Reptilienfachmann der Feuerwehr hilft bei Spinnenfund

von | Aug 15, 2018 | Einsätze, Wissen & Ausbildung | 0 Kommentare

Anhand dieses Bildes konnte der Experte der Feuerwehr Düsseldorf die Spinnenart genauer bestimmen.Düsseldorf Am Dienstagmorgen erhielt die Feuerwehr Düsseldorf die Meldung über einen Spinnenfund. Der Anfangsverdacht, dass es sich um eine Giftspinne handelte, konnte durch die Reptilienfachgruppe der Feuerwehr Düsseldorf nicht bestätigt werden. Es handelte sich um eine für den Menschen ungefährliche Webspinne.

Auf den Weg in ihren Keller entdeckte eine junge Mutter am Dienstagmorgen mehrere circa ein Zentimeter große schwarze Spinnen. Da sie sich sorgte, es könnte sich um die gefährliche Spinnenart „Schwarze Witwe“ handeln, alarmierte sie die Feuerwehr über die Notrufnummer 112. Sofort erkannte der erfahrene Leitstellendisponent, dass zur weiteren schnellen Hilfe die Fachkenntnisse des Reptilienbeauftragten der Feuerwehr Düsseldorf notwendig war. Wenige Augenblicke später konnte der Fachmann der Feuerwehr nach einem Telefonat mit der Anruferin erste Hinweise zum Tier liefern. Anhand von Bildern und Videos, die durch die Mutter per Handy übersendet wurden, war eine genaue Bestimmung der Spinnenart möglich. Dank der guten Vernetzung der Reptilienfachgruppe und jahrelanger enger Zusammenarbeit mit anderen Experten aus ganz Deutschland, konnte die Einschätzung des Reptilienbeauftragten durch einen Experte vom Naturkundemuseum aus Karlsruhe bereits zehn Minuten später bestätigt werden.

 

Abschließend informierte der Fachmann der Feuerwehr die Anruferin über die genaue Spinnenart. Da es sich um ein heimisches Tier handelte, war der Einsatz der Feuerwehr vor Ort nicht notwendig. Die bei uns häufig in Kellern anzutreffende Steatoda grossa – Webspinne – kann ohne Bedenken im Freien ausgesetzt werden. Nach rund 30 Minuten war die telefonische Beratung durch die Feuerwehr für die junge Mutter beendet und sie konnte danach beruhigt die Spinnen aus dem Keller in die freie Natur verbringen.

Anmerkung an die Redaktionen:

Seit 2006 gibt es die deutschlandweit einmalige Reptilienfachgruppe bei der Feuerwehr Düsseldorf. Durch die sechs Spezialisten konnten alleine im Jahr 2017, 58 Einsätze (2016: 55 Einsätze) mit Reptilien absolviert werden. Teilweise erreichen die Feuerwehr Düsseldorf Anfragen aus ganz Nordrhein-Westfalen. Häufig können anhand übermittelter Bilder schnell Informationen zur genauen Tierart erfolgen. Falls das Fachwissen der Experten vor Ort benötigt wird, hilft die Reptiliengruppe auch in den umliegenden Städten und Kreisen aus.

Feuerwehr Düsseldorf
Stefan Gobbin

http://www.feuerwehr-duesseldorf.de

 

Share This

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen