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THW

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Bei uns ziemlich unbekannt, in Deutschland eine Bundesbehörde – das Technische Hilfswerk mit seinen charakteristisch blauen Fahrzeugen ist bei unseren nördlichen Nachbarn immer dann im Einsatz, wenn es ums Grobe geht – und das weltweit. (FO 6/2007)
Organisiert sind die blauen Helfer in 8 Landesverbänden mit 66 Geschäftstellen und 668 ehrenamtlichen Ortsverbänden. Über 5.500 Fahrzeuge unterschiedlicher Art und Austattung stehen den rund 80.000 Mitgliedern des THW (zu 99% Freiwillige) zur Verfügung. Man unterscheidet strikt zwischen der Behörden- und der Einsatzstruktur. Die Teilnahme am THW gilt übrigens auch als Wehr- bzw. Zivildienst-Ersatz: 6 Jahre mit einem Mindestaufwand von 120 Stunden muss man tätig sein. Finanziert wird das THW komplett durch den Bund.

Die Basiskomponente des THW ist der Technische Zug, der sich in Zugtrupp sowie 1. und 2. Bergungsgruppe gliedert. Jeder Ortsverband verfügt über diese Basis. Das THW auf Ortsebene kann vom allen Behörden und Einsatzorganisationen angefordert werden, etwa zur Unterstützung mit Material, bei Großschadenslagen und natürlich im Katastrophenfall. Die Bergungsgruppe 1 besteht aus 9 Kräften und ist auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgelegt. Sie ist ausgerüstet mit jeweils einem Gerätekraftwagen 1 (GKW 1) und einem Anhänger mit unterschiedlichem Aufbau. Die Bergungsgruppe 2 verfügt über alternative bzw. leistungsfähigere Ausstattung.

Darüber hinaus übernimmt jeder Ortsverband noch mindestens eine Fachaufgabe. Solche Fachaufgaben sind hinsichtlich Gerät und Ausbildung in 17 Fachgruppen gegliedert. Diese Spezialeinheiten sind selbständige Einheiten innerhalb der Technischen Züge.

Fachgruppen
Der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen beispielsweise stehen bundesweit 95 Pumpen mit einer Leistung von 5.000 l/min sowie 15 Großpumpen mit 15.000 l/min zur Verfügung. Dazu kommen Tauchpumpen mit 2.000 und 3.000 l/min, Flachschläuche, LKW mit Ladebordwand und geländegängige Fahrzeuge (Unimog). Die Fachgruppe Wassergefahren wiederum verfügt über Pontons und Geräte für den Hochwasserschutz.
Die Fachgruppe Ortung ist mit akustischem und optischem Ortungsgerät ausgestattet, die Rettungshunde sind Privat-Hunde mit entsprechender Ausbildung. Diese Fachgruppe wird nicht nur zur Personenrettung angefordert, sie kann auch etwa Leckagen an Versorgungsleitungen orten.
Weitere Fachgruppen gibt es für Räumungen mit schwerem Gerät und Baumaschinen, für Beleuchtung mit leistungfähigen Lichtmastanlagen, für Infrastruktur, Elektroversorgung, Sprengungen, Öleinsätze uvm.

SEEBA
Für Auslandseinsätze gibt es weiters zwei Sondereinheiten, die SEEBA (Schnell-Einsatz-Einheit für Bergungen) und die SEWA (für Trinkwasser-Versorgung).
Am Standort Wesel in Nordrhein-Westfalen befindet sich einer der SEEBA Standorte. Auf dem 35.000 m2 großen Areal findet man ideale Voraussetzungen zur praktischen Ausbildung: Trümmerkegel, halb eingestürzte Häuser und vieles mehr bieten realistische Übungsmöglichkeiten, um für den Einsatz etwa nach Erdbeben zu trainieren.

 

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