THW-Einsatz bei Waldbränden größtenteils beendet

von | Juli 12, 2025 | Einsätze | 0 Kommentare

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Bonn, 11.07.2025. Drohnen, Großpumpen und kilometerlange Schlauchleitungen – das Technische Hilfswerk (THW) war beim Waldbrand-Einsatz in Gohrischheide (Sachsen) und bei Gösselsdorf (Thüringen) gefordert. Rund 1.700 THW-Kräfte aus ganz Deutschland unterstützen seit Ende vergangener Woche mit hohem Engagement und fachlicher Expertise die Löscharbeiten in den betroffenen Regionen – nun ist der THW-Einsatz größtenteils abgeschlossen. „Auch bei diesem Einsatz zeigt sich, wie entscheidend die technische Vielseitigkeit und Einsatzbereitschaft des THW in komplexen Lagen ist“, betonte THW-Präsidentin Sabine Lackner.

Die THW-Kräfte übernahmen beim Einsatz gegen die Waldbrände eine Vielzahl zentraler Aufgaben: Neben der Sicherstellung der Löschwasserversorgung über kilometerlange Schlauchstrecken und leistungsstarke Großpumpen war das THW für die Lageerkundung mittels Drohnentechnik, die Kraftstofflogistik, die Materialinstandhaltung und die Beleuchtung von Einsatzstellen verantwortlich. Insbesondere in der Gohrischheide, einem teilweise munitionsbelasteten Gebiet, war größte Vorsicht und präzise Koordination erforderlich. Gemeinsam mit Feuerwehr, Bundeswehr und weiteren Partnerorganisationen wurde das Brandgeschehen erfolgreich eingedämmt und die betroffene Bevölkerung geschützt.

Im sächsischen Zeithain betrieb das THW den zentralen Bereitstellungsraum, um die Einsatzkräfte zu versorgen und zu koordinieren. Die Struktur ist auf einen langfristigen Betrieb ausgelegt. Neben einer Führungsstelle wurden hier auch Verpflegungsstellen, mobile Werkstätten und sanitäre Einrichtungen eingerichtet. Die THW-Kräfte verpflegten bis zu 1.200 Einsatzkräfte mit insgesamt 3.300 Mahlzeiten pro Tag. „Unsere Einsatzkräfte zeigen nicht nur Fachwissen, sondern auch ein beeindruckendes Maß an Teamgeist und Belastbarkeit“, sagte THW-Präsidentin Sabine Lackner beim Besuch des Bereitstellungsraums in Zeithain und der Einsatzstellen in Sachsen. Dort informierte sie sich am Dienstag persönlich über die Lage und sprach mit THW-Kräften.

In der Einsatzregion Gohrischheide übernahm das THW den Aufbau einer über 2,5 Kilometer langen Schlauchleitung, über die Wasser aus einer Kiesgrube zu mehreren faltbaren Wasserbehältern transportiert wurde. Die Feuerwehr konnte das Wasser direkt daraus für die Brandbekämpfung entnehmen. Die eingesetzten Großpumpen verfügten über eine Förderleistung von bis zu 25.000 Litern pro Minute und sorgten dafür, dass die Versorgung auch über lange Strecken stabil blieb. Täglich förderten die THW-Helferinnen und Helfer bis zu 3.000.000 Liter Wasser. 

Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 88.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern. Neben bilateralen Hilfen gehören dazu auch technische und logistische Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von VN-Organisationen. Mehr Informationen zum Engagement des THW im In- und Ausland finden Sie hier: www.thw.de.

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