Anlässlich des „Tages der Batterie“ (18.2.) luden die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK), das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) sowie der Österreichische Bundesfeuerwehrverband zu einem Medientermin der besonderen Art: Brände in Abfallanlagen, insbesondere verursacht durch falsch entsorgte Lithium-Batterien, stellen für Feuerwehr und Einsatzorganisationen eine enorme Herausforderung dar. Ein Live-Experiment des Bundesfeuerwehrverbandes hat eindrucksvoll gezeigt, wie schnell sich große Abfallmengen entzünden und wie langwierig sowie aufwendig die Bekämpfung solcher Brände sein kann. Neben dem hohen personellen und technischen Aufwand sind vor allem die Luftbelastung durch Schadstoffe und die Entsorgung des kontaminierten Löschwassers problematisch. Das Löschwasser muss sorgfältig aufgefangen und aufwendig entsorgt werden, um Umweltschäden zu vermeiden.
Laut Berthold Kren von Saubermacher belaufen sich die Schäden durch solche Brandfälle in Österreich bereits auf mehrere Millionen Euro. Das bringt die Recycling-Branche und ihre Versicherungen unter Druck: Immer mehr Versicherungsanstalten erhöhen die Prämien drastisch oder steigen ganz aus, da die Schadenssummen kaum kalkulierbar sind. Somit steht das gesamte System der Abfallverarbeitung vor einem großen Risiko. Unternehmen wie Saubermacher investieren daher gezielt in Brandschutzmaßnahmen, um die sichere Annahme, Sortierung und Lagerung von Batterien zu ermöglichen und gleichzeitig Mitarbeiter*innen zu schützen.
Um das Brandrisiko zu minimieren und die österreichische Abfallwirtschaft zu stabilisieren, bedarf es eines umfassenden Maßnahmenpakets. Neben intensiver Öffentlichkeitsarbeit, die die Bevölkerung über die Gefahren falsch entsorgter Batterien aufklärt, sind klare gesetzliche Regelungen unerlässlich. Ein Beispiel dafür ist das angestrebte Verbot von Einweg-E-Zigaretten, das voraussichtlich Ende 2026 in Kraft treten soll. Nur durch die Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft und Bürger*innen kann ein sicherer Betrieb der Entsorgungsinfrastruktur gewährleistet und das Risiko für Mensch und Umwelt reduziert werden.
Umweltminister Norbert Totschnig betonte, wie wichtig es ist, Batterien und Lithium-Akkus sowohl als wertvolle Rohstoffe als auch als potenzielle Gefahrenquellen zu behandeln. Die richtige Entsorgung ist entscheidend, um eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und den Schutz von Mensch und Natur sicherzustellen.
Die EAK spielt eine zentrale Rolle bei der administrativen Koordination der Abholung und Verarbeitung von Elektroaltgeräten und Altbatterien. Ihre Aufgaben reichen von Öffentlichkeitsarbeit und Datenanalyse bis hin zur Berichterstattung an das Bundesministerium und die Europäische Kommission. Als gemeinnützige Gesellschaft vereint sie Vertreter*innen der Wirtschaftskammer Österreich sowie der betroffenen Branchen und trägt aktiv zum sicheren und nachhaltigen Umgang mit Elektroaltgeräten bei.
Weitere Informationen und Tipps
- Tipps zum richtigen Umgang mit Lithium-Batterien und Akkus: https://www.eak-austria.at/pr-materialien/?_kategorie=bat-2
- Weiterführende Informationen: www.eak-austria.at und www.elektro-ade.at
