Pressekonferenz anstelle der 149. Jahreshauptversammlung

von | Jan 31, 2021 | News | 0 Kommentare

Aufgrund der nach wie vor herrschenden COVID-19 Pandemie wurde die heurige Jahreshauptversammlung zum ersten Mal in der fast 150-jährigen Geschichte abgesagt.Ebenso wird auf eine Verschiebung der Jahreshauptversammlung auf das Frühjahr verzichtet, alle Angelobungen und Ehrungen werden im Rahmen des Floriani – Kirchganges oder im nächsten Jahr durchgeführt.Dennoch konnte unter strenger Einhaltung der derzeit geltenden Covid-19-Maßnahmen im Gerätehaus der Feuerwehr Kitzbühel eine Pressekonferenz abgehalten werden. Bürgermeister Dr. Klaus Winkler, Kommandant Alois Schmidinger und Kommandant-Stellvertreter Andreas Reisch berichteten über das Jahr 2020.

In diesem Rahmen überreichte Kommandant Alois Schmidinger unserem Bürgermeister Dr. Klaus Winkler den frisch gedruckten Jahresbericht 2020, der sonst auf der Jahreshauptversammlung präsentiert worden wäre. Der von Viktoria Luxner und Michael Engl gestaltete Bericht gibt einen Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate und beinhaltet die einzelnen Berichte der Funktionäre.

2020 brachte besondere Herausforderungen für die Stadtfeuerwehr Kitzbühel mit sich. Der Ausbruch des Coronavirus und die damit einhergehenden Maßnahmen zur Bekämpfung bzw. Eindämmung dieser Pandemie, gingen auch an uns nicht spurlos vorüber. Von Anfang an war klar, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr aufrechterhalten werden muss. Um Personalengpässe im Einsatzbetrieb zu vermeiden, erfolgte die Umstellung auf einen Schichtbetrieb.

164 Einsätze

Genau 164 Mal wurde die Stadtfeuerwehr Kitzbühel im Jahr 2020 von der Leitstelle Tirol zu einem Einsatz alarmiert. Die Gesamtanzahl der Einsätze ist leicht gesunken, der Aufgabenbereich nimmt jedoch stetig zu und erfordert von den Mitgliedern immer mehr Engagement. Gegenüber dem Vorjahr ist dabei ein Rückgang der Alarmierungen um 51 Ereignisse zu verzeichnen, das sind rund 24%. 

32 Brandeinsätze, 61 Fehlalarme, 67 technische Hilfeleistungen und 4 Brandsicherheitswachen ergeben in Summe 164 Einsätze. Gott Lob ist unsere Stadt Kitzbühel auch im letzten Jahr von großen Brand-, Unwetter- oder Naturkatastrophen verschont geblieben.

Dennoch war das Einsatzspektrum der verschiedenen Alarmierungen gleich wie in den Vorjahren, nur die Anzahl ist aus gegebenem Anlass zurückgegangen. Ölspuren zu beseitigen, Wohnungen zu öffnen, Brände zu löschen, Brandmeldefehlalarme abzuarbeiten, Verletzte nach schweren Verkehrsunfällen zu befreien und mitzuversorgen, Gefahrenstoffeinsätze zu bewältigen und noch vieles mehr gehörte auch im Jahr 2020 zu unserem Aufgabenbereich. Mit vereinten Kräften ist es uns auch immer gelungen, rasch und effizient den betroffenen Menschen zu helfen und vor noch größeren Schäden zu bewahren.

