Nutzfahrzeug-Kooperation Ford-VW

von | Jun 10, 2020 | Fahrzeuge, News | 0 Kommentare

Volkswagen und Ford unterzeichnen Verträge für globale Allianz für leichte Nutzfahrzeuge, Elektrifizierung und autonomes Fahren (FOTO)
– Beide Unternehmen kooperieren bei leichten Nutzfahrzeugen – Volkswagen  Nutzfahrzeuge entwickelt und fertigt einen Stadtlieferwagen, Ford einen  Transporter im Ein-Tonnen-Ladesegment. Zudem vermarktet Volkswagen ab 2022 mit  dem Amarok einen mittelgroßen Pickup auf Basis desFord Ranger-Chassis- Insgesamt sollen rund 8 Millionen Fahrzeuge in den drei Nutzfahrzeug-Projekten  der Allianz gefertigt werden- Ford wird ein Elektrofahrzeug für Europa bauen auf Basis des Modularen  E-Antriebskastens (MEB) von Volkswagen – ab 2023 sollen innerhalb von mehreren  Jahren mehr als 600.000 Einheiten produziert werden- Durch die jüngst abgeschlossene Investition von Volkswagen in Argo AI sind  Ford und Volkswagen nun Partner beim autonomen Fahren. Das Self-Driving System  (SDS) von Argo soll unabhängig voneinander in Modelle der beiden Unternehmen  integriert werden- Die Allianz sieht keine Kapitalverflechtung der beiden Hersteller vor und soll  jährlich weitreichende Effizienzen schaffen.


Die Ford Motor Company und die Volkswagen AG haben weitere Verträge innerhalbihrer bestehenden globalen Allianz unterzeichnet. Mit den jetzt vereinbartenProjekten sollen die Produkte noch besser auf die Kundenbedürfnisse in Europaund anderen Regionen ausgerichtet werden. So werden die jeweiligen Stärken derUnternehmen bei mittelgroßen Pickups sowie Nutz- und Elektrofahrzeugen genutzt.Die Pläne für die Kooperation wurden im vergangenen Jahr von Ford und Volkswagenverkündet.
Durch die Allianz wollen beide Unternehmen ihren Kunden unter anderem schnellerneue Technologien und eine breitere Modellauswahl bieten. Ausgehend von einemanhaltenden Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Nutzfahrzeugen und nachleistungsstarken Elektrofahrzeugen erwarten beide Partner große Skaleneffektefür die jeweiligen Portfolios. Die Volkswagen-Ford-Allianz wird:
– die Realisierung eines von Ford konstruierten und gebauten mittelgroßen  Pickups vorantreiben, der ab 2022 von Volkswagen Nutzfahrzeuge als Amarok in  das eigene Modellangebot aufgenommen wird.- das Nutzfahrzeuggeschäft beider Unternehmen bereits im kommenden Jahr weiter  stärken: Mit einem Stadtlieferwagen auf Basis des neuesten Caddy-Modells, das  Volkswagen Nutzfahrzeuge entwickeln und fertigen wird. Ford wird als weiteres  Projekt später einen gemeinsamen Transporter im Ein-Tonnen-Ladesegment  entwickeln.- die E-Mobilitätsstrategie beider Unternehmen unterstützen, indem Ford ab 2023  ein eigenes Elektrofahrzeug für den europäischen Markt auf Basis des Modularen  E- Antriebskasten (MEB) von Volkswagen anbietenwird.
In den drei Nutzfahrzeug-Projekten der Allianz sollen insgesamt rund 8 MillionenFahrzeuge entwickelt und produziert werden.
