Alle 3 Jahre findet im Bezirk Oberpullendorf eine gemeinsame Großübung der Katastrophenhilfsdienste des Bezirkes statt.Im Jahr 2019 war es wieder soweit und es nahmen folgende Einsatzorganisationen teil: 2 Löschzüge und 2 technische Züge sowie der Bezirksführungsstab der KHD Bereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren – mit Feuerwehreinsatzleiter Bezirkskommandant OBR Martin Reidl, das Rote Kreuz Oberpullendorf, der Arbeitersamariterbund, die Bezirkshauptmannschaft, die Polizei und das Krankenhaus Oberpullendorf.

Die Übung fand an 2 unterschiedlichen Haupt-Einsatzorten und 2 Nebenschauplätzen statt.

Szenario 1: Massenkarambolage mit ca. 20 Fahrzeugen

Im Bereich Neckenmarkt, direkt an der B52, entstand eine Massenkarambolage mehrerer Fahrzeuge (bespickt mit zahlreichen Statisten, die vom Roten Kreuz Realität nah geschminkt wurden) aufgrund eines Gewitters mit Starkregen und Sichtbehinderung. Bei dem Unfall waren zahlreichen Personen in den Fahrzeugen eingeklemmt und unbestimmten Grades verletzt. Die Aufgabe der Einsatzkräfte war es, die Fahrzeuge abzusichern und die Fahrzeuginsassen aus den Fahrzeugen zu befreien. Hierzu musste technisches Gerät von vielen Feuerwehren eingesetzt werden. Diese Personen wurden gemeinsam mit den Rettungskräften des Roten Kreuzes und des Arbeitersamariterbundes direkt vor Ort erstversorgt und je nach Verletzungsgrad in umliegende Krankenhäuser verteilt.

Szenario 2: Brand in der Spitze eines Getreidesilos

Durch selbiges Gewitter und damit verbundene Blitzeinschläge fing die Spitze des Getreidesilos des Lagerhauses Deutschkreutz Feuer und löste auch hier einen Großeinsatz aus. Die Einsatzkräfte mussten somit in der Höhe von 40m mehrere Löschleitungen errichten und zusätzlich das komplette Bahnhofsareal inkl. der in Betrieb befindlichen Schienen queren. 2 Personen die sich während des Blitzschlages im Silo befanden wurden aufgrund der Druckwelle bewusstlos, unbestimmten Grades verletzt und mussten durch die Rettungskräfte über die Fluchtstiegen heruntergetragen werden.

Auch an den Nebenschauplätzen herrschte reger Betrieb

Im Feuerwehrhaus Oberpullendorf formierte sich aufgrund der Großschadenslage der BFÜST (Bezirksführungsstab) in dem speziell eingerichteten Raum und koordinierte die Rettungsarbeiten auf den unterschiedlichen Szenarien.

Das Krankenhaus Oberpullendorf war in die Übung ebenfalls eingebunden. Einige Notärzte befanden sich vor Ort am Unfallszenario und koordinierten die Versorgung und den Transport der verletzten Personen zum Krankenhaus Oberpullendorf. In Krankenhaus Oberpullendorf wurden ebenfalls sämtliche Vorkehrungen zur raschen Versorgung vieler verletzten Personen in Kraft gesetzt.

Die Polizei und die Straßenmeisterei koordinierten die Verkehrsmaßnahmen vor Ort und sorgten für die Sicherheit der Einsatzkräfte auf den öffentlichen Straßen.

Im Falle eines Großschadensereignisses hat die BH-Oberpullendorf als oberste Behörde die Behördliche-Einsatzleitung über alle eingesetzten Kräfte inne. Diese wurde durch BH Klaus Trummer und Referatsleiter Jürgen Karall wahrgenommen.

Nach Abschluss aller Arbeiten versammelten sich die rund 350 Einsatzkräfte, die Ehrengäste und Übungsbeobachter im Feuerwehrhaus Deutschkreutz-Girm zur Übungsnachbesprechung. Bei den Ansprachen des Einsatzleiters, des Bezirkshauptmannes und weiterer anwesender Ehrengäste und Übungsbeobachter wurde die gute Zusammenarbeit hervorgehoben und es zeigte sich, dass die Einsatzkräfte auch für solche Großereignisse gewappnet sind. Das auch die Kommunikation funktionierte, zeigt die gemeinsame Benutzung des Behördenfunknetzes BOS-Austria, welches alle Behörden und Einsatzorganisationen benützen. Nach getaner Arbeit verpflegte die Kochgruppe des Roten Kreuzes alle anwesenden Übungsteilnehmer mit frischem Gulasch.

Michael Mandl

BFK OP

http://www.bfkdo-op.at

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