Hamburg (ots) – Am Montagvormittag ging bei der Feuerwehr Hamburg über den Notruf 112 die Meldung ein, dass im Billstieg im Hamburger Stadtteil Billbrook in einer Folgeunterkunft für Flüchtlinge ein Feuer ausgebrochen sei. Zwei Kinder sollten sich auf einem Balkon befinden, aus der Wohnung sei eine Rauchentwicklung zu sehen. Durch die Rettungsleitstelle wurde sofort die Einsatzart „Feuer mit Menschenleben in Gefahr – FEUY“ ausgelöst. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg eintrafen, war das Treppenhaus vollständig und tiefschwarz verraucht. In einem Absatz des Treppenhauses im 1. Obergeschoss brannten mehrere Kinderwagen und Fahrräder, der Fluchtweg für die Menschen in dem 7-geschossigen Wohngebäude war abgeschnitten. Der Zugführer erhöhte die Alarmstufe umgehend auf „Feuer 2 Y“ und forderte weitere Einheiten der Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehren nach. Mit drei Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz drangen die Einsatzkräfte in das komplett verrauchte Treppenhaus vor, um die eingeschlossenen Menschen mit Brandfluchthauben zu retten und um den Brand zu bekämpfen.

Dieser war nach kurzer Zeit mit einem C-Rohr gelöscht. Da schnell klar wurde, dass mehrere Personen zum Teil massiv Brandrauch eingeatmet hatten, erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe abermals mit dem Stickwort „Massenanfall von Verletzten“. Diese Alarmerhöhung sorgt dafür, dass ausreichend Rettungsmittel an der Einsatzstelle zur Verfügung stehen, um eine Vielzahl von betroffenen Personen vor Ort versorgt werden können. Mehrere Trupps retteten insgesamt 32 Personen aus dem Gefahrenbereich. Alle Geretteten wurden durch Notfallsanitäter der Feuerwehr Hamburg und Notärzte im Großraumrettungswagen gesichtet und eingehend untersucht. Insgesamt wurden 12 Personen, 8 Erwachsene und 4 Kinder, anschlie0end mit dem Verdacht auf zum Teil schwere Rauchgasinhalation zur weiteren Behandlung in Notfallkrankenhäuser befördert.

Auf Anraten des Einsatzleiters der Feuerwehr wurde das Gebäude nach Abschluss des Feuerwehreinsatzes durch die Polizei vorübergehend gesperrt, um zu prüfen, inwieweit eine weitere Nutzung erfolgen kann. Durch den Brand, der aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen war, wurde das Treppenhaus stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Einsatz der Feuerwehr Hamburg im Billstieg dauerte drei Stunden, die Polizei Hamburg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Eingesetzte Kräfte: 2 Löschzüge der Berufsfeuerwehr, 2 Freiwillige Feuerwehren, 2 Führungsdienste (A-Dienst, B-Dienst), 1 Umweltdienst, 8 Rettungswagen, 1 Notarzteinsatzfahrzeug, 1 Rettungshubschrauber, 1 Großraumrettungswagen, 1 Leitender Notarzt, 1 Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, 1 Pressesprecher, insgesamt 73 Einsatzkräfte

Jan Ole Unger

http://www.feuerwehr.hamburg.de

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