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Technik
Fahrzeuge - Löschfahrzeuge
Rosenbauer-Scania-Löschzug der BF Ludwigshafen
Technik
Fahrzeuge - Löschfahrzeuge
Rosenbauer-Scania-Löschzug der BF Ludwigshafen
Rosenbauer-Scania-Löschzug der BF Ludwigshafen
D: Nach zwei TroTLF 24/48 (2005) und einer L32 (2006) beschaffte die BF Ludwigshafen zwei baugleiche HLF 20/16, die nach einer mehrwöchigen Einweisungs- und Ausbildungsphase im Herbst diesen Jahres in den Einsatzdienst gingen. Die Stadt Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) ist eine noch sehr junge Stadt, 2003 beging man das 150jährige Bestehen. Die meisten Stadtteile sind allerdings wesentlich älter und kamen erst durch Eingemeindungen hinzu. Rund 164.000 Einwohner leben heute in der zweitgrößten Stadt der Metropolregion Rhein-Neckar auf einer Fläche von 77,68 km².Die Kommune ist vor allem als Chemiestandort bekannt, weltweit gilt sie als der größte zusammenhängende dieser Art. Neben der BASF mit ihren vielen Einzel¬betrieben haben zahlreiche andere Unternehmen der Branche in Ludwigshafen eine Heimat gefunden. An deren Bedarf orientieren sich auch die Verkehrsanbindungen:
Neben verschiedenen Bundesstraßen queren gleich vier Bundesautobahnen das Stadtgebiet bzw. beginnen dort. Der Rheinhafen mit einem jährlichen Güterumschlag von über sieben Millionen Tonnen ist einer der bedeutendsten Binnenhäfen Deutschlands und natürlich ist auch das Schienennetz entsprechend ausgebaut. Neben dem Hauptbahnhof und mehreren Stadtteilbahnhöfen gibt es gleich drei Werksbahnhöfe der BASF.
Neues, urbanes Stadtviertel geplant
Im ältesten Stadtteil Hemshof verführt eine lebhafte gastronomische Szene zum Einkehren, Museen sowie Theater locken Besucher aus der gesamten Region und in der Innenstadt finden sich mehrere zusammenhängende Einkaufsstraßen. Unter dem Motto „Heute für morgen“ arbeitet man derzeit zudem sehr intensiv daran, sich als Einkaufstadt der Region neu zu profilieren und unmittelbar am Rhein ist auf dem Gelände des ehemaligen Zollhafengeländes ein neues, urbanes Stadtviertel u.a. mit einem Großeinkaufszentrum sowie Freizeiteinrichtungen geplant.
Die Feuerwehr
Insgesamt sind bei der 1918 gegründeten Berufsfeuerwehr heute rund 190 Angestellte und Beamte in den verschiedenen Abteilungen beschäftigt. Im Einsatzdienst wird im 24 Stunden Dienst/24 Stunden Freizeit-Turnus gearbeitet. Pro Schicht sind in den beiden Wachen 35 Funktionen besetzt, 22 davon in der Haupt¬feuerwache. 3.456 Einsätze galt es 2007 zu bewältigen, 2.280 davon im Hilfe¬leistungsbereich. Bei größeren Schadensfällen kann die BF auf die drei Züge (Oppau, Ruchheim und Stadtmitte) Freiwilligen Feuerwehr mit knapp 110 Aktiven zurückgreifen. Sie rekrutiert ihren Nachwuchs zum überwiegenden Teil aus der Jugendfeuerwehr.
Entsprechend dem Standort ist die Ausbildung und Ausrüstung der Wehr im besonderen Maß auch auf Unfälle im Chemiebereich ausgelegt. Unter den rund 60 Fahrzeugen (28 davon sind in der Hauptfeuerwache stationiert) findet sich eine Reihe von Spezialitäten, in vielen Standardtypen wird Sondertechnik bis hin zu speziellen Meß- und Analysegeräten vorgehalten.
