Bus aus Bahnhof „gezogen“

von | Mai 13, 2020 | Einsätze | 0 Kommentare

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Die Feuerwehr Hamburg wurde am Mittwochmittag zum Zentralen Omnibusbahnhof am Bahnhof Bergedorf gerufen. Hier war aus bislang ungeklärter Ursache ein Gelenkbus der VHH auf der oberen Abfahrtebene des ZOB in das Gebäude gefahren und mit so großer Wucht durch die Glasfassade gestoßen, dass der Bus erst auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite aufgehalten worden war.

Der vordere Teil des Busses hing mit der linken Seite der Vorderachse auf einer Fahrtreppe, die rechte Seite der Achse schwebte frei in der Luft. Tonnenschwere Glasscheiben waren herausgerissen worden und lagen eine Ebene tiefer auf dem Boden. Die 59 Jahre alte Busfahrerin wurde bei dem Unfall leicht verletzt, sie zog sich leichte Prellungen und Schürfwunden zu und stand unter dem Eindruck des Geschehens. Ein Passant wurde durch umherfliegende Glassplitter getroffen. Beide wurden durch Notfallsanitäter der Feuerwehr Hamburg versorgt und in ein Krankenhaus befördert. Der Bus war zum Zeitpunkt des Unfalls unbesetzt, da er erst auf die Linie 8890 in Richtung Geesthacht eingesetzt werden sollte. Die Rolltreppe war wegen Reparaturarbeiten gesperrt und so gab es auch hier keinen Publikumsverkehr zum Zeitpunkt des Unfalls. Glück im Unglück. Der Gelenkbus wurde durch Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg mit Radkeilen und durch ein Feuerwehrfahrzeug und einer am Bus befestigten Bandschlinge gegen Nachsacken und Abstürzen gesichert. Mit dem Feuerwehrkran und einem Rüstwagen wurden zwei Seilwinden vorbereitet, um den Bus aus der Zwangslage innerhalb des Gebäudes heraus zu ziehen. Ein LKW-Bergungsunternehmen hatte hierzu an der Frontseite des Busses zwei Hebeseile befestigt, die an einem teleskopierbaren Hubarm angeschlagen wurden. Die Höhenretter der Feuerwehr Hamburg hatten zuvor eine große Glasfassadenscheibe entfernt, damit ein freier Zugang zu dem Bus möglich war. In engem Zusammenspiel zwischen der Feuerwehr und dem Bergungsunternehmen wurde der Gelenkbus aus dem Gebäude herausgezogen: Die Seilwinden zogen den Bus, der Hubarm des Bergungsfahrzeug führte den Bus dabei präzise durch die „Einfahrtöffnung“. Nur durch das exakte Hand-in-Hand-Arbeiten zwischen den Einsatzkräften der Feuerwehr Hamburg und dem den Kräften des Bergungsunternehmens war es gelungen, den Bus, ohne weitere Schäden am Gebäude zu setzen, zu bergen. Nach gut fünf Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr Hamburg, die mit 35 Einsatzkräften vor Ort war, beendet.



Jan Ole Unger
http://www.feuerwehr.hamburg.de

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