Damit könnte eine neue taktische Einsatzmöglichkeit geschaffen werden: 
Der offensive (Außen-)Angriff. Die Brandbekämpfung erfolgt, ohne dass die Einsatzkräfte zunächst in den eigentlichen Brandraum eindringen müssen. Das System schneidet mit hohem Druck (Wasser mit einem Eisenabrasiv vermischt) alle Materialien und ermöglicht so eine Kühlung des Brandraumes aus einem für die Einsatzkräfte sicheren Bereich. Die vorgehenden Einsatzkräfte werden somit nicht durch eine Rauchgasdurchzündung gefährdet. Anschließen erfolgt der sichere Innenangriff für das endgültigen Ablöschen des Brandes. Einsatzbeispiele sind Industriebrände, Brände in Niedrigenergiehäusern, Keller-, Dachstuhl- sowie Wohnungsbrände, aber auch Silobrände, Brände in Dehnungsfugen und sonstigen schwer erreichbaren Brandstellen.      Cold Cut Systems AB ist weltweit führend im Bereich der Schneidlöschgeräte. Derzeit sind rund 650 Schneidlöschsysteme in 30 Ländern im Einsatz. In Schweden haben bereits über 50 Rettungsdienstverbände Schneidlöschgeräte angeschafft. Von diesen werden die Schneidlöschgeräte bei 80 % aller Brandeinsätze verwendet. Bei der Schneidlöschtechnik wird dem Löschwasser über eine spezielle Düse unter hohem Druck (>250 bar) ein Schneidmittel (sog. Abrasiv) zugesetzt, mit dessen Hilfe der Wasserstrahl in kürzester Zeit durch alle bekannten Baumaterialien schneidet. Dies ermöglicht eine sichere  Brand- und Rauchgasbekämpfung von der Außenseite des Brandobjektes. Da die Öffnung so klein ist, dringt kein Sauerstoff von außen zum Feuer vor, wodurch die Löschwirkung in dem Bereich maßgeblich erhöht wird.

Ein schnelles Handeln, mit Hilfe eines Schneidlöschgeräts, unterdrückt den Brandverlauf und gibt dem Einsatzleiter mehr Zeit zum Planen des Einsatzes mit optimaler Wirkung. Den bekannten Brandphänomen wie Flash-Over oder Backdraft kann durch einen frühen Einsatz der Schneidlöschgeräte entgegengewirkt werden.

Abschließend: der Mensch muss im Mittelpunkt bleiben und um seine Sicherheit zu gewähren ist eine umfangreiche Einsatzvorbereitung – mit Standardeinsatzregeln – Pflicht! Der Einsatz alternativer Technik und Taktik ist wünschenswert, muss aber gut vorbereitet sein!

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