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Start Technik Vorbeugender Brandschutz 7. FSE - Brandschutz- Fachtagung in der Fachhochschule St.Pölten

7. FSE - Brandschutz- Fachtagung in der Fachhochschule St.Pölten

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Seit Jahresbeginn 2008 haben mittlerweile 4 österreichische Bundesländer (Tirol, Vorarlberg, Burgenland und Wien) die Richtlinien des Österreichischen Instituts für Bautechnik (OIB) in Landesrecht umgesetzt. Unabhängig einer Wertung ob diese Brandschutzregelungen ausreichend sind oder nicht, ist fest- zustellen, dass es bei diesen Bundesländern zu einer Erweiterung von gesetzlichen Bestimmungen gekommen ist. Dadurch ist sicherlich eine wesentlich intensivere Beschäftigung mit den Belangen des Brandschutzes in der Genehmigungsphase aber auch in den Phasen der Vorplanung und des Entwurfes gegeben. Durch die frühzeitige Berücksichtigung des Brandschutzes lässt sich auf effiziente und wirtschaftliche Weise eine Erhöhung der Brandsicherheit erreichen.
Bei der Umsetzung auf der Baustelle bleibt noch immer sehr oft der Brandschutz auf der Strecke. Dies wird primär durch eine steigende Komplexität der einzelnen Baufachbereiche, der immer kürzer werdenden Bauzeit aber auch des wirtschaftlichen Leistungsdrucks, verursacht. Hier gilt es im Zuge der Polier- und Detailplanung den Brandschutz mit einzubeziehen und die ordnungsgemäße brandschutztechnisch einwandfreie Umsetzung auch auf der Baustelle beispielsweise durch einen Fachmann, z.B. Fachbauleiter Brandschutz, kontrollieren zu lassen. Dieses Prinzip, welches bereits in einigen österreichischen Städten bei Großprojekten angewandt wird hat sich bestens bewährt, da die ausführenden Unternehmen sorgfältiger arbeiten (im Bewusstsein es wird laufend kontrolliert) und die Bauherrn letztendlich auch dass bekommen, wofür sie bezahlen. Durch kompetente Fachbauleiter werden die Fachleute bei Umsetzungsproblemen auf der Baustelle rechtzeitig informiert und können diese rasch Lösungsansätze aufzeigen.
Aber auch nach Fertigstellung eines Bauwerkes muss der Brandschutz eingehalten werden. Nur allzu schnell werden nachträglich Installationen durchgeführt ohne dass hierbei nachträglich Abschottungen gesetzt werden bzw. werden Lagerhöhenbeschränkungen außer acht gelassen. Dies kann nur ebenfalls nur durch entsprechend ausgebildetes Fachpersonal (z.B. geschulte Brandschutzorgane, Facility-Manager mit Brandschutzausbildung) funktionieren.

Diese Fachtagung richtet sich daher an alle Personen, die Verantwortung für den Brandschutz tragen.
Insbesondere an Architekten, Zivilingenieure sowie Planungsingenieure, Sachverständige, Gebäude-betreiber, Sachversicherer, Genehmigungs- und Überwachungsbehörden, Sicherheitsingenieure, Führungskräfte der Feuerwehren, Vertreter der Industrie, Forschungsinstitute sowie Materialprüfanstalten.

Die 7. Brandschutz- Fachtagung in der Fachhochschule St. Pölten findet
am Montag, den 09. Februar und Dienstag, den 10. Februar 2009 statt.

Die Eröffnung dieser Brandschutz-Fachtagung 2009 erfolgt durch den Bürgermeister der Landeshauptstadt St. Pölten Mag. Matthias Stadler und Dipl.-Ing. Dr. Friedrich Perner – Branddirektor der Berufsfeuerwehr Wien, der auch den Ehrenschutz für diese Veranstaltung übernommen hat.

Als Referenten konnten namhafte Fachexperten aus dem In- und benachbarten Ausland verpflichtet werden.

Montag, den 09. Februar 2009

o.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Dr. h.c. Ulrich Schneider von der Technischen Universität Wien wird die Brandschutzrichtlinien des Österreichischen Instituts für Bautechnik aus dem Blick der Wissenschaft vorstellen, wobei im Vortrag eine ausgiebige Analyse der wesentlichen Anforderungen erfolgt, eine Analyse der Modellfälle durchgeführt wird und auch die Fluchtwegthematik behandelt werden.
Zudem wird auch auf Abweichungen und Äquivalenzprinzipien eingegangen.

