Zertifizierung in Klagenfurt

von | Aug 31, 2020 | News | 0 Kommentare

Der „Lehrbetrieb vor Ort“ an der Landesfeuerwehrschule wird mit 01. September 2020 für alle Kärntner Feuerwehren mit strikten Covid-Maßnahmen wieder aufgenommen. Dieser Start wird durch ein sehr erfreuliches Ereignis begleitet: die umfassenden Qualitätsmaßnahmen finden jetzt auch österreichweite Anerkennung. Die Landesfeuerwehrschule Kärnten ist auf Ö-Cert gelistet und somit offiziell als Erwachsenenausbildungsstätte anerkannt. Über 5.000 Feuerwehrmitglieder Kärntens besuchen jährlich die Landesfeuerwehrschule in Klagenfurt. Die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sind unumgänglich für die sichere Bewältigung der immer komplexer werdenden Einsatzaufgaben der Feuerwehren, was tagtäglich und bravourös unter Beweis gestellt wird. Neue Lernangebote, aktuelle Inhalte, moderne Lehrmethoden und praxisgerechte Know-How-Vermittlung sind dabei das „Gebot der Stunde“.

Hohe Anerkennung

Landesrat Ing. Daniel Fellner zeigt sich hoch erfreut, dass die über viele Jahre durchgeführten Projekte und Initiativen der Landesfeuerwehrschule Kärnten und des Landes Kärnten, nunmehr auch offiziell anerkannt wurden.

„Durch die Anerkennung als Erwachsenenausbildungsstätte und Ö-Cert-Qualitätsanbieter wird das ehrenamtliche Engagement unserer Feuerwehrkameradinnen und -kameraden belohnt. Das während der Feuerwehrausbildung erworbene Know-How bringt weitreichende Mehrwerte auch für Arbeitgeber, die Feuerwehrmitglieder beschäftigen. Das wird dadurch transparent! Die Feuerwehrleute sind auch als Mitarbeiter in Kärntner Betrieben kompetenter Garant für Sicherheit“, führt Landesrat Fellner aus.

Darüber hinaus sorgte das Land Kärnten als österreichweiter Vorreiter insofern vor, dass ein jährlicher Rechtsanspruch im Ausmaß von fünf Aus- und Weiterbildungstagen an der Landesfeuerwehrschule für Gemeinde- und Landesbedienstete eingeräumt wurde. Die Anerkennung der Landesfeuerwehrschule ist jetzt der nächste richtige und wichtige Schritt.

Ö-Cert, der Qualitätsrahmen für die Erwachsenenbildung

In einer Vereinbarung nach dem Bundesverfassungsgesetz (Art. 15a) ist Ö-Cert als Kooperation zwischen dem Bund und den Ländern geregelt. Diese sichert die gegenseitig überregionale Anerkennung bestehender qualitätssichernder Maßnahmen der Erwachsenenbildungsorganisationen.

Ö-Cert ist für die gesamte österreichische Erwachsenenbildung ein wesentlicher Professionalisierungsschritt.

Aus- und Weiterbildung: der Garant für Sicherheit und Einsatzerfolg

Landesfeuerwehrkommandant Ing. Rudolf Robin ist überzeugt, dass die Aus- und Weiterbildung der Garant für den Einsatzerfolg ist. Die laufende Weiterentwicklung der Inhalte und Vorgehensweisen sind notwendig, um eine bestmögliche Unterstützung für die Kärntner Feuerwehren sicherzustellen. Die „Ö-Cert-Anerkennung“ der Landesfeuerwehrschule ist ein äußerst wichtiges Signal an unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden. Zum einen, wird praxisgerechte und innovative Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule geboten, zum anderen, bringt die Transparenz noch mehr Anerkennung in der Wirtschaft. Daran werden wir gemeinsam arbeiten.

„Jeder Technologieschritt bringt auch Neuerungen und Herausforderungen für die Feuerwehren mit sich. Dieser Umstand lässt sich nur durch professionelle Ausbildung bewerkstelligen. Die Feuerwehren genießen höchste Wertschätzung in der Bevölkerung. Durch die beste Ausbildung wollen wir diese Wertschätzung an unsere Kameradinnen und Kameraden weitergeben. Wir sind sehr erfreut über die offizielle Anerkennung unserer Landesfeuerwehrschule als Erwachsenenausbildungsstätte“.

Ö-Cert in der Praxis

Professionelle Erwachsenenbildung bedeutet in der Praxis, dass über die laufende Beobachtung neuer Technologien und Entwicklungen, innovative und zusätzliche Kurse und Lehrveranstaltungen geschaffen werden, führt Schulleiter Ing. Klaus Tschabuschnig aus. Gab es beispielsweise vor zehn Jahren noch kaum Elektrofahrzeuge, so zählt die Technische Rettung bei derartigen Fahrzeugen mittlerweile zur „Standard-Kompetenz“ eines Feuerwehrmitgliedes. Dazu kommt, dass sich das „Lehren und Lernen“ laufend weiterentwickelt. Ein Beispiel ist das „Virtuelle Training (VR)“ in der Führungsausbildung mit Nutzung einer „VR-Brille“. Diese Möglichkeit führt unsere Führungskräfte emotional direkt in ein Einsatzszenario. Die Teilnehmer können so lernen, ihre Emotionen noch besser zu kontrollieren, um so sichere Entscheidungen zu treffen. Mit der Einführung einer elektronischen Lernplattform, zu welcher unsere Feuerwehrkameraden Zugriff erhalten, wird das „Lebenslange Lernen“ in der Feuerwehr unterstützt. Diese Initiativen, sowie das Einholen des Feedbacks von Teilnehmern als Verbesserungsgrundlage, sind Teile des Qualitätsverständnis der Landesfeuerwehrschule und Grundlage für die Anerkennung als Erwachsenenausbildungsstätte.

„Die Ö-Cert-Anerkennung ist Meilenstein für die Landesfeuerwehrschule. Sie ist für uns ein Haltepunkt zur Orientierung für weitere Schritte und Projekte im Sinne unserer Feuerwehrkameradinnen und -kameraden. So viel freiwilliges Engagement verdient die beste Unterstützung in der Ausbildung. Dieser Vorgang darf niemals stoppen, dafür wird sich das Team der Landesfeuerwehrschule weiterhin engagiert einsetzen“, ist Schulleiter Klaus Tschabuschnig überzeugt.

Lehrbetrieb unter strengen Covid-Maßnahmen ab 01. September 2020

Aufgrund der Covid19-Pandemie musste auch die Landesfeuerwehrschule ihren „Vor-Ort-Betrieb“ seit Mitte März einstellen. Schließlich war und ist die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der Kärntner Feuerwehren oberstes Gebot. Über 1.000 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden nutzen das neu geschaffene Online-Angebot während dieser Phase zur Aus- und Weiterbildung. Das Angebot der Landesfeuerwehrschule stieß auch auf österreichweites Interesse.

Ab dem 01. September ist es jetzt wieder soweit: unter strengen Covid19-Auflagen wir der „Vor-Ort-Betrieb“ wieder aufgenommen. Dabei hat die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie des Personals oberste Priorität. Für den Fälle ist man gerüstet. Sämtliche Abläufe werden streng dokumentiert, sodass bei Auftreten einer Covid19-Infektion alle Maßnahmen der Behörden bestmöglich unterstützt werden können.

Martin STICKER

 www.feuerwehr-ktn.at

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