Ein neuerliches Gewitter mit Starkregen suchte am 04.06.2018 das Wechselgebiet heim. Speziell im Raum Festenburg (Gemeinde St. Lorenzen/W.) sorgten die Wassermassen für ein Bild der Verwüstung. Bäche traten über die Ufer, Muren versperrten Straßen und Häuser wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Zahlreiche Feuerwehren aus dem Bereichsfeuerwehrverband Hartberg wurden daraufhin zu Einsätzen gerufen.Bereits zur Mittagszeit bildeten sich neuerlich dunkle Wolken im Wechselgebiet. Im Raum Festenburg setzten sich diese fest und öffneten sodann ihre Schleusen. Sintflutartige Regenfälle waren die Folge. Der Boden und speziell die Bäche konnten nach den anhaltenden Regenfällen der vergangenen Tagen die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Infolgedessen traten Bäche über die Ufer und Schlammlawinen wälzten sich von den Bergen Richtung Tal.

Festenburg voller Schlamm und Geröll

Im Ortskern von Festenburg, wo der „Hinterer Waldbach“ und „Vorderer Walchbach“ zur „Schwarzen Lafnitz“ zusammenfließen, überschwemmten die Wasser- und Geröllmassen die Straßen, schnitten Häuser von der Außenwelt ab und zerstörten diese teilweise. Die Schlammmassen hinterließen ein Bild der Verwüstung. Unverzüglich rückte die Freiwillige Feuerwehr St. Lorenzen/W. zu den zahlreichen Schadenslagen aus. Gemeinsam mit den benachbarten Feuerwehren wurde sodann rasch begonnen die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Katastrophe wurde ausgerufen

Binnen kurzer Zeit waren dutzende Feuerwehren samt Abschnitts- und Bereichsfeuerwehrkommandant, die Polizei, der Bezirkshauptmann Max Wiesenhofer und der Wildbachverbau vor Ort um sich ein Bild der Lage zu verschaffen und zu helfen. Aufgrund des verheerenden Hochwassers wurde unverzüglich Katastrophenalarm ausgerufen. Schweres Gerät rückte sodann an um zahlreiche Häuser, welche durch Murenabgänge von der Außenwelt abgeschlossen waren, wieder zugänglich zu machen. Eine Person, welche in ihrem Haus eingeschlossen war, wurde ebenfalls von der Feuerwehr gerettet. Zusätzlich mussten zahlreiche Keller ausgepumpt werden.

An einem Haus verrichtete das Hochwasser enorme Schäden. Die Fluten zerstörten die Außenmauern des Gebäudes und fraßen sich sodann durch die Wohnräume. Das Objekt ist nun einsturzgefährdet.

Einsätze bis in die Abendstunden

Die Tätigkeiten der freiwilligen Helfer erstrecken sich bis in die Abendstunden und dauern derzeit an. Zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte wurde im Laufe des Tages das Einsatzleitfahrzeug des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg angefordert.

Insgesamt werden bzw. wurden unzählige Schadenslagen in Festenburg von sieben Freiwilligen Feuerwehren des Bereiches Hartberg, speziell aus dem Abschnitt V, erfolgreich abgearbeitet. Über 80 freiwillige Feuerwehrmitglieder mit dutzenden Fahrzeugen sind im Einsatz.

Die Aufräumarbeiten werden bis in die Nacht und den Folgetag andauern…

Bericht: DDI Hans Peter Feichtinger

Fotos: Pressedienst BFV Hartberg

 

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