Dipl.-Ing Robert Stefenelli, als Vortragender der ARGE Bau!Massiv! referiert über die Vorteile von Massivkonstruktion hinsichtlich Brandsicherheit. Neben Praxisbeispielen werden im Vortrag auch diverse
unterschiedlichste Regelwerke mit einem Ausblick vorgestellt.

Dipl.-Ing. Uwe Klinkhardt, Marioff GmbH. behandelt den praktischen Einsatz von HI-FOG Hochdruckwassernebellöschanlagen bei diversen Sonderbauten. So werden als Einsatzgebiete beispielsweise das Marriott-Hotel in Wien, das Thermenklinikum Warmbad Villach und die Fakultätsbibliothek in Innsbruck gezeigt.

o.Univ.Prof. Dr.-Ing. Dietmar Hosser, widmet seinen Vortrag dem Thema „Schutzziel- und leistungsorientierter Brandschutz mit Hilfe von Ingenieurmethoden“. Hierbei wird u.a. auf die Konkretisierung von Schutzzielen, der Erstellung von quantitativen Leistungskriterien, auf hierarchische Strukturen leistungsorientierter Brandschutzvorschriften sowie auf Ingenieurmethoden des Brandschutzes zum Nachweis der Leistungskriterien eingegangen.
Frau Dipl.-Ing. Irmgard Eder vom Magistrat Wien wendet sich dem in Wien groß geschriebenen Thema „Brandschutz bei Garagen mit kraftbetriebenen Parkeinrichtungen“ zu. Neben zulässigen Brand-abschnittsgrößen bei diesen Garagen wird auch auf die Möglichkeiten eines wirkungsvollen Feuerwehr-einsatzes beispielsweise mit Hilfe eines funktionierenden Rauch- und Wärmeabzugssystemes eingegangen.

Frau Dipl.-Ing. Simone Meyer von der Bauaufsicht Cottbus und Uwe Schulze von der Berufsfeuerwehr Cottbus beleuchten die Nutzungsänderung eines Industriedenkmales als Kunstmuseums. Dabei werden an jede Nutzung unterschiedlichste brandschutztechnischen Anforderungen gestellt. Seien Sie gespannt, wie hierbei die Belange der vorhandenen brandschutztechnischen Bausubstanz, die notwendige Barrierefreiheit in Rettungswegen und die Möglichkeiten für einen wirkungsvollen Feuerwehreinsatz gelöst wurden.

Dipl.-Ing. Gerhard Greßlehner, Berufsfeuerwehr der Stadt Linz stellt die vom Lebensministerium in Auftrag gegebene Studie über die Anforderungen an die Zwischenlagerung von heizwertreichen Abfällen aus dem Gesichtspunkt „Brandschutz“ vor. Bei derartigen Zwischenlagern ist es in den letzten Jahren häufig zu Großbränden gekommen. Bisher wurde der Gefahr der Selbstentzündung viel zu wenig Beachtung geschenkt. Aber nicht nur die Selbstentzündung, sondern auch die notwendigen resultierenden Brandschutzmaßnahmen zur Begrenzung der Brandgeometrie einschließlich notwendiger abwehrender Brandschutzmaßnahmen werden in dem Vortrag vorgestellt.

Dr.-Ing. Wolfgang J. Friedl, wird als Inhaber eines Sicherheitstechnikbüros über die Gebäuderäumung von Beherbergungsstätten referieren. Hierbei sind die Vorbereitung in der Theorie, die Aufgaben und Pflichten der Mitarbeiter, die Information der Gäste aber auch die übrigen organisatorischen Notwendig-keiten ein Thema. Bei diesem Vortrag werden auch ausgiebig Umsetzungsprojekte aus der Praxis im Detail vorgestellt.

Dienstag, den 10. Februar 2009

Dr. Ing. Kurt Giselbrecht wird die Brandkatastrophe von Egg in Vorarlberg und deren Folgen aufarbeiten. Hierbei wird auch ein Augenmerk auf das Medieninteresse, die Öffentlichkeitsarbeit und die daraus resultierende politische Dimension dieses Brandereignisses gelegt. Gespannt können wir aber auch auf die Ergebnisse, der anschließend in Vorarlberg durchgeführten Überprüfungsaktion von Altersheimen sein.

