Turmeinsturz in Schardenberg!

von | Mai 12, 2024 | Einsätze | 0 Kommentare

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Zu einer „Personenrettung – Gebäudeeinsturz“ wurden die Feuerwehren Schardenberg und Wernstein am Freitag, 10. Mai um 19:15 Uhr auf den Fronberg alarmiert, wo der dort situierte frühere Aussichtsturm eingestürzt war. Glücklicherweise wurde Einsatzleiter Sebastian Mackinger von der FF Schardenberg bereits beim Eintreffen informiert, dass sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Personen mehr unter den Trümmern befinden. Es wurde jedoch eine starke Rauchentwicklung festgestellt und unverzüglich ein Außenangriff zur Brandbekämpfung begonnen.

Von den beiden eingesetzten Feuerwehren wurden auch zwei Zubringerleitung aufgebaut, um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Mit fünf Rohren konnte der Brand rasch eingedämmt werden, wobei im Trümmerhaufen immer wieder Rauchschwaden hochzogen. In weiterer Folge wurde mit einem Bagger begonnen, das Trümmerfeld zu bearbeiten, um an weitere Glutnester heranzukommen.

Der Turm – der schon längere Zeit nicht mehr als Aussichtsturm in Verwendung steht – war aber noch von zahlreichen Organisationen genutzt, weil er sehr markant stand und für Funkübertragung eine gute Position darstellte. Auch Einsatzorganisationen hatten früher Technik im Turm verbaut, diese war aber schon vor längerer Zeit abgebaut worden.

M. Furtner

Polizei:

Der Aussichtsturm in Schardenberg stürzte am 10. Mai 2024 kurz nach 19 Uhr ohne Vorzeichen komplett ein. Es kamen dabei keine Personen zu Schaden. Aufgrund des Schadensausmaßes und der komplett unbekannten Einsturzursache wurden die Ermittlungen am 11. Mai 2024 von den Brandermittlern des Landeskriminalamtes OÖ übernommen. Es erfolgte bis in die späten Nachmittagsstunden eine Untersuchung des achtstöckigen und 32m hohen ehemaligen Aussichtsturmes. Dabei wurde mit einem Bagger der Eingangsbereich im Erdgeschoss, wo es nach dem Unglück zur Rauchentwicklung kam, freigelegt. Ein Brandmittelspürhund und ein Sprengstoffspürhund suchten den Bereich ab, konnten aber keine Hinweise finden. Auch ein Sprengstoffkundiges Organ der Polizei und ein Brandsachverständiger des Landes OÖ bestätigten das Ergebnis der Diensthunde und fanden ebenfalls keine Spuren oder Hinweise auf Brandbeschleuniger bzw. Sprengstoffe. Nach bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass sich keine Personen unter den restlichen Trümmern befinden. Die genau Einsturzursache ist noch ungeklärt und Gegenstand weiterer Ermittlungen.


Presseaussendung
vom 11.05.2024, 20:00 Uhr

LPD-Oberösterreich

Errichtet 1886 – 27 m hoch und mit 150 Stufen – Holzkonstruktion.1931 wurde der Turm in gleicher Form, jedoch als Schlackenziegel, neu gebaut und 1994 restauriert.

Die beiden Feuerwehren standen mit 7 Fahrzeugen und 43 Einsatzkräften bis ca. 23 Uhr im Einsatz. Auch am morgigen Samstag werden noch Arbeiten für die Feuerwehr anfallen. Die Ursache des Einsturzes wird von der Polizei ermittelt.

Aussichtsturm stürzte ein – Nachtrag

Bezirk Schärding

Am 17. Mai 2024 wurde der Unglücksort erneut von Beamten des Landeskriminalamtes, einem gerichtlich beeideten Sachverständigen für Statik und einem Brandsachverständigen der Brandverhütungsstelle OÖ untersucht. Bei den Baggerungen konnten relevante Gegenstände (Zugangstüren, Klimaanlagen, Elektroequipment für Antennenanlagen etc.) geborgen werden, welche jeweils keine Spuren auf eine mögliche Explosion aufwiesen. Der anfängliche Brand in der im Erdgeschoss befindlichen Batterieanlage kann auf eine mechanische Beschädigung des Batteriekastens im Zuge des Einsturzes zurückgeführt werden. Keine der Türen zeigte eine Verformung, welche im Zuge einer Explosion stattfinden würde. Ein vorhanden gewesenes Streubild von Glasscherben im Umfeld und ein von den Arbeitern in der Nähe wahrgenommenes Hagelgeräusch konnte durch den Statiker als Folge des Einsturzes plausibel dargestellt werden. Im Schutt konnten tragende Holzkonstruktionen mit einem Schädlingsbefall bzw. mit morschen Bereichen entnommen werden. Die Einsturzursache ist laut dem Sachverständigen nicht eindeutig bestimmbar, dennoch komme die höchste Wahrscheinlichkeit für den Einsturz den langjährigen Frostschäden am Schlackenziegel und einer damit schwindenden Tragfähigkeit des Bauwerks hinsichtlich vertikaler Lasten zu.

Ursprüngliche Presseaussendung vom 11. Mai 2024:

Der Aussichtsturm in Schardenberg stürzte am 10. Mai 2024 kurz nach 19 Uhr ohne Vorzeichen komplett ein. Es kamen dabei keine Personen zu Schaden. Aufgrund des Schadensausmaßes und der komplett unbekannten Einsturzursache wurden die Ermittlungen am 11. Mai 2024 von den Brandermittlern des Landeskriminalamtes OÖ übernommen. Es erfolgte bis in die späten Nachmittagsstunden eine Untersuchung des achtstöckigen und 32m hohen ehemaligen Aussichtsturmes. Dabei wurde mit einem Bagger der Eingangsbereich im Erdgeschoss, wo es nach dem Unglück zur Rauchentwicklung kam, freigelegt. Ein Brandmittelspürhund und ein Sprengstoffspürhund suchten den Bereich ab, konnten aber keine Hinweise finden. Auch ein Sprengstoffkundiges Organ der Polizei und ein Brandsachverständiger des Landes OÖ bestätigten das Ergebnis der Diensthunde und fanden ebenfalls keine Spuren oder Hinweise auf Brandbeschleuniger bzw. Sprengstoffe. Nach bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass sich keine Personen unter den restlichen Trümmern befinden. Die genau Einsturzursache ist noch ungeklärt und Gegenstand weiterer Ermittlungen.


Presseaussendung
vom 17.05.2024, 17:28 Uhr

LPD Oberösterreich

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