„Angesichts der Covid-19-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Weltwirtschaftist es mehr denn je von entscheidender Bedeutung, belastbare Allianzen zwischenstarken Unternehmen zu bilden“, sagt Volkswagen Chef Dr. Herbert Diess. „DieseZusammenarbeit wird die Entwicklungskosten effizient senken, eine stärkereweltweite Verbreitung von Elektro- und Nutzfahrzeugen ermöglichen und diePosition beider Unternehmen entscheidend stärken.“
„Diese Allianz kommt in einer Zeit großer Begeisterung für die Verzahnung vonimmer intelligenteren vernetzten Fahrzeugen in einer immer smarteren Welt“, sagtFord-CEO Jim Hackett. „Hier entstehen einerseits enorme Chancen zur innovativenLösung globaler Mobilitätsfragen und zur Schaffung herausragender Vorteile fürunsere Kunden – gleichzeitig müssen Unternehmen sorgfältig entscheiden, wie sieihr Geld investieren.“
Sowohl Ford als auch Volkswagen verfügen über ein starkes gewerblichesTransporter- und Pickup-Geschäft auf der ganzen Welt, dazu gehören beliebteModelle wie Transit und Ranger von Ford und die Transporter, Crafter, Caddy undAmarok von Volkswagen Nutzfahrzeuge.
„Nutzfahrzeuge sind heute für Ford von grundlegender Bedeutung und einGeschäftsbereich, den wir mit Nachdruck zu weiterem Wachstum bringen wollen. DieZusammenarbeit mit Volkswagen an diesen Plattformen wird beiden Unternehmensignifikante finanzielle Vorteile bei der Entwicklung, sowie bei Fabriken undAnlagen verschaffen“, sagte Jim Farley, Chief Operating Officer von Ford.
„Unabhängig davon wird Ford in den kommenden zwei Jahren sein Angebot umbatterie- elektrische Varianten des Ford Transit und des Ford F-150 fürNutzfahrzeugkunden ergänzen, die zunehmend Wert auf null Emissionen legen unddie Leistungsfähigkeit bei Konnektivität, Datenverarbeitung und künstlicherIntelligenzbenötigen.“
„Die Zusammenarbeit mit Ford ist ein wichtiger Baustein unserer Strategie GRIP2025+ und Teil der aktuellen Transformation von Volkswagen Nutzfahrzeuge“, sagtThomas Sedran, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Nutzfahrzeuge. „Dieselangfristige Zusammenarbeit mit Ford wird unsere sehr gute Position im Bereichder leichten Nutzfahrzeuge, insbesondere in unseren europäischen Kernmärkten,stärken und ist ein Beweis dafür, dass wir unseren Plan Schritt für Schritterfolgreich umsetzen.“
Die Nutzung der MEB-Plattform von Volkswagen durch Ford in Europa ist zudem einwichtiger Eckpfeiler in der Elektromobilitätsstrategie von Volkswagen undunterstützt die Anstrengungen beider Unternehmen, die Ziele des PariserKlimaabkommens von 2015 zu erreichen. Volkswagen und Ford wollen zudem weitereMöglichkeiten der Zusammenarbeit bei Elektrofahrzeugen prüfen.
Ab 2023 rechnet Ford innerhalb von mehreren Jahren mit der Auslieferung von mehrals 600.000 Elektrofahrzeugen auf Basis der MEB-Plattform. Das geplante Modellsoll ein großzügiges Platzangebot mit den Vorzügen des Elektroantriebskombinieren. Entworfen und konstruiert wird das Fahrzeug von Ford inKöln-Merkenich. Ford erweitert damit sein Angebot an E-Fahrzeugen neben demvollelektrischen Mustang Mach-E, der 2021 vorgestellt wird.
Darüber hinaus können beide Hersteller künftig das Self-Driving System (SDS) vonArgo AI unabhängig voneinander für eigene hochleistungsfähige, selbstfahrendeFahrzeuge nutzen. In der vergangenen Woche schloss Volkswagen seine angekündigteInvestition in Argo AI ab. An dem in Pittsburgh ansässigen Unternehmen hält Fordbereits Eigentums- undEntwicklungsanteile.
Die Entscheidung von Volkswagen und Ford, jeweils in Argo AI zu investieren,zeigt, wie Allianzen die Entwicklung bahnbrechender Technologien gewährleistenkönnen, die viel Zeit und Ressourcen erfordern. Das SDS von Argo AI ist aktuelldas erste System für autonomes Fahren mit kommerziellen Einsatzplänen sowohl inEuropa als auch in den USA. Durch die globalen Aktivitäten von Ford undVolkswagen erreicht die Plattform von Argo AI das bisher größte geografischeEinsatzpotenzial aller autonomen Technologien. Dies ist ein wichtiger Faktor, umein solches System kosteneffizient und erfolgreich zu entwickeln.
