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Was ist TUIS
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Was ist TUIS
Was ist TUIS
TUIS - Transport-, Unfall-, Informations- und Hilfeleistungssystem
Unter den vielen Gütern, die täglich auf Straße, Schiene oder auf Wasserwegen transportiert werden, befinden sich auch Transporte von gefährlichen Gütern. Der Großteil dieser Gefahrguttransporte entfällt auf flüssige Energieträger. Österreich als klassisches Transitland ist um höchste Sicherheitsmaßnahmen bemüht.
Wenn trotz aller Vorsorge dennoch ein Unfall geschieht, bemüht sich die chemische Industrie um qualifizierte und rasche Hilfe. In diesem System bieten 49 Unternehmen aus Österreich ihre Hilfeleistung für rund 600 Stoffe an.
Unter den vielen Gütern, die täglich auf Straße, Schiene oder auf Wasserwegen transportiert werden, befinden sich auch Transporte von gefährlichen Gütern. Der Großteil dieser Gefahrguttransporte entfällt auf flüssige Energieträger. Österreich als klassisches Transitland ist um höchste Sicherheitsmaßnahmen bemüht.
Wenn trotz aller Vorsorge dennoch ein Unfall geschieht, bemüht sich die chemische Industrie um qualifizierte und rasche Hilfe. In diesem System bieten 49 Unternehmen aus Österreich ihre Hilfeleistung für rund 600 Stoffe an.
Was ist TUIS?
Die Abkürzung „TUIS" steht für das Transport - Unfall - Informations- und Hilfeleistungssystem der österreichischen chemischen Industrie. TUIS wurde in Österreich im Jahr 1984 gegründet, heute ist es auch ein Teil des westeuropäischen Hilfeleistungssystems „International Chemical Environment" (ICE).
Das Hilfeleistungspaket von TUIS umfasst:
- Daten über Produkte, deren Transport und deren Entsorgung
- Erfahrungensweitergabe, Unfallverhütung
- Beseitigung sowie Begrenzung von Folgeschäden mit Spezialgeräten
Wie funktioniert TUIS?
Die erste Adresse bei einem Transportunfall bei der Beförderung gefährlicher Güter ist den gesetzlichen Vorschriften nach der Hersteller, Händler oder Empfänger dieser Güter. Um eine sachgerechte Bekämpfung des Schadens vornehmen zu können, benötigen die Einsatzkräfte so rasch und vollständig wie möglich alle wichtigen Informationen über die beförderten Güter. In manchen Fällen sind Hersteller, Händler oder Empfänger jedoch nicht erreichbar.
Tritt eine dieser Situationen ein, wird das TUIS - Abkommen aktiv und die TUIS -Mitgliedsunternehmen geben fachliche Ratschläge oder leisten entsprechend ihrem TUIS - Anbot aktive Hilfe am Unfallort.
Stufe 1: Telefonische Beratung
Als erster Schritt muss der direkte Kontakt zwischen dem Hersteller, Händler oder Warenempfänger und dem Einsatzleiter hergestellt werden.
Die Telefonnummer des Herstellers oder Händlers ist im Unfallmerkblatt, das der Fahrer mit sich führen muss, oder den Begleitpapieren angeführt bzw. kann bei TUIS - Mitgliedsfirmen auch dem TUIS -Verzeichnis entnommen werden. Der Betroffene erteilt den Einsatzkräften in der Folge an Hand der Produktunterlagen die erforderlichen Auskünfte. Ist dieser jedoch nicht erreichbar, kann der Leiter der Einsatzkräfte die nötigen produktspezifischen Informationen und Ratschläge bei den TUIS - Mitgliedsfirmen anfordern.
Stufe 2: Beratung am Unfallort
Die Beratung der Einsatzkräfte am Unfallort ist Aufgabe der Fachkräfte des Herstellers, Händlers oder Warenempfängers. Ist dieser jedoch nicht erreichbar oder zu weit entfernt, springt die nächstgelegene für das Gefahrgut zuständige TUIS - Firma ein und schickt gegebenenfalls ihre Fachleute zum Unfallort.
Stufe 3: Technische Hilfe am Unfallort
Falls nötig, kann der Einsatzleiter auch die Betriebsfeuerwehr eines TUIS -Mitgliedsbetriebs anfordern. Der Kommandant der Betriebsfeuerwehr entscheidet in der Folge über die Entsendung von Einsatzkräften mit Fahrzeugen und Gerät zum Unfallort und berät und unterstützt die örtlichen Einsatzkräfte im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Zusammenarbeit mit der Feuerwehr
Einen wichtigen Schritt für die kontinuierliche Anhebung der Sicherheitsstandards stellt die enge Zusammenarbeit der chemischen Industrie mit der Feuerwehr und den örtlichen Einsatzkräften dar. Um diese Kooperation zu erleichtern wird seit dem 1.1.1999 die europaweite Einführung von Einsatzakten, den sogenannten „Emergency Response Intervention Cards" (ERI-Cards) durchgeführt.
Dabei handelt es sich um ein in ganz Europa verfügbares Informationssystem, das die örtlichen Einsatzkräfte im Falle eines Transportunfalls rasch und unbürokratisch mit allen nötigen Informationen versorgt.
Wer kann die Hilfe von TUIS anfordern?
TUIS kann ausschließlich von Behörden und öffentlichen Diensten, darunter fallen Polizei, Feuerwehr, Bezirkshauptmannschaften sowie die Bundesbahnen, angefordert werden. So soll sichergestellt werden, dass Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten in vollem Umfang gewahrt werden.
Das TUIS – Handbuch der chemischen Industrie in Österreich kann jederzeit in elektronischer Form im pdf-Format unter der Internetadresse www.tuis.at abgerufen werden.
Links: www.tuis.at
zum TUIS – Handbuch: http://home.fcio.at/Admin/Docs/TUISHandbuch2007.pdf