Roboter im Dienst der Einsatzkräfte: Erfolg für Fachhochschule Oberösterreich beim „RoboCup Resue 2021“ in Dortmund

von | Okt 7, 2021 | News, Wissen & Ausbildung | 0 Kommentare

Von der Drohne bis zum Rettungsroboter: Immer mehr hält die Robotik Einzug in die Arbeit der Einsatzkräfte. Um den Umgang mit den technischen Helfern zu trainieren, finden regelmäßig auch sportliche Wettbewerbe im Bereich Rettungsrobotik statt. Im Deutschen Rettungsrobotik-Zentrum in Dortmund traten jetzt Teams renommierter Universitäten und Forschungseinrichtungen gegeneinander an, um beim „RoboCup-Rescue German Open 2021“ ihre Leistungsfähigkeit zu messen. Mit dabei war neben Teilnehmern aus Kanada und Deutschland auch das Team „Dynamics“ der Fachhochschule Oberösterreich. Nach spannendem Wettkampf wurden die „Dynamics“ Beste in der Kategorie „Mobilität“. In der Gesamtwertung schaffte es die Gruppe auf Platz drei hinter den deutschen Teilnehmern von der Technischen Universität Darmstadt und der Fachhochschule Nürnberg.

Nachdem die Vorrunden im bekannten Format des RoboCups stattfanden, ging es im Finale zur erstmalig durchgeführten DRZ-Challenge. Die Aufgabe, die dabei von den Teilnehmern gelöst werden mussten, orientierten sich ganz an einem tatsächlich möglichen Einsatzgeschehen. So musste ein Roboter aus einem Feuerwehrauto in ein verrauchtes Labor gelenkt werden. Dafür musste er zunächst mit seinem Manipulatorarm die Eingangstür zum Labor öffnen. Dann galt es, einen nebligen Korridor zu durchqueren. Am Ende des Korridors mussten mehrere Holzbalken überwunden werden, der den Zugang zu einem weiteren Laborraum versperrte. Im Laborraum wurde ein offener Kanister mit Gefahrstoff entdeckt, der mit einem Keil verschlossen werden sollte. Ferner musste jeder Roboter Gefahrgutzeichen selbstständig erkennen und in eine Karte eintragen. Darüber hinaus war ein Ventil zu verschließen. Natürlich musste der Roboter auch seinen Weg zurück zum Einsatzfahrzeug finden.

Das Team „Dynamics“ aus Wels wurde, wie es auf seiner Homepage berichtet, bereits Ende 2007 als RoboRacingTeam RRT gegründet. Die Mitglieder haben umfangreiche Erfahrung im Entwickeln autonomer Roboter für Wettbewerbe. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Wettbewerbe gewonnen.

Passende Kulisse für den „Robo Cup-Rescue German Open 2021“ war das „Living Lab“ – das Test- und Innovationslabor des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums (DRZ), das einen Tag nach dem Finale des Roboter-Wettbewerbs offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Das „Living Lab“ gilt als Herzstück des DRZ.. Es besteht aus einer 1.300m² großen Versuchshalle. Daran angeschlossen bietet ein 1.500m² großes Außengelände vielfältige Möglichkeiten zur Erprobung der Rettungsroboter. Wissenschaftler und Unternehmen arbeiten hier in engem Austausch erstmals unter einem Dach zusammen, um innovative Technologien zur Optimierung von Rettungseinsätzen zu entwickeln.

„Unser Living Lab wird helfen, robotische Systeme für den Einsatz auch in schwierigen und gefährlichen Situationen nutzbar zu machen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des DRZ-Trägervereins, Dirk Aschenbrenner in der Festveranstaltung. „Neue Technologien brauchen Test- und Versuchsmöglichkeiten wie unser Living Lab mehr denn je – nur so können wir voneinander lernen“, so Aschenbrenner, der auch Leiter der Dortmunder Feuerwehr ist. Zur Beherrschung immer komplexerer und gefährlicherer Schadenslagen seien Rettungskräfte zunehmend auf die Unterstützung durch robotische und digitale Systeme angewiesen. Um die relevanten Fähigkeitslücken zu schließen, seien deshalb Anwender, Wissenschaftler und Hersteller von der Bedarfserhebung bis zur Implementierung zusammenzuführen und am Prozess zu beteiligen. WD

www.vfdb.de

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