran nahmen neben 20 Mitgliedern der FF Mauerkirchen auch die Feuerwehren Stallhofen und St. Johann am Walde, sowie Bezirks-Feuerwehrkommandant LFR Josef Kaiser teil.Angenommen wurde der Austritt einer hochgiftigen Flüssigkeit aus einem Tankwagen in der Unterbrunningerstraße. Die Funktion des örtlichen Einsatzleiters übernahm diese Mal Bezirks-Feuerwehrkommandant LFR Josef Kaiser, der nach eingehender Lageerkundung gemeinsam mit dem Einsatzabschnittsleiter „Gefahrstoff“, OFM Julian Daichendt, die Einsatzbefehle an die eintreffenden Mannschaften erteilte. Sofort wurde der Bereich umfangreich abgesperrt und ein „Erkunder“ mit umluftunabhängigem Atemschutz in den Gefahrenbereich entsandt. Gleichzeitig wurde der ausgetretene Stoff unter Anleitung des Chemikers AW Dr. Christian Reisecker analysiert und ermittelt. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen entschied die Einsatzleitung alle weiteren Maßnahmen unter Einsatz von gasdichten Vollschutzanzügen durchzuführen. Neben der Abdichtung des Lecks lag das Hauptaugenmerk auf das Umpumpen des Mediums unter Einsatz der Gefahrstoffpumpe. Die Vollschutzträger wurden dabei zur Gänze von den Feuerwehren Stallhofen und St. Johann am Walde, welche beide Teil des bezirksweiten Gefahrstoffzuges sind, durchgeführt. Im Anschluss zollten die Übungsbeobachter den Beteiligten höchsten Respekt aufgrund der gezeigten Leistung.
Bei der Sitzung des Grazer Gemeinderates wurde am 18. Jänner 1853 der Beschluss gefasst, eine Feuerwehr, die sogenannten Pompiers, zu gründen. Am 15. Juni 1853 hielt das Löschkorps seine erste Übung ab, deshalb wird dieser Tag als der Gründungstag der Feuerwehr der Stadt Graz angesehen. In der Geschichte des Feuerwehrwesens in Graz hinterließen auch die Freiwillige Feuerwehren nachhaltige Spuren. Sie waren gut ausgebildet und für damalige Verhältnisse modern ausgerüstet. Nachdem viele ihrer Mitglieder in Zweiten Weltkrieg ihrer Wehrpflicht nachkommen mussten, bedeutete das Ende des Krieges auch das Ende dieser freiwilligen Organisationen in Graz. Sie konnten sich trotz aller Anstrengungen nicht mehr formieren.