Gefahr durch Hitze: Retter warnen vor Kohlenmonoxid

von | Jul 27, 2019 | News, Wissen & Ausbildung | 0 Kommentare

Münster. Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. hat vor der zur Zeit erhöhten Gefahr durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen gewarnt. „Mehrmals mussten Feuerwehren und Rettungsdienste an den vergangenen heißen Tagen ausrücken, um Menschen mit Vergiftungserscheinungen in Kliniken zu bringen“, sagt vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner. „Ursache für die Unglücksfälle waren überwiegend Gasthermen zur Erzeugung von Warmwasser“, so Aschenbrenner weiter. Zugleich verwies er auf eine Aufklärungsaktion der Initiative „CO macht KO“, deren Ziel die Aufklärung der Bevölkerung über die gesundheitsgefährdenden Gefahren von Kohlenmonoxid (CO) ist.


 
„An heißen Sommertagen wie jetzt sind die Abgase der Warmwasserthermen im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug und können dann nicht ausreichend abziehen“, erläutert die Pressesprecherin der Organisation, Claudia Groetschel. „Wegen des hitzebedingten Abgasrückstaus gelangt das giftige Kohlenmonoxid zurück in die Wohnung und kann zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod führen.  Aber auch eine Dunstabzugshaube oder eine Klimaanlage kann gefährlich werden, wenn die sauerstoffreiche Luft ins Freie abgegeben wird und die kohlenmonoxidreiche Luft aus dem Abgasrohr zurück in Bad und Wohnung gezogen wird.
 
vdfb und die Initiative „CO macht KO“ raten deshalb, beim Betrieb der Therme nicht gleichzeitig Dunstabzugshaube und Klimageräte zu aktivieren, um Unglücksfälle zu verhindern. Außerdem muss für ausreichende Belüftung gesorgt sein. Lüftungsschlitze, beispielsweise in der Tür, dürfen nicht abgeklebt werden. Ferner wird empfohlen, zu Hause in Räumen mit brennstoffbetriebenen Geräten CO-Melder zu installieren.
 
Über die vfdb:
Die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb) versteht sich als das Expertennetzwerk für Schutz, Rettung und Sicherheit. Sie zählt mehr als 3.000 Mitglieder. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist die Förderung der wissenschaftlichen und technischen Weiterentwicklung der Gefahrenabwehr. Das gilt für den Brandschutz ebenso wie für die technische Hilfeleistung, den Umweltschutz, den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz. Die vfdb bietet fachliche Unterstützung und ein breites, professionelles Netzwerk. Anwender wie die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen sind mit wissenschaftlichen Institutionen und Leistungserbringern aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor vereint.
 
Pressekontakt:
Wolfgang Duveneck
Tel. (0175) 6536680
presse@vfdb.de
 
Pressemitteilung als PDF
 

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