Das Großfeuer im Lesachtal band tagelang hunderte Einsatzkräfte. Fast gleichzeitig ein Großeinsatz in der Steiermark und einige „kleinere“ Ereignisse, welche aber genauso hohen logistischen Aufwand erforderlich machten.
Vorweg: Anforderungen bei Waldbränden im (Hoch-)Gebirge sind andere als in der Ebene oder im Hügel- oder Bergland. Diese Bereiche sind dank fortwirtschaftlicher Nutzung meist durch Forststraßen recht gut erschlossen. Das heißt: die Einsatzorte können halbwegs mit Löschfahrzeugen erreicht werden und der Löschangriff ist dann herausfordernd, aber halbwegs machbar. Pendelverkehr und Relaisleitungen werden im nächsten Schritt erforderlich: ersterer verlangt eine gewisse Erfahrung/Übung, Letztere können durch definierte Pumpenstandorte vorbereitet werden.
Je höher die Berge und je schwieriger die Topografie, umso komplizierter der Einsatz. Manpower und Hubschrauber müssen ran – eine Zufahrt ist vielleicht in erschlossenen Gebieten (Almwirtschaft, Tourismus) noch bedingt möglich und vielleicht geht es mit dem ATV oder Quad noch ein Stück weiter.
Waldbrand im Gebirge: Einsätze am Limit
Die Feuer im Gebirge bringen also nicht nur die Einsatzkräfte, sondern auch die Technik an Grenzen. Denn es brennt in schwer zugänglichem Gebiet – Wasser ist meist Mangelware und muss oft per Hubschrauber an die Brandstelle geflogen werden. Genauso wie die Feuerwehrmitglieder, die dann in steilem Gelände brennende Bäume, Latschen oder Böden löschen sollen.
Mensch als größter Brandverursacher
Hauptauslöser für Waldbrände ist und bleibt leider der Mensch. Ein Lagerfeuer, ein Grillplatz, eine weggeworfene Zigarette können bei der aktuellen Trockenheit einen Großbrand auslösen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit soll dieses Thema immer wieder angesprochen werden!
Mischwald statt Monokultur: Wie Wälder widerstandsfähiger werden
Steigende Temperaturen und längere Trockenperioden machen den Wald immer anfälliger für Katastrophen. Je feuchter die Wälder sind, desto eher widerstehen sie einem Feuer. Denn zunächst brennen nicht die Bäume, sondern das Gras, Buschwerk, trockene Nadeln oder Blätter am Boden. Generell gilt Mischwald als resilienter, da z.B. der hohe Harzanteil der Nadelbäume als Brandbeschleuniger gesehen werden muss. Diese Aussagen sind für alle bewirtschafteten Bereiche relevant, im Hochgebirge gelten andere Faktoren.
Gewusst wie:
Wasserversorgung, Pendelverkehr & Co: https://feuerwehr-innovativ.at/ von DI Christian Doczekal
Einsatztaktik: Das Buch „Vegetationsbrandbekämpfung“ von Ecomed bietet fundierte und praxisnahe Informationen zu Ausrüstung und Taktik bei der Bekämpfung von Vegetationsbränden unter Berücksichtigung spezieller Gefahren und Einsatzoptionen.
Neben taktischen und technischen Aspekten gibt es erfahrungsbasiert Antwort auf folgende Fragen: Welche Konsequenzen ergeben sich für die Wahl der Ausrüstung und der Taktik beim Einsatz? Was kann der Einsatzleiter präventiv tun?
Dazu im Kleinformat: Quickcheck „Vegetationsbrandbekämpfung“ Beides unter https://www.feuerwehrobjektiv.at/shop/ zu bestellen.
We
