Explosionen in Beirut: Erste THW-Kräfte aus dem Libanon zurück

von | Aug 10, 2020 | Einsätze | 0 Kommentare

Bonn/Rüsselsheim. Ein Großteil der Kräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des Technischen Hilfswerks (THW) ist heute Morgen aus dem Libanon zurückgekehrt. Dort hatten sie von Donnerstag bis Sonntag unter anderem mit Suchhunden nach Verschütteten gesucht und von den Explosionen beschädigte Gebäude auf deren Stabilität hin beurteilt. „Ich danke allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Sie haben nach der Katastrophe in Beirut einen wichtigen Beitrag geleistet. Ich bin sehr froh, dass alle wieder gut in Deutschland angekommen sind“, sagte THW-Präsident Gerd Friedsam bei der Ankunft des Teams. 14 weitere Kräfte der SEEBA sowie das vierköpfige Botschaftsunterstützungsteam bleiben noch bis Donnerstag im Libanon.

Knapp eine Woche nach den verheerenden Explosionen im Hafen von Beirut sind insgesamt 36 SEEBA-Helferinnen und -Helfer, darunter fünf Kräfte von ISAR Germany, sowie vier Suchhunde aus dem Libanon zurückgekehrt. Ausgestattet mit insgesamt 16 Tonnen Material waren sie am Mittwochabend in das Katastrophengebiet aufgebrochen. „Wir haben mit unseren Hunden und mit moderner Technik in Lagerhäusern und Industriegebäuden im Hafengebiet nach Verschütteten gesucht. Dass wir niemanden gefunden haben bedeutet, dass es dort wirklich keine Überlebenden mehr gab“, berichtete Hundeführer Stephan Heinz vom Einsatz. Dass die SEEBA so kurz nach Alarmierung aufbrechen konnte, liegt an ihrer Ausrüstung: Diese ist in Leichtmetallkisten verpackt und kann so mit herkömmlichen Verkehrsflugzeugen transportiert werden. So kann die SEEBA binnen weniger Stunden nach Alarmierung zum Abflug bereit stehen.

Nach den Rettungsaktionen haben sich die Einsatzkräfte auf den Bereich der Baufachberatung konzentriert. „Wir haben Gebäude rund um den Hafen untersucht. Wir mussten beurteilen, ob diese beispielsweise einsturzgefährdet sind oder ob sie ohne Risiken betreten und bewohnt werden dürfen“, erläuterte Frank Blockhaus. Diese Aufgabe bleibt für die insgesamt 18 noch vor Ort befindlichen Einsatzkräfte weiterhin bestehen. Bis zum Einsatzende am Donnerstag werden sie weitere Gebäude beurteilen und eine Einschätzung zu deren Sicherheit abgeben.

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