Waldbrand in Hallstatt – 6 Hubschrauber im Einsatz – Evakuierungen

von | Aug 22, 2018 | Einsätze | 0 Kommentare

Am 21. August 2018 meldete der Kommandant der FF Hallstatt gegen 9:35 Uhr der Polizei Bad Goisern telefonisch, dass bei der Echernwand beim Klettersteig ein Brand ausgebrochen sein soll. Minuten später ging bereits die Sirene los. Wanderer löschten in der Zwischenzeit bereits einen Glimmbrand und verständigten die Feuerwehr. Der Polizeihubschrauber startete ebenso samt Crew zu einem Erkundungsflug. Weiteren Kletterern wurde das Einsteigen in den Klettersteig untersagt und Kräfte vom Bergrettungsdienst waren bereits vor Ort. Das Glutnest/der Brandherd schien auch unterirdisch zu brennen. Die Größe war vom Hubschrauber aus deutlich erkennbar, sowie auch der Rauch. Nach und nach und überraschend schnell breitete sich das Feuer dann aber aus. Die ersten Löschversuche brachten nicht den gewünschten Erfolg, weshalb durch die Feuerwehr rasch auch das Bundesheer alarmiert wurde.

Ebenso wurde ein weiterer Polizeihubschrauber nachalarmiert. Steinschlag und herabfallende, teilweise auch brennende Bäume, gefährdeten jetzt auch den Wandfuß. Zwischenzeitlich mussten die Löschkräfte die Wand auch verlassen, die Gefahr war wegen dem Feuer und dem heftigen Rauch viel zu groß. Am Salzberg wurden hunderte Meter Löschwasserleitung vom Rudolfsturm Richtung Ausstieg Echernwand Klettersteig verlegt und im Bereich der Forststraße „Sigg“ ein Material- und Wasserdepot angelegt. Bis ca. 20 Uhr wurde mit intensivem Aufwand und unter körperlich sehr anstrengenden Bedingungen gelöscht. Im Einsatz befanden sich ca. 100 Mann und drei Frauen. Die Einsatzgruppe bestanden aus einem Mitglied der Alpinen Einsatzgruppe Gmunden, der Polizei Bad Goisern 2, der Freiwilligen Feuerwehren Hallstatt, Obertraun sowie St. Agatha und Scharnstein als Waldbrandstützpunkt, der Bergrettungsdienst Hallstatt zur Unterstützung im Gelände, die Polizeihubschrauber Salzburg, Kärnten und Oberösterreich, das österreichische Bundesheer aus Hörsching und Eigen im Ennstal und zum Abend hin der Transporthubschrauber Super Puma von Heli Austria (in Summe sechs Luftfahrzeuge). Der Einsatz wird am 22. August 2018 weitergeführt. Vier Hubschrauber stehen bereit.

22.8.: Über Nacht wurden die Flüge eingestellt. Außerdem wurde ein Haus am Fuße der Wand evakuiert. Wie richtig diese Maßnahme war, zeigte sich in der Früh: Ein Felsbrocken in der Größe eines Tisches war in dessen Garten gefallen und bis zum Gebäude gerollt. Bei Tageslicht wurde die Lage neu erkundet. Dabei zeigte sich, dass sich der Brand ausgebreitet hatte und durch die mit der aufgehenden Sonne entstehende Thermik weiter angefacht wurde. In Absprache mit dem Landesgeologen und der Wildbach- und Lawinenverbauung wurde die Evakuierung weiterer Häuser angeordnet.Insgesamt neun Feuerwehren rückten mit über 70 Helfern aus, dazu 20 Bergretter und Beamte der Polizei. Vom Bergkamm herab wurde mit acht Strahlrohren versucht, eine Ausbreitung des Brandes von unterhalb nach oben in den Hochwald zu verhindern. Vier Hubschrauber des Bundesheeres und des Innenministeriums flogen wieder Löscheinsätze. Die Mitarbeiter der Saline Austria spritzten Wasser entlang der Standseilbahn, um diese und den darunterliegenden Ort zu schützen.Der Einsatz ist wegen des betroffenen steilen Geländes für alle Kräfte sehr fordernd. „Handarbeit ist nicht möglich“, gab der Bezirkfeuerwehrkommandant von Gmunden, Stefan Schiendorfer, zu bedenken. Vorerst könne nur versucht werden, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Erst ein kräftiger Regen könne die Brandherde unter der Oberfläche des Waldbodens komplett löschen. Auf diesen müsse gewartet werden.

FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR

 

 

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