Die Volkswagen-Ford-Allianz beinhaltet keine wechselseitige Eigentümerschaftzwischen den Unternehmen, die weiterhin Wettbewerber bleiben werden.
Über den Volkswagen Konzern:
Der Volkswagen Konzern mit Sitz in Wolfsburg ist einer der führendenAutomobilhersteller weltweit und der größte Automobilproduzent Europas. ZwölfMarken aus sieben europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen Pkw,Audi, SEAT, SKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, VolkswagenNutzfahrzeuge, Scania und MAN. Dabei erstreckt sich das Pkw-Angebot vonKleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse. Ducati bietet Motorräder an.Im Bereich der leichten und schweren Nutzfahrzeuge beginnt das Angebot beiPick-up-Fahrzeugen und reicht bis zu Bussen und schweren Lastkraftwagen. 671.205Beschäftigte produzieren an jedem Arbeitstag rund um den Globus durchschnittlich44.567 Fahrzeuge, sind mit fahrzeugbezogenen Dienstleistungen befasst oderarbeiten in weiteren Geschäftsfeldern. Seine Fahrzeuge bietet der VolkswagenKonzern in 153 Ländern an.
Im Jahr 2019 betrugen die weltweiten Auslieferungen von Konzernfahrzeugen 10,97Millionen (2018: 10,83 Millionen). Der Pkw-Weltmarktanteil betrug 12,9 Prozent.Der Umsatz des Konzerns belief sich im Jahr 2019 auf 252,6 Milliarden Euro(2018: 236 Milliarden Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug im abgelaufenenGeschäftsjahr 14,0 Milliarden Euro (2018: 12,2 Milliarden Euro).
Über die Ford Motor Company
Die Ford Motor Company ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Sitz inDearborn, Michigan. Das Unternehmen entwickelt, fertigt, vermarktet und warteteine vollständige Palette von Ford-Pkw, Lkw, Geländewagen, elektrifiziertenFahrzeugen und Lincoln-Luxusfahrzeugen, bietet über die Ford Motor CreditCompany Finanzdienstleistungen an und strebt Führungspositionen in den BereichenElektrifizierung, Mobilitätslösungen, einschließlich Dienstleistungen fürSelbstfahrer, und damit verbundene Dienstleistungen an.
Ford beschäftigt weltweit etwa 188.000 Mitarbeiter. Für weitere Informationenüber Ford, seine Produkte und die Ford Motor Credit Company besuchen Sie bittecorporate.ford.com.
Über Volkswagen Nutzfahrzeuge
„Wir transportieren Erfolg“- Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWCV) ist alseigenständige Marke innerhalb des Volkswagen-Konzerns für die Entwicklung, denBau und den Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen verantwortlich. Dazu gehörendie Baureihen Transporter, Caddy und Amarok, die in Hannover (D), Poznan (PL),Wrzesnia (PL) und Pacheco (ARG) produziert werden. Unsere Fahrzeugetransportieren Bauarbeiter, Familien und Abenteurer, Brötchen, Pakete undSurfbretter. Jeden Tag helfen sie unzähligen Menschen auf der ganzen Welt, guteArbeit zu leisten, sie arbeiten als mobile Werkstätten und bringen Sanitäter unddie Polizei dorthin, wo sie gebraucht werden. Innerhalb des Volkswagen Konzernsist Volkswagen Nutzfahrzeuge auch die Leitmarke für Autonomes Fahren, Mobilityas a Service (MaaS) und Transport as a Service (TaaS) und wird daher in Zukunftentsprechende Spezialfahrzeuge (SPV) wie Robo-Taxis und Robo-Vans entwickeln undproduzieren. Auf diese Weise transportieren wir eine ganze Gesellschaft mit allihren Anforderungen an eine saubere, intelligente und nachhaltige Mobilität. Anden Unternehmensstandorten rund um den Globus arbeiten mehr als 24.000Mitarbeiter, davon rund 15.000 am Standort Hannover.
Pressekontakt:
Ford CommunicationsMichael Baumann+49.152.5495.2780Mbauman9@ford.com

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