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Start Fachwissen Stressverarbeitung Peers beim Wiener Roten Kreuz

Peers beim Wiener Roten Kreuz

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Wien (OTS) - In der Adventzeit sind die Mitarbeiter/innen im Rettungs- und Krankentransport verstärkt auf Wiens Straßen unterwegs,um zu helfen und viele Patient/innen zu versorgen. Oft kommt es in dieser besinnlichen Zeit bei Routine-Einsätzen zu ganz besonderen Begegnungen, die man nicht so schnell vergisst: Begegnungen mit Menschen, die großes Leid oder schwere Krankheiten durchleben müssen gehören oft zum Alltag. Die professionell geschulten Einsatzkräfte sind daran gewöhnt, mit alltäglichen Belastungen ihrer Arbeit umzugehen. Dennoch gibt es Momente, in denen sie für die emotionale Verarbeitung Unterstützung benötigen können.
 
  Damit die berufsspezifischen Belastungen gut aufgefangen werden
können, wurden vor knapp 10 Jahren stresspräventive Maßnahmen
entwickelt. "Das Projekt "SvE Peer" (= Stressverarbeitung nach
besonders belastenden Ereignissen) welches seine Wurzeln in den USA
hat, gibt den Helfern die Möglichkeit, sich mit traumatischen und
besonders emotionalen Situationen im Dienst auseinanderzusetzen und
diese durch ein Gespräch zu verarbeiten. Wir freuen uns sehr, dass
wir nun wieder 9 zusätzliche Kolleg/innen im "Peer-Team" begrüßen
dürfen", sagt der organisatorische Teamleiter Christian Dörner,
selbst langjähriger Mitarbeiter im Rettungsdienst. "Die Peers kommen
aus den eigenen Reihen und wissen, mit welchen Situationen die
Rotkreuz-Kolleg/innen umzugehen haben. Zu Beginn des Projekts war die
Hemmschwelle größer, im Laufe der Jahre hat sich das "Peer-Team" als
wichtiger und fest integrierter Teil des Rettungsdienstes entwickelt.
Professionelle Helfer wissen, wann sie selbst Hilfe und Unterstützung
annehmen sollten."

Die "Peer-Hotline" ist an 365 Tagen direkt und anonym erreichbar.
Jeweils zwei diensthabende Peers sind rund um die Uhr für die
Kolleg/innen verfügbar, auch zu Weihnachten. Zudem steht eine eigene
Website mit vielen Informationen zur Verfügung.

Derzeit gibt es 28 speziell ausgebildete Mitarbeiter/innen im
"Peer-Team" des Rettungsdienstes. Davon sind 17 hauptberufliche und
11 freiwillige Mitarbeiter/innen im Einsatz.

 
www.wrk.at
www.sve.at
 

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