Horst Böhm von der Pilkington Austria GmbH. referiert über die Sicherheit beim Bauen mit Glas. Dabei werden Einbaubereiche von Brandschutzverglasungen, absturzsichernde Verglasungen, begehbare und betretbare Dachverglasungen aber auch wärmegedämmte Fassadenelemente mit Brandschutzan-forderungen vorgestellt. Kleine Ursache – große Wirkung ist bei den vorgesehenen Praxisbeispielen immer festzustellen.

Dipl.-Phys. Jürgen Kotthoff, MFPA Leibzig wird einen Vortrag über Glasfassaden im Brandfall halten. Aufgrund seiner jahrelangen Prüferfahrung bei Naturbrandversuchen werden die zu erreichenden Schutzziele und die daraus resultierenden Brandbeanspruchungen und Brandszenarien den Tagungsteilnehmern eindrucksvoll vorgestellt. Aber auch die bei vorgehängten Glasfassaden sowie Doppelglasfassaden erforderlichen Befestigungselemente werden hierbei behandelt.


Dr. Konrad Lengauer von der Allianz Elementar Versicherungs-AG. spricht über die zilirechtlich determinierten Schutzziele (insbesondere jene, die sich aus dem Feuerversicherungsvertrag ergeben)
bei Brandschutzkonzepten.

Dipl.-Ing. Udo Jung – TLT Turbo GmbH. stellt die Entrauchung und unterschiedliche Entrauchungsventilatoren am Beispiel eines Hotelkomplexes vor. Im Vortrag wird u.a. auf Schutzziele, die Grundlagen einer mechanischen Entrauchung eingegangen. Aber auch das System der Anlagenkonzeption unter Einbeziehung der DIN 18232-5 und die für Entrauchungsventialtoren notwendigen Einbauhinweise werden behandelt.

Dipl.-Ing. Lutz Eichelberger von der BSH – Luft + Klima Geräte GmbH. behandelt in seinem Vortrag die Druckbelüftungsanlagen, welche zur Erreichung einer Rauchfreiheit von Flucht- und Rettungswegen eingesetzt werden. Für die Anlagenkonzeption gilt es diverse Regelwerke nationaler Art im Form der TRVB S 112 aber auch internationaler Art durch die ÖNORM EN 12101-6. Diese beiden Regelwerke aber auch die entsprechenden physikalischen Grundlagen werden eindrucksvoll nicht zuletzt an Anlagenbeispielen präsentiert.

Dipl.-Ing. Wolfgang Steinkellner, Prüfstelle für Brandschutztechnik des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes GmbH. referiert über die Erfahrung bei der Überprüfung und Instandhaltung von technischen Brandschutzanlagen. Darunter fallen nicht nur Brandmeldeanlagen, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, sondern auch unterschiedlichste Löschanlagen sowie Wandhydranten.

Johann Zimmermann von der Berufsfeuerwehr Innsbruck stellt das Brandschutzkonzept der neuen Hungerburgbahn in Innsbruck vor. Im Vortrag werden auch auf die Besonderheiten hierbei in Form einer Objektfunkanlage nach der TRVB S 159 sowie das vorgesehene elektroakustische Notfallsystem nach der TRVB S 158, welches für die Personenevakuierung notwendig ist, eingegangen.

Die Teilnehmergebühr beträgt pro Veranstaltungstag € 170,-- (zzgl. Ust.).
Bei Buchung beider Tage beträgt die Teilnahmegebühr € 270,-- (zzgl. Ust.).

In der Teilnahmegebühr sind die Kosten für den Tagungsband, Pausengetränke und Pausensnacks
sowie ein Mittagessen enthalten.

Neben den Fachvorträgen wird wieder eine Fachausstellung durchgeführt, die sich zwischenzeitlich zu einer der größten Fachausstellungen im Bereich des Vorbeugenden Brandschutzes entwickelt hat. Es werden ca. 45 Brandschutzfirmen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ihre neuesten Brandschutz-Produkte vorstellen. Zusätzlich werden auch noch ca. 10 öffentliche Institutionen ausstellen
und ihre Aufgabenbereiche allen Interessierten näher bringen.

Die Brandschutz-Fachausstellung 2009 kann an beiden Veranstaltungstagen zwischen 09:00 – 15:00 Uhr kostenlos von allen Interessierten (nicht nur von Tagungsteilnehmern) besucht werden.
Dabei werden auch zahlreiche Brandvorführungen bzw. Brandversuche durchgeführt.


Homepage.:www.fse.at


 

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