Ausbildung im Corona Jahr

Genauso wie wir als Feuerwehr stets von 0 auf 100 in kürzester Zeit unseren Mitmenschen gegenüber zur Stelle sind, war es für uns wie eine plötzliche Vollbremsung von 100 auf 0 im Bruchteil einer Sekunde, welche unseren Feuerwehralltag in Bezug auf Kameradschaft, Übungen und Schulung stoppte. Zusammenkünfte aller Art waren von einem Tag auf den anderen nicht mehr erlaubt. Hatten wir noch im Jahr zuvor im Winterschulungsprogramm einen Vortrag zum Thema „Einsatzhygiene“, dachte doch keiner daran, dass es dies im ganz normalen Alltag prompt umzusetzen gilt. Aufgrund der sich täglich überschlagenden Nachrichten und Vorschriften, erstellten wir vorerst kein Übungsprogramm für das erste Halbjahr 2020. Im Laufe der Pandemie, nach einigen Pressemitteilungen und Dienstvorschriften, konnten wir das Üben und Schulen in Zugstärke am Montag und Mittwoch wieder aufnehmen, um die Züge bestmöglich zu trennen und stets einsatzbereit für unsere Stadt zu sein. Die Montage und Mittwoche wurden durch die jeweiligen Zugs- und Gruppenkommandanten selbst gestaltet und bestens genutzt. Mit den bereits in den Vorjahren aktiv durchgeführten Gruppenschulungen, bei welchen der jeweilige Gruppenkommandant sich ausschließlich mit seiner Gruppe (bis zu ca. 10 Personen) einem Fahrzeug, dessen Beladung und einem Thema widmet, hatten wir auch hier schon gute Vorarbeit geleistet, um den neuen Regeln Genüge zu tun. Die von Bund, Land und den Feuerwehrverbänden angewiesenen Hygienemaßnahmen und Vorschiften immer vor Augen, wurde mit Maskenpflicht, Abstandsregeln und vermehrter Handhygiene der reguläre Übungsbetrieb Ende Juli wieder aufgenommen.

Löschfahrzeug Neu

Im Zuge der Pressekonferenz präsentierte Bürgermeister Dr. Klaus Winkler und Kommandant Alois Schmidinger eine Investition für die Zukunft bei der Feuerwehr Kitzbühel.

Das in die Jahre gekommene Löschfahrzeug, kurz LFA, wird durch ein modernes Fahrzeug ausgetauscht. In vielen Arbeitsstunden und einigen Besichtigungen, eine davon in Hörbranz/ Vorarlberg, konnte schlussendlich eine Fahrzeugversion erarbeitet werden, welche wir vor kurzem bei der Firma Empl im Zillertal in Auftrag gegeben haben. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Brandeinsätze immer weniger werden und die Unwetter- und Naturkatastrophen zunehmen. Schnell wurde festgestellt, dass das neue Fahrzeug speziell auf Hochwasser- und Katastrophenschutz spezialisiert sein sollte. Aber auch bei Brandeinsätzen muss mit diesem Fahrzeug die Wasserversorgung der Tankwägen sichergestellt werden.  Aus diesem Grund ist es wichtig, ein zukunftsorientiertes Fahrzeug anzuschaffen. Detailbesprechungen mit der Aufbaufirma werden im Jahr 2021 durchgeführt. Der Liefertermin des neuen Fahrzeuges ist im Frühjahr 2022, und nach Möglichkeit soll es beim Floriani – Kirchgang in unserem Jubiläumsjahr 2022 eingeweiht werden.

Ausblick 2022 – 150 Jahre Feuerwehr Kitzbühel

Im Jahr 2021 feiert die Stadt Kitzbühel ihr 750 – Jahr Jubiläum. Die Feuerwehr Kitzbühel darf heute schon allen ein schönes und würdevolles Jubiläumsjahr wünschen und hofft sehr, dass ab dem Frühling sich viele Dinge wieder normalisieren und beruhigen werden.

Im Jahr 2022 feiert die Stadtfeuerwehr Kitzbühel ihr 150-jähriges Bestehen. Sobald es möglich ist, wird die Feuerwehr Kitzbühel auch das Programm zu diesem für uns ganz besonderen Jubiläum bekanntgeben. 

Am Ende der Pressekonferenz bedankte sich KDT Alois Schmidinger nochmals für die geleistete Arbeit bei der ganzen Mannschaft der Stadtfeuerwehr Kitzbühel.

Ebenso galt sein Dank der Stadtgemeinde Kitzbühel unter BGM Dr. Klaus Winkler, dem Bezirks- und Landesfeuerwehrverband sowie dem Land Tirol, allen befreundeten Blaulichtorganisationen und der Presse für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Auch möchte die Stadtfeuerwehr Kitzbühel ganz herzlich der gesamten Bevölkerung von Kitzbühel für die große Wertschätzung und Anerkennung unserer Arbeit danken. 

Fotos von der Stadtfeuerwehr Kitzbühel 

Michael Engl

feuerwehr-kitz.at

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