Neue Strukturen sollen Effizienz und Qualität bei Magirus steigern. (Vgl. Presseaussendung unten) Auf der Messe zu sehen waren interessante Kundenfahrzeuge im Bereich LF/HLF. Darunter das Kommandofahrzeug und das Universallöschfahrzeug der BF Klagenfurt.
Schwerpunkt war natürlich die Drehleitertechnik mit interessanten Vorführungen sowie ein neuer Dragoon für den Flughafen-Brandschutz. Eine Kabine mit Vollholz-Ausstattung erregte großes Aufsehen!
Aussendung vom 5.6.2026
Magirus richtet sein Löschfahrzeugportfolio strategisch neu aus und wird die im Jahr 2024 vorgestellten Aufbaukonzepte CORE und FLEX in der bisher präsentierten Form nicht weiterverfolgen. Die Entscheidung ist Teil der laufenden Transformation des Unternehmens mit dem Ziel, Qualität, Wirtschaftlichkeit und langfristige Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung
arbeitet Magirus auch intensiv an einer umfassenden Produkt-, Fertigungs- und Standortstrategie im Bereich Löschfahrzeuge.
Wirtschaftlichkeit und langfristige Kundenorientierung im Fokus
Seit der Vorstellung von CORE und FLEX wurden die zugrunde liegenden
Konzepte intensiv bewertet und gemeinsam mit Feuerwehren, Kunden,
Partnern und Anwendern diskutiert. Dabei zeigte sich, dass zentrale
Annahmen hinsichtlich Skalierungseffekten, Wirtschaftlichkeit und
praktischer Umsetzbarkeit unter realen Marktbedingungen nicht in der
ursprünglich geplanten Form realisierbar sind.
„Wir haben die Löschfahrzeugkonzepte bewusst kritisch hinterfragt.
Die erwarteten Kosteneffekte hätten sich unter Berücksichtigung aller
relevanten Faktoren nicht in dem Umfang realisieren lassen, wie
ursprünglich angenommen“, erklärt Fatmir Veselaj, Geschäftsführer von
Magirus. Gleichzeitig habe sich gezeigt, dass der tatsächliche
Mehrwert einzelner Entwicklungsansätze für viele Feuerwehren begrenzt
sei. „Unser Anspruch bleibt es, Feuerwehrfahrzeuge wirtschaftlich sinnvoll, langfristig bezahlbar und gleichzeitig qualitativ hochwertig anzubieten“, so Veselaj weiter.
Kundenprojekte werden individuell weitergeführt
Bereits laufende Kundenprojekte werden dabei individuell betrachtet
und in enger Abstimmung mit den jeweiligen Feuerwehren und Partnern
zielorientiert und partnerschaftlich weitergeführt. Magirus steht im
direkten Austausch mit den jeweiligen Kunden, um verlässliche
Lösungen sicherzustellen.
Im Mittelpunkt der zukünftigen Löschfahrzeugstrategie stehen neue Ansätze für die nächste Fahrzeuggeneration, die bewährte Magirus-Lösungen mit höherer Prozess- und Fertigungseffizienz verbinden sollen, ohne die notwendige Flexibilität für
unterschiedliche Einsatzanforderungen einzuschränken.
„Die Anforderungen der Feuerwehren erfordern weiterhin ein hohes Maß
an Flexibilität. Unsere Aufgabe ist es, die notwendige Individualität
der Kundenbedürfnisse deutlich effizienter in unseren eigenen
Prozessen abzubilden. Genau daran arbeiten wir derzeit mit hoher
Priorität“, so Thorsten Marquardt, Head of Global Sales bei Magirus.
Die Erkenntnisse aus den Entwicklungsarbeiten an CORE und FLEX
fließen dabei unmittelbar in zukünftige Entwicklungen ein.
Gleichzeitig setzt Magirus seinen Fokus weiterhin auf Qualität,
Verlässlichkeit, Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit über
den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs hinweg.
Standorte und Service sollen gestärkt werden
Parallel zur Produktstrategie überprüft Magirus aktuell die zukünftige Aufstellung seiner europäischen Produktionsstandorte. Ziel ist eine klare Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe sowie die optimale Nutzung der vorhandenen Kompetenzen an den Standorten Ulm und Premstätten.
Entgegen früheren Überlegungen werden keine im Zusammenhang mit CORE diskutierten Personalabbauprogramme umgesetzt. Vielmehr investiert
Magirus weiterhin gezielt in seine Standorte, den Ausbau des Kundendienstes sowie die Weiterentwicklung seiner Produkte und Services.
Concept TeamCab zeigt neue Denkansätze
Gleichzeitig arbeitet Magirus bereits an neuen Zukunftsansätzen im
Fahrzeugbereich. Mit der auf der Interschutz 2026 vorgestellten
Concept TeamCab gibt das Unternehmen einen Ausblick auf innovative
Möglichkeiten im Bereich zukünftiger Mannschaftskabinen. Das in
Hannover ausgestellte, begehbare Konzeptmodul setzt auf einen
innovativen Holzverbundansatz und soll gemeinsam mit Feuerwehren,
Experten und Entscheidern als Impuls für einen offenen Dialog über
Materialien, Gewicht, Reparaturfähigkeit, Nachhaltigkeit und
zukünftige Anforderungen im Feuerwehrfahrzeugbau dienen.
„Wir werden künftig noch stärker gemeinsam mit Anwendern entwickeln.
Deshalb verstehen wir die Concept TeamCab bewusst als offenen
Denkansatz und Plattform für Austausch – nicht als fertiges
Serienprodukt. Der direkte Austausch mit Feuerwehren und
Einsatzkräften spielt für uns bei zukünftigen Entwicklungen eine
zentrale Rolle“, erklärt Andreas Petrik, Standortleiter bei Magirus
in Österreich. Die zukünftige Löschfahrzeugstrategie wird schrittweise vorgestellt.