Der Rettungsdienst gehört übrigens nicht zum Aufgabenbereich der Wehr, er erfolgt durch ASB, DRK, JUH und Malteser-Hilfsdienst.
Eng gestaltet sich selbstverständlich die Zusammenarbeit mit der Werkfeuerwehr der BASF und auch mit der Feuerwehr der unmittelbaren Nachbarstadt Mannheim wird man in Zukunft noch enger kooperieren:
2010 wird das neue Löschboot „Metropolregion 1“ in Dienst gehen, dessen feuerwehrtechnische Besatzung dann von den beiden Berufsfeuerwehren gestellt wird. Die Finanzierung des rund 2,5 Million teuren Projektes erfolgte durch die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, die BASF AG und die AGV Chemie Rheinland-Pfalz. Haupteinsatzbereiche sind Rhein und Neckar sowie die Binnenhäfen der beiden Nachbarstädte.
Die „ROSENBAUER / Scania-Flotte“
Bereits 2005 beschaffte die Wehr zwei baugleiche TroTLF 24/48 auf diesem Fahrgestelltyp. Gebaut wurden sie nach den Vorgaben der BF bei ROSENBAUER in Leonding auf der Basis eines R 114 GB 4x2 mit 250 kW Euro 3-Motor, Serienfahrerhaus (Besatzung 1:2) und Automatikgetriebe.
5.000 l Wasser, 500 l Schaummittel und 500 kg Pulver stehen für den Löschangriff zur Verfügung, die Feuerlöschkreiselpumpe(„Midship“-Einbau) hat eine Leistung von maximal 6.000 l/min bei 10 bar.
Realisiert wurde der Kofferaufsatz von den Leondinger Experten in Modul-Aluminium-Spantenbauweise, die Geräteräume sind mit Auszügen, Dreh- und Schwenkfächern ausgestatteten. Einen Heckgeräteraum sucht man bei diesen Fahrzeugen mit ihren drei Schnellangriffseinrichtungen (je 2 x Pulver und 1 x Wasser/Schaum) übrigens vergeblich, die Bedienelemente für die Löschanlage sind seitlich angeordnet.
Die praktischen Erfahrungen im täglichen Einsatzdienst machten schnell deutlich, dass das Gesamtkonzept die in es gesetzten Erwartungen erfüllte. Dies gilt auch für den Fahrgestellbereich, für den zudem ein großer Scania-Stützpunkt vor Ort einen 24-Stunden/365-Tage Notfallservice sichert. Bei der Planung der nächsten Ersatz¬beschaffung für den Löschzug der Hauptfeuerwache, einer DLK, rückte deshalb auch schnell erneut dieser Fahrgestelltyp in den Fokus des Interesses.
Im Zuge der Ausschreibung erwies sich die ROSENBAUER-Tochter Metz als günstigster Anbieter, 2006 wurde die L32 auf Scania P 270 DB (198 kW, Euro 4-Motor, Automatikgetriebe) übergeben. Das Fahrzeug weist eine Höhe von 3.280 mm auf und ermöglicht so den problemlosen Fahrbetrieb auch in den Bereichen mit Straßen¬bahnoberleitungen. Wie schon bei den TroTLF wurden Bostrom-Sicherheitssitze mit integrierten PA-Halterungen genutzt und auch der Rettungskorb mit seinen vier Einstiegen sowie die Schleuderketten an der Hinterachse tragen zur Sicherheit bei. Ansonsten ist die DLK mit den üblichen Ausstattungselementen (Stromerzeuger, schwenkbare Krankentragenlagerung am Korb etc.) ausgestattet.
