Interschutz: News von Magirus

von | Juni 5, 2026 | Fahrzeuge, News | 0 Kommentare

  • auf facebook teilen
  • Pinterest
  • LinkedIn
  • Tumblr

Neue Strukturen sollen Effizienz und Qualität bei Magirus steigern. (Vgl. Presseaussendung unten) Auf der Messe zu sehen waren interessante Kundenfahrzeuge im Bereich LF/HLF. Darunter das Kommandofahrzeug und das Universallöschfahrzeug der BF Klagenfurt.

Schwerpunkt war natürlich die Drehleitertechnik mit interessanten Vorführungen sowie ein neuer Dragoon für den Flughafen-Brandschutz. Eine Kabine mit Vollholz-Ausstattung erregte großes Aufsehen!

Aussendung vom 5.6.2026

Magirus richtet sein Löschfahrzeugportfolio strategisch neu aus und wird die im Jahr 2024 vorgestellten Aufbaukonzepte CORE und FLEX in der bisher präsentierten Form nicht weiterverfolgen. Die Entscheidung ist Teil der laufenden Transformation des Unternehmens mit dem Ziel, Qualität, Wirtschaftlichkeit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung

arbeitet Magirus auch intensiv an einer umfassenden Produkt-, Fertigungs- und Standortstrategie im Bereich Löschfahrzeuge.

Wirtschaftlichkeit und langfristige Kundenorientierung im Fokus

Seit der Vorstellung von CORE und FLEX wurden die zugrunde liegenden

Konzepte intensiv bewertet und gemeinsam mit Feuerwehren, Kunden,

Partnern und Anwendern diskutiert. Dabei zeigte sich, dass zentrale

Annahmen hinsichtlich Skalierungseffekten, Wirtschaftlichkeit und

praktischer Umsetzbarkeit unter realen Marktbedingungen nicht in der

ursprünglich geplanten Form realisierbar sind.

„Wir haben die Löschfahrzeugkonzepte bewusst kritisch hinterfragt.

Die erwarteten Kosteneffekte hätten sich unter Berücksichtigung aller

relevanten Faktoren nicht in dem Umfang realisieren lassen, wie

ursprünglich angenommen“, erklärt Fatmir Veselaj, Geschäftsführer von

Magirus. Gleichzeitig habe sich gezeigt, dass der tatsächliche

Mehrwert einzelner Entwicklungsansätze für viele Feuerwehren begrenzt

sei. „Unser Anspruch bleibt es, Feuerwehrfahrzeuge wirtschaftlich sinnvoll, langfristig bezahlbar und gleichzeitig qualitativ hochwertig anzubieten“, so Veselaj weiter.

Kundenprojekte werden individuell weitergeführt

Bereits laufende Kundenprojekte werden dabei individuell betrachtet

und in enger Abstimmung mit den jeweiligen Feuerwehren und Partnern

zielorientiert und partnerschaftlich weitergeführt. Magirus steht im

direkten Austausch mit den jeweiligen Kunden, um verlässliche

Lösungen sicherzustellen.

Im Mittelpunkt der zukünftigen Löschfahrzeugstrategie stehen neue Ansätze für die nächste Fahrzeuggeneration, die bewährte Magirus-Lösungen mit höherer Prozess- und Fertigungseffizienz verbinden sollen, ohne die notwendige Flexibilität für

unterschiedliche Einsatzanforderungen einzuschränken.

„Die Anforderungen der Feuerwehren erfordern weiterhin ein hohes Maß

an Flexibilität. Unsere Aufgabe ist es, die notwendige Individualität

der Kundenbedürfnisse deutlich effizienter in unseren eigenen

Prozessen abzubilden. Genau daran arbeiten wir derzeit mit hoher

Priorität“, so Thorsten Marquardt, Head of Global Sales bei Magirus.

Die Erkenntnisse aus den Entwicklungsarbeiten an CORE und FLEX

fließen dabei unmittelbar in zukünftige Entwicklungen ein.

Gleichzeitig setzt Magirus seinen Fokus weiterhin auf Qualität,

Verlässlichkeit, Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit über

den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs hinweg.

Standorte und Service sollen gestärkt werden

Parallel zur Produktstrategie überprüft Magirus aktuell die zukünftige Aufstellung seiner europäischen Produktionsstandorte. Ziel ist eine klare Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe sowie die optimale Nutzung der vorhandenen Kompetenzen an den Standorten Ulm und Premstätten.

Entgegen früheren Überlegungen werden keine im Zusammenhang mit CORE diskutierten Personalabbauprogramme umgesetzt. Vielmehr investiert

Magirus weiterhin gezielt in seine Standorte, den Ausbau des Kundendienstes sowie die Weiterentwicklung seiner Produkte und Services.

Concept TeamCab zeigt neue Denkansätze

Gleichzeitig arbeitet Magirus bereits an neuen Zukunftsansätzen im

Fahrzeugbereich. Mit der auf der Interschutz 2026 vorgestellten

Concept TeamCab gibt das Unternehmen einen Ausblick auf innovative

Möglichkeiten im Bereich zukünftiger Mannschaftskabinen. Das in

Hannover ausgestellte, begehbare Konzeptmodul setzt auf einen

innovativen Holzverbundansatz und soll gemeinsam mit Feuerwehren,

Experten und Entscheidern als Impuls für einen offenen Dialog über

Materialien, Gewicht, Reparaturfähigkeit, Nachhaltigkeit und

zukünftige Anforderungen im Feuerwehrfahrzeugbau dienen.

„Wir werden künftig noch stärker gemeinsam mit Anwendern entwickeln.

Deshalb verstehen wir die Concept TeamCab bewusst als offenen

Denkansatz und Plattform für Austausch – nicht als fertiges

Serienprodukt. Der direkte Austausch mit Feuerwehren und

Einsatzkräften spielt für uns bei zukünftigen Entwicklungen eine

zentrale Rolle“, erklärt Andreas Petrik, Standortleiter bei Magirus

in Österreich. Die zukünftige Löschfahrzeugstrategie wird schrittweise vorgestellt.

Pin It on Pinterest

Share This

Share This

Share this post with your friends!

Share This

Share this post with your friends!