Kurz nach 2 Uhr früh bemerkte die Bewohnerin einen Brand im am Wohnhaus angebauten Stallgebäude und alarmierte die Feuerwehr. Rund 180 Feuerwehrleute waren mehrere Stunden mit der Brandbekämpfung beschäftigt, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude konnte verhindert werden. Von den 33 Rindern konnten zwei Rinder nicht mehr gerettet werden.
Die Feuerwehr Fürstenfeld wurde gemeinsam mit den Nachbarfeuerwehren zum Wirtschaftsgebäudebrand am Stadtrand von Fürstenfeld alarmiert. Das Feuer war weithin sichtbar und der diensthabende Offizier vom Tag veranlasste bereits bei der Anfahrt zum Brandobjekt die Alarmierung weiterer Feuerwehren. Auch Kräfte aus dem Burgenland einschließlich des Löschroboters der Feuerwehr Rudersdorf-Ort wurden zum Einsatzort gerufen.
Um die 33 Rinder zu retten wurden die Stalltüren durch den Besitzer und durch erst eintreffende Feuerwehrkräfte geöffnet. Umgehend wurden die Löschmaßnahmen eingeleitet und es gelang das Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude zu verhindern.
Mit dem Löschroboter LUF 60 konnte das Stallgebäude gezielt gelöscht werden, im weiteren Einsatzverlauf wurde mittels Teleskoplader und Radlader das Stroh aus dem Stall gebracht und gelöscht. Um an alle Glutnester löschen zu können wurden mittels Ladekran und Greifer weitere Teile des Stalls abgetragen.
Die Wasserversorgung wurde vom örtlichen Hydranten-Netz und mittels Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen sichergestellt.
Mit der Drohne der Feuerwehr Übersbach konnten die entkommenen Rinder in einem angrenzenden Wald lokalisiert werden. Da die Rinder im Mutterkuhhaltung aufgezogen werden, wurde die Bevölkerung über soziale Medien gewarnt, den Bereich während der Einsatzmaßnahmen nicht zu betreten. Nachdem alle Tiere wieder auf der Weide waren, konnte Entwarnung gegeben werden.
Für zwei Rinder kam die Hilfe leider zu spät, sie konnten den Stall nicht mehr rechtzeitig verlassen.
Insgesamt waren 178 Kameradinnen und Kameraden von 14 Feuerwehren, sowie vier Beamte der Polizei und vier Sanitäter vom Roten Kreuz im Einsatz. Martin Jeindl