Die „Neuen“: HLF 20/16
Bereits im Jahr der DLK-Auslieferung begannen die ersten Überlegungen zur Beschaffung neuer Löschfahrzeuge, denn die beiden Vorgänger vom Typ LF 24/30 („Basisfahrzeug 3“, Auslieferung 1992) waren so langsam in die Jahre gekommen. Auf der Grundlage des von den Experten der Wehr aufgestellten Pflichtenheftes erfolgte 2007 die Ausschreibung – und wieder kam das „Doppel“ ROSENBAUER/Scania zum Zug:
Wie bereits bei der DLK fiel die Entscheidung zu Gunsten des Scania P 270 mit den gleichen Grundmerkmalen, allerdings in der Variante „MNA“ für eine Besatzung von 1:6. Sechs der Plätze sind mit Bostromsitzen inkl. PA-Halterungen ausgestattet und die Kabine mit ihrem großzügigen Raumangebot weist im Vergleich zu den „normalen“ Feuerwehrfahrzeugen eine Besonderheit auf: In ihr werden keinerlei Ausrüstungsgegenstände gelagert, alles ist im Aufbau selbst verstaut.
Im Fahrer-/Beifahrerbereich ist neben der Kommunikationstechnik auch der Bildschirm für die Rückfahrkamera integriert – auch dies ein Beitrag zur passiven Sicherheit, auf die man in Ludwigshafen allergrößten Wert legt. Aus diesen Gründen wurde auch die Dachbeladung auf ein Minimum reduziert. Dort finden sich lediglich verschiedene Leitern, die Saugschläuche und Schlauchbrücken. Ebenfalls zur Sicherheit tragen die Verkehrswarneinrichtung am Heck und die Nahum¬feldbeleuchtung (Neonröhren seitlich und Breitstrahler am Heck) bei.
Der Aufbau wurde von ROSENBAUER im Rahmen der AT-Reihe (Aluminium-Spantenbauweise aus selbst tragenden, gekanteten, verklebten und verschraubten Aluminiumblechen) realisiert. Die Innenausstattung mit Auszügen, Dreh- und Schwenkfächern ermöglicht eine flexible Unterbringung der Beladung. Genutzt wird dafür auch ein Sortimo-Schranksystem. Für gute Erreichbarkeit der oberen Bereiche sorgen abklappbare Auftritte auch im Kotflügelbereich, der Geräteraumverschluss erfolgt mit Stangengriffen.
Die Löschtechnik setzt sich aus einem 2.000 l fassenden Wassertank (Schaummittel wird in Kanistern mitgeführt) und einer ROSENBAUER ND-Pumpe vom Typ N30 mit Visualisierung am Bediendisplay (Leistung 2.000 l/min bei 10 bar) zusammen. Die Schnellangriffseinrichtung (50 m formfester Druckschlauch NW 26, Fußpedal für Haspelaufspulung mit Kabel) ist im oberen Bereich des Heck-Geräteraumes unmittelbar über dem Pumpenbedienstand platziert. Zusätzlich stehen links und recht (G5 und 6) je zwei ND-Abgänge zur Verfügung.
Zwei Einmannhaspeln, Rettungsaggregat (Schere/Spreizer), Generator (Fernstart- und Fernüberwachung mittels Heckdisplay, Strom-Schnellangriffshaspel), ein Lichtmast (2 x 1.500 W, dreh- und schwenkbar) sowie ein Sprungretter runden die Fahrzeugbeladung ab. Letzterer wurde erst nach der mehrwöchigen Ausbildungs- und Einweisungsphase, in der die hier genutzten Bilder entstanden, aus den Vorgängerfahrzeugen übernommen.
Die HLF mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 15.000 kg haben eine Länge von 8.600, eine Höhe von 3.300 und eine Breite von 2.500 mm. Der Radstand wird mit 4.300 mm angegeben.
