Einmal eine 24-Stunden-Schicht wie eine Berufsfeuerwehr leisten, viele Einsatzübungen in kurzer Zeit absolvieren, das Erlernte praktisch anwenden, Feuerwehr erleben – das hieß es von 20. bis 21. April 2018 in Bad Deutsch-Altenburg. Und da die gute Zusammenarbeit mit den umliegenden Feuerwehren wichtig ist, wurde die Feuerwehrjugend Petronell-Carnuntum eingeladen mitzumachen und auch ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Hundsheim stand für einen Großeinsatz mit Besatzung zur Verfügung. Der ganze Unterabschnitt war somit einbezogen und alle Aufgaben konnten gemeinsam erfolgreich bewältigt werden. Hier der 24-Stunden-Tag in ein paar Zahlen: 29 Teilnehmer, davon 15 Feuerwehrjugendmitglieder, insgesamt 37 Mitwirkende, 5 ständig besetzte Fahrzeuge, 7 Einsätze von T1 bis B4 in 24 Stunden.

Das Programm im Detail:

Am späten Nachmittag des 20. April trafen sich alle Teilnehmer im Feuerwehrhaus. Die Einteilung der Mannschaft auf 5 Fahrzeuge wurde vorgenommen, der Schulungsraum zum Schlafraum umfunktioniert, die Geräte und Fahrzeuge noch einmal kontrolliert. Bald erfolgte die erste Alarmierung zu einem Einsatz – wie alle Szenarien in diesen 24 Stunden handelte es sich natürlich um eine realistisch gestaltete Einsatzübung. Doch die Alarmierung selbst war wie bei einem echten Einsatz – mittels Blaulicht-SMS. Es war sogar eine eigene Alarmzentrale eingerichtet. Während zwei Fahrzeuge zu einem Sturmschaden gerufen wurden und die Teilnehmer den richtigen und sicheren Umgang mit der Motorkettensäge gezeigt bekamen, wurden die drei anderen Fahrzeuge wenig später zu einer Ölspur alarmiert. Die Aufgaben des Einsatzleiters, der Maschinisten und Gruppenkommandanten übernahmen jeweils Mitglieder der Aktivmannschaft, die übrigen Tätigkeiten erfüllten die Feuerwehrjugendmitglieder, unterstützt von Aktiven. Hier konnten sie eindrucksvoll zeigen, wie viel sie bereits wissen und können. Nach den ersten Einsätzen gab es natürlich eine Stärkung. Doch schon wenig später wurden alle Kräfte erneut alarmiert. Bei einer Personensuche musste das Gebiet des Kurparks und des Kirchenbergs großflächig nach einer abgängigen Person abgesucht werden, die schließlich auch von einem der 8 Trupps gefunden werden konnte. Die Nachtruhe wurde mit einem Alarm beendet. In den frühen Morgenstunden wurde nämlich zu einer Fahrzeugbergung alarmiert. Doch es stellte sich heraus, dass das Fahrzeug die Weiterfahrt von selbst wieder aufnehmen hatte können und kein Eingreifen erforderlich war. Nach dem Frühstück erneut ein Alarm. Auf einer Wiese war ein Flurbrand ausgebrochen. Für die Wasserversorgung war eine Löschwasserförderung über längere Strecken notwendig. Auch für eine Schulung während der 24-Stunden-Schicht war gesorgt. Nach „Brand aus“ beim Flurbrand und einer Jause gab es einen Stationsbetrieb beim Feuerwehrhaus – Flüssigkeitsbrand mit dem Feuerlöscher ablöschen, die brennende Kleidung einer Person mit der Löschdecke löschen und einen Christbaumbrand mittels Kübelspritze unter Kontrolle bringen. Am späten Vormittag dann der nächste Einsatz mit zwei beteiligten Fahrzeugen und drei verletzten Personen. Durch den Einsatz von Hebekissen und zwei hydraulischen Rettungsgeräten konnten alle schonend und sicher gerettet werden. Bei den sommerlichen Temperaturen war diese Einsatzübung besonders anstrengend. Glücklicherweise stand bei der Rückkehr schon das Mittagessen bereit. Am Nachmittag rief die Alarmzentrale alle Fahrzeuge zu einem Lagerhallenbrand. Mit zwei TS wurde von der Donau angesaugt und mittels Wasserwerfer und zwei C-Rohren wurde die Brandbekämpfung durchgeführt. Die Zeit zwischen den Übungen nutzten die Teilnehmer gern für die gemeinsame Freizeitgestaltung – Spielen, Tanzen, Musikhören – es wurde nie langweilig. Nach genau 24 Stunden und einem Gruppenfoto endete am 21. April um 17 Uhr eine aufregende und lehrreiche 24-Stunden-Schicht für die insgesamt 29 Teilnehmer.

Alle Teilnehmer – ob Feuerwehrjugend oder Aktive – waren mit Begeisterung bei der Sache. Die Aufgaben wurden alle problemlos bewältigt. Und die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehrjugend und Aktiven und zwischen den Feuerwehren klappte perfekt!

 

ASB Dr. Judith Geng

 

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