Tribuswinkel: Familie bei Brand in Sicherheit gebracht

von | Dez 23, 2020 | Einsätze | 0 Kommentare



Obwohl zwei Familienmitglieder bei einem Brandereignis in ihrem Haus im Bezirk Baden verletzt wurden, endete dieses zum Glück relativ glimpflich. Jedenfalls war es für diese sechsköpfige Familie sicherlich ihr Weihnachtswunder einen Tag vor dem Heiligen Abend.

In der heutigen Nacht auf den 23. Dezember 2020 brach in Traiskirchen-Tribuswinkel aus bislang unbekannter Ursache in der Wohnküche, im oberen Stockwerk des Wohnhauses, ein Brand aus. Im Bereich eines Adventkranzes begann es zu brennen. Gegen 01:15 Uhr wird die Mutter durch seltsame Geräusche aus dem Schlaf gerissen, vernahm Brandgeruch und weckte ihren Mann. Sofort werden auch ihre drei Kinder und die Großmutter geweckt.

Um 01:24 Uhr wird die örtliche Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel und die Nachbarfeuerwehr Pfaffstätten mittels Sirene, Pager und Alarm-SMS von der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Baden zu einem Zimmerbrand alarmiert, nachdem zuvor über Notruf 122 eine Meldung einlangte. Durch die Alarmierung wurden auch zwei Feuerwehrmitglieder geweckt die im selben Straßenzug wohnen, Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Wolfgang Schindler bzw sein Vater Ehrenoberbrandinspektor Viktor Schindler der genau gegenüber der betroffenen Familie wohnt. Sie vernahmen die Schreie der Familie und eilten zur Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt war das obere Stockwerk bereits stark verraucht. Der Familienvater hat noch versucht den Brand zu löschen, was ihm auch gelang. Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Wolfgang Schindler gab den Hausbewohnern die Anweisung das Gebäude sofort zu verlassen und informierte seine ausrückenden Kameraden über die Lage. Auch die Großmutter die im Erdgeschoß wohnt, konnte sich ins Freie retten.

Als die Feuerwehreinsatzkräfte eintrafen war der Brand bereits gelöscht. Daher wurde durch zwei Atemschutztrupps die Brandstelle in der Wohnküche kontrolliert und alle Fenster geöffnet, um den Brandrauch abführen zu können. Zusätzlich setzte die Feuerwehr auch einen Hochleistungslüfter ein um den Vorgang zu beschleunigen. Beim Verlassen des Gebäudes stürzte die Mutter und verletzte sich an der Hand. Ihr Mann der gelöscht hatte verletzte sich am Fuß. Die restlichen Familienmitglieder (3 Kinder und die Oma) wurden von ihrem Nachbarn während des Einsatzes in seinem Haus aufgenommen. Da nicht bekannt war wie lange die Kinder dem Brandrauch im Obergeschoss ausgesetzt waren, wurden alle Familienmitglieder, bis auf die Großmutter welche sich im nicht verrauchten Erdgeschoss befand, von den Rettungskräften ins Spital zur weiteren Abklärung bzw. weiteren Behandlung der Verletzungen abtransportiert. Aufgrund der Anzahl der Personen standen 3 Rettungstransportfahrzeuge, das Notarzteinsatzfahrzeug, sowie auch der Bezirkseinsatzleiter-Rettungskräfte im Einsatz. Die örtliche Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel unterstützte auch noch die Erhebungen der Polizei bezüglich Brandursachermittlung bevor sie wieder einrücken konnten. Die ebenfalls alarmierte FF Pfaffstätten kam direkt vor Ort nicht mehr zum Einsatz. Da der Brand durch den Familienvater gelöscht werden konnte, begrenzte sich der Brand auf die Wohnküche. Durch den Brandrauch war jedoch das gesamte Obergeschoss betroffen. 

Zum Abschluss: Eines sind sich hier mit Sicherheit Alle einig – …“wie wäre das wohl ausgegangen, wenn die Familie oder jemand anders den Brand nicht wahrgenommen hätte?“… Jedenfalls kann die Feuerwehr an dieser Stelle immer wieder nur an die Anschaffung von Heim-Rauchmeldern appellieren, welche bereits um wenig Geld zu haben sind! 

Stefan Schneider; EOBI
www.bfkdo-baden.com

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