Positive Erfahrungen
Dipl.Ing. Stefan Bruck, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Ludwigshafen und Chef der Einsatzabteilung, ist mit der kleinen „ROSENBAUER/Scania-Flotte“ übrigens sehr zufrieden:
„Wir haben bereits mit den beiden TroTLF und der DLK durchwegs positive Erfahrungen im täglichen Einsatzbetrieb gemacht, sowohl was die Fahrgestelle als auch den Aufbau betrifft. Vor allem die Zusammenarbeit mit den Konstrukteuren des Auftragnehmers, die Qualität und der spätere Service haben gestimmt – für uns immer wichtige Punkte bei Beschaffungen.“
Dies ist, so seine Überzeugung, auch bei den beiden „Neuen“ der Fall. Schon in der Phase vor der Indienststellung wurde anhand des Feedbacks aus der Mannschaft deutlich, dass man mit dem Gesamtkonzept offensichtlich „goldrichtig“ liegt.
Neben verschiedenen Bundesstraßen queren gleich vier Bundesautobahnen das Stadtgebiet bzw. beginnen dort. Der Rheinhafen mit einem jährlichen Güterumschlag von über sieben Millionen Tonnen ist einer der bedeutendsten Binnenhäfen Deutschlands und natürlich ist auch das Schienennetz entsprechend ausgebaut. Neben dem Hauptbahnhof und mehreren Stadtteilbahnhöfen gibt es gleich drei Werksbahnhöfe der BASF.
Neues, urbanes Stadtviertel geplant
Im ältesten Stadtteil Hemshof verführt eine lebhafte gastronomische Szene zum Einkehren, Museen sowie Theater locken Besucher aus der gesamten Region und in der Innenstadt finden sich mehrere zusammenhängende Einkaufsstraßen. Unter dem Motto „Heute für morgen“ arbeitet man derzeit zudem sehr intensiv daran, sich als Einkaufstadt der Region neu zu profilieren und unmittelbar am Rhein ist auf dem Gelände des ehemaligen Zollhafengeländes ein neues, urbanes Stadtviertel u.a. mit einem Großeinkaufszentrum sowie Freizeiteinrichtungen geplant.
Die Feuerwehr
Insgesamt sind bei der 1918 gegründeten Berufsfeuerwehr heute rund 190 Angestellte und Beamte in den verschiedenen Abteilungen beschäftigt. Im Einsatzdienst wird im 24 Stunden Dienst/24 Stunden Freizeit-Turnus gearbeitet. Pro Schicht sind in den beiden Wachen 35 Funktionen besetzt, 22 davon in der Haupt¬feuerwache. 3.456 Einsätze galt es 2007 zu bewältigen, 2.280 davon im Hilfe¬leistungsbereich. Bei größeren Schadensfällen kann die BF auf die drei Züge (Oppau, Ruchheim und Stadtmitte) Freiwilligen Feuerwehr mit knapp 110 Aktiven zurückgreifen. Sie rekrutiert ihren Nachwuchs zum überwiegenden Teil aus der Jugendfeuerwehr.
Entsprechend dem Standort ist die Ausbildung und Ausrüstung der Wehr im besonderen Maß auch auf Unfälle im Chemiebereich ausgelegt. Unter den rund 60 Fahrzeugen (28 davon sind in der Hauptfeuerwache stationiert) findet sich eine Reihe von Spezialitäten, in vielen Standardtypen wird Sondertechnik bis hin zu speziellen Meß- und Analysegeräten vorgehalten.
Der Rettungsdienst gehört übrigens nicht zum Aufgabenbereich der Wehr, er erfolgt durch ASB, DRK, JUH und Malteser-Hilfsdienst.
Eng gestaltet sich selbstverständlich die Zusammenarbeit mit der Werkfeuerwehr der BASF und auch mit der Feuerwehr der unmittelbaren Nachbarstadt Mannheim wird man in Zukunft noch enger kooperieren:
2010 wird das neue Löschboot „Metropolregion 1“ in Dienst gehen, dessen feuerwehrtechnische Besatzung dann von den beiden Berufsfeuerwehren gestellt wird. Die Finanzierung des rund 2,5 Million teuren Projektes erfolgte durch die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, die BASF AG und die AGV Chemie Rheinland-Pfalz. Haupteinsatzbereiche sind Rhein und Neckar sowie die Binnenhäfen der beiden Nachbarstädte.
