Das spektakuläre Formel 1 Rennen am Red Bull Ring lockte Motorsportfans aus aller Welt an. Doch nicht nur die Rennfahrer und Fahrzeuge standen im Fokus, auch die Sicherheit der Zuschauer und Teilnehmer wurde von der Feuerwehr gewährleistet. Der Bereichsfeuerwehrverband Knittelfeld zog anlässlich des Events eine durchweg positive Bilanz über seine Einsätze und Vorbereitungen.Bereits Monate vor dem Start des Rennwochenendes wurde ein umfassender Sicherheitsplan erarbeitet. „Die Sicherheit hat oberste Priorität. Bei einer Veranstaltung dieser Größe müssen wir auf alles vorbereitet sein“, betonte Bereichsfeuerwehrkommandant Landesfeuerwehrrat Erwin Grangl. Von Donnerstag bis Montag waren bis zu 265 Einsatzkräfte ununterbrochen im Dienst.
Die Koordination der Einsätze erfolgte durch den Einsatzoffizier des Bereichsfeuerwehrverbands sowie durch Landesfeuerwehrrat Erwin Grangl und Brandrat Harald Pöchtrager als Gesamt-Einsatzleitung. 40 Fahrzeuge – darunter spezielle Lösch-Quads und Buggies – standen bereit, um rund um das Rennstreckengelände, die Camping- und Parkbereiche sowie den Innenbereich des Red Bull Rings für Sicherheit zu sorgen. Aufgrund der herrschenden Trockenheit wurden zusätzlich zwei Großlöschtankfahrzeuge (FF Pöllau und FF Eisbach-Rein) mit 25.000 Litern Wasser auf Achse für den Innenbereich der Rennstrecke installiert um im Fall des Falles umgehend reagieren zu können.
Neben den 18 Feuerwehren aus Knittelfeld unterstützten Kräfte aus Judenburg und Leoben die Einsätze. Für den Fall eines größeren Schadensereignisses standen zudem Katastrophenhilfszüge aus den umliegenden Bezirken bereit. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Schutz des Fahrerlagers, wo die wertvollen Ausrüstungen der Teams gegen Feuerschäden gesichert wurden. Neben Brandschutzmaßnahmen waren technische Feuerwehreinheiten mit hydraulischem Gerät für schnelle Rettungsmaßnahmen einsatzbereit.
Die Sicherheitslage erforderte zudem eine enge Zusammenarbeit mit Spezialeinheiten der Polizei und des Roten Kreuzes, die gemeinsam mit der Feuerwehr für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
Insgesamt rückten die Einsatzkräfte während der rund 100 Stunden dauernden Veranstaltung zu 93 Einsätzen aus. Dabei handelte es sich unter anderem um unerlaubte Lagerfeuer, kleinere Brände in Mistkübeln, ausgelöste Brandmelder, Verkehrsunfälle sowie technische Hilfeleistungen und Unterstützung des Roten Kreuzes.
Besonders lobenswert sei die effiziente Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen gewesen, so Grangl. Die Abstimmung mit Polizei, Rettungsdiensten, Sicherheitsdiensten, Veranstalter und Behörden habe vorbildlich funktioniert. Um sich immer auf dem neuestens Stand im Einsatzwesen zu bewegen konnte OBI d. LFV Philipp Pichler vom Landesfeuerwehrverband Steiermark gewonnen werden, der das Einsatzkonzept für Großveranstaltungen nach einer Einweisung des Sicherheitskonzeptes durch Landesfeuerwehrrat Grangl auf Neuerungen evaluierte.
Der Bereichsfeuerwehrverband Knittelfeld zieht somit ein sehr positives Fazit und bestätigt, dass Sicherheit und Teamarbeit beim Formel 1 Grand Prix am Red Bull Ring Hand in Hand gehen.
Fotos: Thomas Zeiler






