Waldbrand am Tabor

von | Apr. 13, 2026 | Einsätze, Uncategorized | 0 Kommentare

K/Am 07.04.2026 um ca. 16:20 Uhr wurden mehrere Feuerwehren des Abschnittes Dreiländerecke zu einem Waldbrand am Tabor in der Marktgemeinde Finkenstein alarmiert. Der Tabor ist ein beliebter Aussichtsberg über dem Faaker See. Der vorerst als Kleinbrand eingestufte Einsatz entpuppe sich innerhalb kurzer Zeit als ausgedehnter Waldbrand, welcher eine Fläche von ca.5-6 Hektar betraf.

  • auf facebook teilen
  • Pinterest
  • LinkedIn
  • Tumblr

In Folge wurden 24 Feuerwehren aus dem Bezirken Villach-Land und Villach-Stadt, sowie die Waldbrandzüge West und Ost des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes und der Feuerwehrflugdienst mit 300 Einsatzkräften alarmiert. Die Löscharbeiten wurden von 3 Hubschraubern des Bundesministeriums für Inneres unterstützt. 

Aufgrund der schwierigen Topographie war es für die Einsatzkräfte Schwerstarbeit direkt zum Brandgeschehen vorzudringen. Die Mannschaften mussten teilweise durch MRAS-Trupps (Menschenrettung/Absturzsicherung) gesichert werden, um ein Abstürzen im steilen Gelände zu verhindern.

Ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen brachte Löschwasser auf den Berg. Der Löschwasserbezug für die Hubschrauber erfolgte im nahegelegenen Faaker See.

Bei Einbruch der Dunkelheit musste der Einsatz über Anordnung der Einsatzleitung vorerst beendet werden, da ein Weiterarbeiten im steilen Gelände mehr als gefährlich erschien. Während der Nachtzeit wurde am Bergkamm eine Sprinkleranlage installiert und einige Löschtrupps zur Brandwache abgestellt. Der Einsatz der Sprinkler in der Nacht zeigte Wirkung und somit konnte die Brandausbreitung eingedämmt werden.

Am Mittwoch, den 08.04.2026, im 06:30 Uhr, erfolgte eine Einsatzbesprechung und eine Neubeurteilung der Lage: Dabei wurde entschieden, dass der Löscheinsatz wie am Tag zuvor weitergehen wird und auch der Einsatz eines Hubschraubers dringend erforderlich ist. Dazu erfolgte um 07:00 Uhr die Alarmierung für 12 Feuerwehren aus dem Bezirk Villach-Land und Villach-Stadt.

Der Einsatzbefehl für die anrückenden Feuerwehren lautete: Halten der Brandlinien und das Ablöschen von Glutnestern. Dies erfolgte auch wieder mit Unterstützung eines Hubschraubers des BMI.

Aufgrund der Steilheit des Geländes entschloss sich die Einsatzleitung zur Alarmierung der Bergrettung zur Sicherung der Feuerwehrkräfte im Gelände.

Am späten Nachmittag zeigte die schweißtreibende Arbeit ihre Wirkung und konnten alle erkennbaren Glutnester abgelöscht werden.

Nach dem Rückbau eines Großteiles der Löschleitungen und dem Ausflug des Einsatzmateriales konnten die meisten Einsatzkräfte einrücken. Lediglich ein kleiner Teil an Mannschaft blieb zur Brandwache vor Ort. Die Brandwache wird auch noch die nächsten Tage aufrecht gehalten, um eventuell aufflackernde Glutnester schnellstmöglich eindämmen zu können.

Detail am Rande: Insgesamt waren an beiden Einsatztagen mehr als 450 Kameradinnen und Kameraden von 36 Feuerwehren mit 50 Fahrzeugen im Einsatz. Des Weiteren warfen 4 Hubschrauber des BMI ca. 100.000 Liter Löschwasser ab und von den Feuerwehren mussten mehrere Kilometer Löschleitungen zum Brandherd aufgebaut werden.

Von Seiten des Bezirksfeuerwehrkommandos Villach-Land, OBR Libert Pekoll, sowie der örtlichen Einsatzleitung, ergeht ein großer Dank an alle Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, sowie die befreundeten Einsatzorganisationen für die reibungslose und ausgezeichnete Abarbeitung des Einsatzes. 

Bericht und Fotos: ÖA-Team BFKdo Villach-Land, M. Gruber, Feuerwehren Bezirk Villach-Land

Pin It on Pinterest

Share This

Share This

Share this post with your friends!

Share This

Share this post with your friends!