Die „ROSENBAUER / Scania-Flotte“
Bereits 2005 beschaffte die Wehr zwei baugleiche TroTLF 24/48 auf diesem Fahrgestelltyp. Gebaut wurden sie nach den Vorgaben der BF bei ROSENBAUER in Leonding auf der Basis eines R 114 GB 4x2 mit 250 kW Euro 3-Motor, Serienfahrerhaus (Besatzung 1:2) und Automatikgetriebe.
5.000 l Wasser, 500 l Schaummittel und 500 kg Pulver stehen für den Löschangriff zur Verfügung, die Feuerlöschkreiselpumpe(„Midship“-Einbau) hat eine Leistung von maximal 6.000 l/min bei 10 bar.
Realisiert wurde der Kofferaufsatz von den Leondinger Experten in Modul-Aluminium-Spantenbauweise, die Geräteräume sind mit Auszügen, Dreh- und Schwenkfächern ausgestatteten. Einen Heckgeräteraum sucht man bei diesen Fahrzeugen mit ihren drei Schnellangriffseinrichtungen (je 2 x Pulver und 1 x Wasser/Schaum) übrigens vergeblich, die Bedienelemente für die Löschanlage sind seitlich angeordnet.
Die praktischen Erfahrungen im täglichen Einsatzdienst machten schnell deutlich, dass das Gesamtkonzept die in es gesetzten Erwartungen erfüllte. Dies gilt auch für den Fahrgestellbereich, für den zudem ein großer Scania-Stützpunkt vor Ort einen 24-Stunden/365-Tage Notfallservice sichert. Bei der Planung der nächsten Ersatz¬beschaffung für den Löschzug der Hauptfeuerwache, einer DLK, rückte deshalb auch schnell erneut dieser Fahrgestelltyp in den Fokus des Interesses.
Im Zuge der Ausschreibung erwies sich die ROSENBAUER-Tochter Metz als günstigster Anbieter, 2006 wurde die L32 auf Scania P 270 DB (198 kW, Euro 4-Motor, Automatikgetriebe) übergeben. Das Fahrzeug weist eine Höhe von 3.280 mm auf und ermöglicht so den problemlosen Fahrbetrieb auch in den Bereichen mit Straßen¬bahnoberleitungen. Wie schon bei den TroTLF wurden Bostrom-Sicherheitssitze mit integrierten PA-Halterungen genutzt und auch der Rettungskorb mit seinen vier Einstiegen sowie die Schleuderketten an der Hinterachse tragen zur Sicherheit bei. Ansonsten ist die DLK mit den üblichen Ausstattungselementen (Stromerzeuger, schwenkbare Krankentragenlagerung am Korb etc.) ausgestattet.
Die „Neuen“: HLF 20/16
Bereits im Jahr der DLK-Auslieferung begannen die ersten Überlegungen zur Beschaffung neuer Löschfahrzeuge, denn die beiden Vorgänger vom Typ LF 24/30 („Basisfahrzeug 3“, Auslieferung 1992) waren so langsam in die Jahre gekommen. Auf der Grundlage des von den Experten der Wehr aufgestellten Pflichtenheftes erfolgte 2007 die Ausschreibung – und wieder kam das „Doppel“ ROSENBAUER/Scania zum Zug:
Wie bereits bei der DLK fiel die Entscheidung zu Gunsten des Scania P 270 mit den gleichen Grundmerkmalen, allerdings in der Variante „MNA“ für eine Besatzung von 1:6. Sechs der Plätze sind mit Bostromsitzen inkl. PA-Halterungen ausgestattet und die Kabine mit ihrem großzügigen Raumangebot weist im Vergleich zu den „normalen“ Feuerwehrfahrzeugen eine Besonderheit auf: In ihr werden keinerlei Ausrüstungsgegenstände gelagert, alles ist im Aufbau selbst verstaut.
