N/Kurz vor 8 Uhr früh wurden die Freiwilligen Feuerwehren Kottingbrunn und Stadt Bad Vöslau zu einem Brandverdacht im Wasserschloss von Kottingbrunn alarmiert. Noch auf der Anfahrt wurde auf Alarmstufe 2 – Zimmerbrand erhöht, kurze Zeit später dann auf die Alarmstufe 4. Beim Eintreffen schlugen bereits meterhohe Flammen aus einem Fenster im 2. Obergeschoss.

Sofort wurden Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Kottingbrunn in das historische Gebäude geschickt um das Feuer von innen zu bekämpfen, gleichzeitig wurde die Drehleiter Bad Vöslau in Stellung gebracht und ein Außenangriff über das Wendestrahlrohr gestartet. Diese Maßnahmen zeigten rasch Wirkung und das Feuer konnte gelöscht werden.

Das inzwischen eingetroffene Hubrettungsgerät der Feuerwehr Traiskirchen wurde nicht benötigt, es blieb allerdings in Bereitschaft. Da zu Beginn nicht klar war ob sich noch Personen im Gebäude aufhalten wurde das Schloss von weiteren Atemschutztrupps durchsucht. Die Suche verlief negativ, es befanden sich keine Personen im Gebäude. Um die Löschwasserversorgung sicher zu stellen wurde aus dem Wassergraben der rund ums Schloss verläuft angesaugt, zahlreiche Tanklöschfahrzeuge und ein Großtanklöschfahrzeug sicherten so die Wasserversorgung. Von der Feuerwehr Bad Vöslau wurden die verbrauchten Atemluftflaschen mit dem Atemluftfahrzeug wieder aufgefüllt. So konnten die Trupps mehrere Male in das Gebäude vorgehen. Von dem Wechselladefahrzeug der Feuerwehr Möllersdorf wurde ein Container des Bauhofes geholt, um das Brandgut entsorgen zu können.

Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich in dem denkmalgeschützten Gebäude als schwierig. Zahlreiche Glutnester mussten von den Atemschutztrupps aus Kottingbrunn, Bad Vöslau, Enzesfeld, Leobersdorf, Schönau, Traiskirchen, Traiskirchen Möllersdorf und Gainfarn aufgefunden und gelöscht werden. Von der Mannschaft der Feuerwehr Möllersdorf wurden für die Behörde Messungen im Inneren des Gebäudes durchgeführt, um die Schadstoffe in der Luft zu messen.

Insgesamt 8 Freiwillige Feuerwehren, 2 Hubrettungsgeräte und 84 freiwillige Feuerwehreinsatzkräfte standen im Einsatz. Auch das Rote Kreuz Bad Vöslau und Berndorf / St. Veit steht mit einem Großaufgebot an Rettungswägen im Einsatz.

Ein freiwilliger Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz verletzt, er wurde vom Rettungsdienst Bad Vöslau ins Krankenhaus Baden gebracht. In der Zwischenzeit konnte er das Krankenhaus bereits wieder verlassen, es geht ihm den Umständen entsprechend gut.

Erst zu Mittag konnten alle Glutnester abgelöscht werden und alle Einsatzkräfte wieder abrücken, Einsätze wie diese zeigen den hohen Ausbildungsstand und die Schlagkraft der freiwilligen Feuerwehren im Bezirk Baden. Gemeinsam konnte ein größerer Schaden an dem wertvollen historischen Bauwerk verhindert werden.

Melanie Deli

feuerwehr-kottingbrunn.at

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