Bonn/Wörth, 19.05.2026. Für 66 geländegängige Einsatzfahrzeuge für das Technische Hilfswerk (THW) startete jetzt in Wörth am Rhein die Serienauslieferung an die Ortsverbände. Mitte Mai wurden die ersten speziell für besondere Einsatzlagen wie Hochwasser und Logistikaufgaben in schwierigem Gelände ausgerüsteten LKW an Fachzüge Logistik in ganz Deutschland übergeben. „Dank der explizit auf die vielfältigen Aufgabenbereiche des THW zugeschnittenen geländegängigen Einsatzfahrzeuge sind unsere Ehrenamtlichen jetzt noch besser für ihre herausfordernden Tätigkeiten im Zivilschutz vorbereitet. Mit den neuen Fahrzeugen mit Allradantrieb und Ladekran werden unsere Logistik-Einheiten schneller und flexibler“, betont THW-Präsidentin Sabine Lackner.
Alle 66 Fachgruppen Logistik Materialwirtschaft des THW dürfen sich über neue, geländegängige Einsatzfahrzeuge auf Basis des Unimog U 5025 freuen – jeweils ein Fahrzeug pro THW-Regionalstelle. Fünf Fahrzeuge mit Allradantrieb wurden Mitte Mai übergeben. Die restlichen Fahrzeuge folgen im Laufe des Jahres 2026. Nicht nur beimEinsatz nach Sturmtief Bernd im Jahr 2021 mit Starkregen und Hochwasser hat sich
gezeigt, wie hilfreich geländegängige LKW für die THW-Ehrenamtlichen in solchen
Lagen sind. Um zu den unzähligen Einsatzstellen zu gelangen, mussten die Einsatzkräfte
beispielsweise überflutete oder mit Treibgut und Schutt versperrte Wege nutzen.
Erfahrungen aus den Starkregeneinsätzen im Jahr 2021
Die Erfahrungen aus dem THW-Einsatz nach dem verheerenden Starkregen im Sommer
2021 sind daher in die Beschaffung und Ausstattung der neuen Einsatzfahrzeuge
eingeflossen. Die LKW sind speziell für Aufgaben in schwierigem Gelände konzipiert und
an die Anforderungen verschiedener Einsatzszenarien, zum Beispiel bei Hochwasser und
Evakuierungen, angepasst. Sie sind bis zu einer Wassertiefe von 1,2 Metern watfähig und
werden im THW zum Transport in unwegsamem Gelände eingesetzt. Mit der 3,2 Meter
langen Ladefläche und einem Ladekran für den Stückgutumschlag sind sie vielseitig
einsetzbar. Die Ladefläche ist durch hohe Bordwände und Hilfen, um auf sie zu steigen,
auch für die Menschenrettung bei Evakuierungen geeignet. „Wir freuen uns sehr, dass
Presse die 66 Unimogs in den nächsten Monaten sukzessive an unsere THW-Ortsverbände
ausgeliefert werden. Mit der Erweiterung unseres Fuhrparks wird der
Bevölkerungsschutz weiter gestärkt und die Ehrenamtlichen erhalten optimale
Bedingungen für ihre Einsätze“, erklärt Sabine Lackner.
Die ersten fünf LKW nahmen THW-Einsatzkräfte am 19. Mai aus dem Landesverband
Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, dem Landesverband Bremen, Niedersachsen und
dem Landesverband Baden-Württemberg beim Fahrzeughersteller Daimler Truck in
Wörth am Rhein entgegen. Der Aufbau der Fahrzeuge erfolgt durch die Firma F&B
Nutzfahrzeug-Technik GmbH im benachbarten pfälzischen Hagenbach.
Ergänzung des THW-Fuhrparks durch zehn Sattelzugmaschinen
Neben den 66 Unimogs ergänzen auch zehn Sattelzugmaschinen den Fuhrpark des THW.
Sie werden im Laufe des Jahres zusammen mit Aufliegern mit Plane und Spriegel sowie
Aufliegern für den Container-Transport ausgeliefert und werden für den Transport von
Material, beispielsweise Sandsäcke, Großzelte und Baumaterialien eingesetzt. Die
Fahrzeuge sind für die Trupps Transport Schwer vorgesehen und auch für den Transport
von Gefahrgut geeignet.
Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das
Engagement der bundesweit rund 88.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit
des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen
Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn
Notlagen dies erfordern. Neben bilateralen Hilfen gehören dazu auch technische und
logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen
Union sowie im Auftrag von VN-Organisationen.
Mehr Informationen zum Engagement des THW im In- und Ausland finden Sie hier: www.thw.de.