Im Fahrer-/Beifahrerbereich ist neben der Kommunikationstechnik auch der Bildschirm für die Rückfahrkamera integriert – auch dies ein Beitrag zur passiven Sicherheit, auf die man in Ludwigshafen allergrößten Wert legt. Aus diesen Gründen wurde auch die Dachbeladung auf ein Minimum reduziert. Dort finden sich lediglich verschiedene Leitern, die Saugschläuche und Schlauchbrücken. Ebenfalls zur Sicherheit tragen die Verkehrswarneinrichtung am Heck und die Nahum¬feldbeleuchtung (Neonröhren seitlich und Breitstrahler am Heck) bei.
Der Aufbau wurde von ROSENBAUER im Rahmen der AT-Reihe (Aluminium-Spantenbauweise aus selbst tragenden, gekanteten, verklebten und verschraubten Aluminiumblechen) realisiert. Die Innenausstattung mit Auszügen, Dreh- und Schwenkfächern ermöglicht eine flexible Unterbringung der Beladung. Genutzt wird dafür auch ein Sortimo-Schranksystem. Für gute Erreichbarkeit der oberen Bereiche sorgen abklappbare Auftritte auch im Kotflügelbereich, der Geräteraumverschluss erfolgt mit Stangengriffen.
Die Löschtechnik setzt sich aus einem 2.000 l fassenden Wassertank (Schaummittel wird in Kanistern mitgeführt) und einer ROSENBAUER ND-Pumpe vom Typ N30 mit Visualisierung am Bediendisplay (Leistung 2.000 l/min bei 10 bar) zusammen. Die Schnellangriffseinrichtung (50 m formfester Druckschlauch NW 26, Fußpedal für Haspelaufspulung mit Kabel) ist im oberen Bereich des Heck-Geräteraumes unmittelbar über dem Pumpenbedienstand platziert. Zusätzlich stehen links und recht (G5 und 6) je zwei ND-Abgänge zur Verfügung.
Zwei Einmannhaspeln, Rettungsaggregat (Schere/Spreizer), Generator (Fernstart- und Fernüberwachung mittels Heckdisplay, Strom-Schnellangriffshaspel), ein Lichtmast (2 x 1.500 W, dreh- und schwenkbar) sowie ein Sprungretter runden die Fahrzeugbeladung ab. Letzterer wurde erst nach der mehrwöchigen Ausbildungs- und Einweisungsphase, in der die hier genutzten Bilder entstanden, aus den Vorgängerfahrzeugen übernommen.
Die HLF mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 15.000 kg haben eine Länge von 8.600, eine Höhe von 3.300 und eine Breite von 2.500 mm. Der Radstand wird mit 4.300 mm angegeben.
Positive Erfahrungen
Dipl.Ing. Stefan Bruck, stellvertretender Amtsleiter der Feuerwehr Ludwigshafen und Chef der Einsatzabteilung, ist mit der kleinen „ROSENBAUER/Scania-Flotte“ übrigens sehr zufrieden:
„Wir haben bereits mit den beiden TroTLF und der DLK durchwegs positive Erfahrungen im täglichen Einsatzbetrieb gemacht, sowohl was die Fahrgestelle als auch den Aufbau betrifft. Vor allem die Zusammenarbeit mit den Konstrukteuren des Auftragnehmers, die Qualität und der spätere Service haben gestimmt – für uns immer wichtige Punkte bei Beschaffungen.“
Dies ist, so seine Überzeugung, auch bei den beiden „Neuen“ der Fall. Schon in der Phase vor der Indienststellung wurde anhand des Feedbacks aus der Mannschaft deutlich, dass man mit dem Gesamtkonzept offensichtlich „goldrichtig“ liegt.