Großalarm gab es für Feuerwehr, Rettung und Polizei in den gestrigen Dienstag Nachmittagsstunden des 11. Juni 2018 in der Stadt Baden.Gegen ca. 20 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Baden- Stadt über die Feuerwehr Bezirksalarmzentrale Baden zu einen sogenannten „TUS-Alarm“ (Auslösung einer automatischen Brandmeldeanlage) bei einer Tiefgarage in der Innenstadt alarmiert. Da sich gerade einige Mitglieder im Feuerwehrhaus befanden die mit Aufräumarbeiten nach dem Feuerwehrfest beschäftigt waren, konnte das erste Fahrzeug bereits kurze Zeit nach Alarmierung in Richtung Einsatzadresse ausrücken.Nun ging aber in der Bezirksalarmzentrale eine weitere Meldung von der Stadtpolizei ein wobei mitgeteilt wurde, dass es in der Tiefgarage brennen soll. Sofort wurde den in der Anfahrt befindlichen Feuerwehreinsatzkräften der FF Baden-Stadt dieses übermittelt und die Alarmstufe von B1 und in weiterer Folge auf die Alarmstufe B3 erhört (Generalalarm für die FF Baden-Stadt, FF Baden-Leesdorf und FF Baden Weikersdorf), da sich in diesem Objekt auch ein Hotelbetrieb, sowie eine Wohnhausanlage befinden.

Ging man anfänglich von einem Fahrzeugbrand in der Tiefgarage aus, so stellte sich dann eine ganz andere Lage dar. Eine polnische Fahrzeuglenkerin dürfte beim Einfahren in die zweigeschoßige Tiefgarage einen medizinischen Notfall erlitten haben und verlor plötzlich die Kontrolle über das Fahrzeug, welches in Folge ungebremst über die steile Abfahrtsrampe frontal in eine Mauer prallte. Dabei kam es durch das Auslösen der Airbags und verdampfender Flüssigkeiten im Motorraum zu einer Rauchentwicklung, die dann einen Melder der automatischen Brandmeldeanlage auslöste. Diesen Vorgang bzw. durch das laute Anprallgeräusch sind Erst-Helfer/Passanten auf der Straße aufmerksam geworden und eilten zu dem verunfallten Fahrzeug in der Tiefgarage. Sie fanden dann die bewusstlose Fahrzeuglenkerin hinter dem Steuer und befreiten diese. Anschließend verbrachten sie die Lenkerin in die Hotel-Lobby, wo sie von Ersthelfern reanimiert wurde.

Zum Glück geriet das Unfallfahrzeug in der Tiefgarage nicht in Brand, jedoch durch den warmen Motor und auslaufenden Betriebsmittel kam es zu einer leichten Verrauchung. Da in der Zwischenzeit auch das Notarzteinsatzfahrzeug, sowie aufgrund er anfänglich unklaren Lage auch seitens der Rettungsleitstelle mehrere Einsatzfahrzeuge der Rettung alarmiert wurden, konnten sich die Feuerwehreinsatzkräfte auf den Gefahrenbereich in der Tiefgarage konzentrieren.

Sofort lies der Feuerwehreinsatzleiter durch einen Atemschutztrupp den Garagenbereich auf mögliche weitere Personen absuchen, ordnete die Errichtung eines dreifachen Brandschutzes an und wies die nachrückenden Kräfte ein. Die weitere Ausbreitung und das Eindringen in die Kanalisation durch auslaufenden Betriebsmittel in der Garage, konnte durch Aufbringen von Bindemittel und Auflegen von Ölsperren verhindert werden. Mittels Wärmebildkamera wurde der Unfallbereich auf mögliche Gefahren kontrolliert.

In Folge konnten dann bis auf die örtlich zuständige Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt die weiteren alarmierten Feuerwehreinsatzkräfte wieder abrücken.

Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte gelang es ihnen leider nicht die polnische Fahrzeuglenkerin Wiederzubeleben. Sie verstarb leider vor Ort. Nach der Freigabe durch die Polizei wurde seitens der Feuerwehr das Unfallfahrzeug mittels Rangierroller und Seilwinde aus der Tiefgarage geborgen und auf einen zugewiesenen Platz verbracht und sichergestellt. Der Feuerwehreinsatz konnte gegen 22:25 Uhr beendet werden. Seitens der Polizeieinsatzkräfte wurde der betroffene Bereich abgesperrt. Durch das Großaufgebot an Einsatzkräften wurden aber unzählige Passanten aufmerksam.

Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt und BFK BADEN Joachim Zagler 

 www.ffbs.at

Stefan Schneider

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