In 40 Tagen ist es soweit: die 12. Fachtagung von FEUErwehrOBJEKTIV! Ab heute gibt es täglich die wichtigsten Facts und Highlights des Tages. Nr 1.: Der Brandschutzbedarf. Einsatzgebiet, demokrafischer Wandel, neue Gefahrenpotentiale, aber auch: Personalsituation der Feuerwehr und eine zeitgemäße Ausrüstung… Fragen über Fragen. Wir versuchen ein paar Antworten zu geben. Interessiert: jetzt anmelden

Brandschutzbedarfsplanung – gewusst wie!

Thomas Zawadke ist Experte und Buchautor. Er meint: “ Nimm die Zukunft Deiner Feuerwehr selbst in die Hand!“ Während in Deutschland es gang und gäbe ist, dass Gemeinden etwa durch externe Gutachter  durchleuchten werden bzw. diese die  Bedarfsplanung übernehmen, ist es hierzulande mittlerweile Standard eine Risikoanalyse durchzuführen, welche dann letztendlich die Basis für die (Mindest-)Ausrüstung einer Gemeinde ergibt. Allerdings: sind diese Studien basierend auf Einwohnern, Gebäuden, Industrie, Sonderbauten, wirklich aussagekräftig bzw. erfassen diese auch den demografischen Wandel mancher Regionen?

Generell ist es  Aufgabe der Gemeinden (bzw. der Länder) , die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen sowie ausreichendes und qualifiziertes Personal sowie technisches Gerät für den abwehrenden Brand- und Katastrophenschutz vorzuhalten.

Als sinnvolles Instrument haben sich dabei Brandschutz-/Feuerwehrbedarfspläne (FBP) bewährt, die Gemeinde unter Beteiligung des Kommandos (in großen Kommunen durch die dienstranghöchste Führungskraft) oder durch übergeordnete Führungskräfte auf Landkreisebene erstellt werden sollten. Diese Personen haben in der Regel den besten Überblick über Gefahrenschwerpunkte und kennen die Verhältnisse vor Ort.

Im Bedarfsplan sollten nur Anforderungen über den erforderlichen Leistungsumfang definiert werden und keine konkreten Fahrzeugtypen festgelegt werden! Die Fahrzeugtypen sollten in Verbindung mit einem vorhandenen oder einzuführenden Personalmanagement betrachtet und eng abgestimmt werden.

Warum die Personalsituation beleuchten?
Im Mittelpunkt der Planung sollte immer der Mensch stehen! Personal ist der teuerste Faktor, der auch am wenigsten planbar ist. Hand aufs Herz: Wir haben alle tolle Personalstatistiken mit einer Vielzahl an Einsatzkräften. Aber wie viele Kräfte sind überhaupt entsprechend ausgebildet und haben genug Erfahrung, wie viele Atemschutzgeräteträger und C-Fahrer sind voll einsatzfähig. Und: wie sieht es mit der Verfügbarkeit in der Regelarbeitszeit aus, an Samstag Abenden, usw.?

Eine detaillierte Analyse allein dieser Human Ressources sollten damit gleich am Anfang stehen: eine Matrix aus Faktoren wie Ausbildung, Wohnort, Arbeitsort, etc. gibt hier schnell Aufschluss.

Natürlich müssen auch die Standorte von Feuerwehrhäusern und deren Ausstattung beurteilt werden. Diese Überlegungen müssen emotionslos geführt werden und auch sensible Themen wie gemeinsame Standorte oder Fusionen inkludieren.

Was bedeuten demografische Veränderungen?

Zur Beurteilung des Einsatzgebietes sind neben klassischen Eckdaten wie Einwohner, Betriebe oder Gebäude auch die Löschwasserversorgung, die rasche Heranführung von Verstärkungen aber auch die geplanten oder erwarteten demografischen Veränderungen beinhalten. Gerade in Österreich müssen natürlich auch touristische Verhältnisse stark in die Beurteilung einfließen.

In Österreich gibt es Regionen – speziell um die Bundeshauptstadt und einige Landeshauptstädte – die sogar rasch wachsen. Das bedeutet auch eine Ausweitung der Infrastruktur und des Verkehrsnetzes – und damit der Aufgaben für die Feuerwehr. Was wiederum mehr Fahrzeuge und Geräte mit sich bringt – aber steigt damit auch die Anzahl der Hilfskräfte? Traditionell finden nicht allzu viele Zuwanderer zur Feuerwehr – ein Ansatz für die Öffentlichkeitsarbeit?

Zweifellos wird man hier auch andere Lösungen wie eine Freiwillige Feuerwehr mit „hauptamtlicher Wachbereitschaft“ andenken müssen, um die Ehrenamtlichen nicht rasch zu „verschleißen“. Andererseits gibt es – leider – Regionen, wie Feuerwehr mit der Bevölkerung schrumpft…

Fahrzeugkonzept – wie?

Bei der Beurteilung der technischen Ausstattung sollten überregionale Ressourcen ebenso berücksichtigt werden wie auch alternative Konzepte nicht ausgeschlossen  werden sollten. Der „Feuerwehrführerschein“ kann ebenso eine Lösung sein. Nicht immer ist das größte Fahrzeug auch das Sinnvollste. Konzepte wie Rollcontainer können den Einsatzdienst vereinfachen – ein typisches Beispiel, dass gute Lösungen nicht die teuersten Lösungen sein müssen.

Mit dem HLF-Logistik, dem „LKW“ oder dem KLF-L – früher simpel „Last“ oder VF – sind mehrere Länder da schon gut unterwegs.

Dort wo der Fuhrpark ausufert – auch das gibt  es – sollten immer, auch bei der Berücksichtigung einer Betriebsreserve, die personellen Möglichkeiten berücksichtigt werden. Womit wir wieder zum Anfang kommen. Interessiert: jetzt anmelden

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