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REAS 2017

Kabelbrand in Schwaz führt zu Großeinsatz der Feuerwehren

Kleine Ursache – große Wirkung, so könnte man den Brandeinsatz am frühen Mittwoch morgen in Schwaz bezeichnen. Gegen 05.00 Uhr früh nimmt ein Anwohner Explosionsgeräusche mit Rauchentwicklung im Bereich der Barbarabrücke wahr und verständigt die Feuerwehr. Bei Eintreffen der Feuerwehr Schwaz fand man am Ende der Brücke mehrere große Schachtdeckel des unter der Brücke durchführenden Kabelkanal, die aus der Verankerung gerissen waren. Wenig später setzte starke Rauch-, und Geruchsentwicklung ein. Unverzüglich wurde ein CO 2 Löscher vorgenommen sowie der AB Sonderlöschmittel mit weiteren 80 kg CO2 an die Einsatzstelle beordert.

Folgende Alarmierungen bzw. Verständigungen wurden dann durchgeführt:

  • Stadtwerke mit Strom und Wassernotdienst
  • TIGAS
  • BF Innsbruck bezüglich weiterem CO2
  • BtF Sandoz Kundl bezüglich weiterem CO2 oder Stickstoff
  • Sammelruf FF Schwaz
  • Radiodurchsagen bezüglich Sperre Barbarabrücke für den gesamten Verkehr
  • Bürgermeister Dr. Hans Lintner
  • Bezirksfeuerwehrkommando

Die Berufsfeuerwehr wurde dann an die Einsatzstelle nachgefordert um ausreichend CO2 zur Verfügung zu haben.

Das größte Problem war die Zugänglichkeit. Die Leitungen liegen ca. 20 cm unter der Fahrbahnoberfläche in Kunststoffrohren. Diese sind einbetoniert. Durch das Brandgeschehen schmolzen die Leitungen zusammen, eine genaue Lokalisierung des Brandherdes war sehr schwer möglich. Im Bereich der südlichen Dehnfuge zeigten die Wärmebildkameras eine große Wärmequelle.
Weil man die noch intakten Kabel anderer Nutzer nicht beschädigen wollte, entschied man sich, die stromlos geschaltenen Kabelrohre mit Wasser zu fluten. Dies führte aber nur kurzzeitig zum Erfolg.

In der Zwischenzeit trafen der Bürgermeister, Stadtbaumeister sowie Führungskräfte der Stadtwerke ein und unterstützten mit Rat und Tat die Einsatzkräfte. Neben den Bauplänen der Brücke wurde auch ein Statiker organisiert. Damit sollten eventuelle Auswirkungen des Brandes auf das Brückenbauwerk im betroffenen Bereich eingeschätzt werden.

Die Verkehrsregelung wurde von der Stadtpolizei und Bundespolizei vorgenommen. Weil durch die Sperre der direkte Weg zum Bahnhof dicht war, richtete die Feuerwehr Schwaz mit mehreren Fahrzeugen einen Pendelverkehr ein, damit die Pendler trotz der Sperre noch pünktlich zum Zug kamen.

Um sich einen Zugang zu verschaffen wurde die FF Mühlau/ Innsbruck über den Bereitschaftsoffizier der Berufsfeuerwehr, BO Markus Wimmer, angefordert. Diese verfügt über eine Kanalkamera (Endoskopiekamera), mit der man den unzugänglichen Bereich einsehen kann sowie Kernbohrgeräte, um kleinräumige Öffnungen zu schaffen.

In einem weiteren Schritt wurde mit Hilfe der Seilwinde des Rüstfahrzeuges das defekte Kabel herausgezogen. Im Anschluss wurde das betroffene Rohr mit Hilfe eines Kanalspülwagens gereinigt – und eventuell glosende Teile zugleich gelöscht. Diese Maßnahme zeigte dann Wirkung. 
Abschließend wurde der Bereich der Dehnfuge mit sehr viel Wasser geflutet, was schlussendlich gegen 09.00 Uhr zum Einsatzerfolg führte. 

„Für uns war das ein sehr ungewöhnlicher Einsatz, der uns vor einige Probleme stellte. Doch gemeinsam mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr Innsbruck und der FF Mühlau, den verantwortlichen Mitarbeitern der Stadtwerke und des Bauamtes konnte man sich an die Lösung des Problems herantasten“, so der Kommandant der FF Schwaz, Hilmar Baumann.

Gegen 9.00 Uhr konnte Brandaus gegeben werden, die Brücke wurde wieder für den Verkehr freigegeben.

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