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Fachwissen
Taktik-Einsatz-Wissen
Brandursachenermittlung
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Taktik-Einsatz-Wissen
Brandursachenermittlung
Brandursachenermittlung
Natürlich gehen Menschenrettung und Brandbekämpfung für die Feuerwehr vor, trotzdem sollte bei Einsätzen von den Rahmenbedingen möglichst wenig verändert werden. Für die Kriminalisten gilt grundsätzlich das Motto: Brandort ist Tatort. Wichtig ist natürlich jede Wahrnehmung im Rahmen des Einsatzverlaufes und eventuell auch die Dokumentation von Auffälligen. Dazu gehört auch jede Art von Fotos.
Bei der Brandursachenermittlung gilt der erste Blick einmal den elektrischen Anlagen bzw. dem Sicherungskasten. Die Form und Farbe von Rauch und Flammen geben ebenso Rückschlüsse wie der Zustand der Brandräume (hell-dunkel-Verfärbungen) nach dem Ereignis. Schon während des Brandes versuchen die Beamten möglichst viel zu dokumentieren und zu fotografieren.
Oft geben auch Zugangs- und Sperrverhälnisse Auskunft über ein Verbrechen. Die Ermiitlungen konzentrieren sich dann auf das Bergegut und auf die Einvernahme von Personen, welche bei Brandausbruch vor Ort waren. Eine weitere Hilfe ist natürlich auch der Einsatzbericht der Feuerwehr. Die Feuerwehr ist – gesetzlich und moralisch - verpflichtet den Kollegen von der Exekutive behilflich zu sein
Die Brandkriminologie unterscheidet:
- Eigenbrandstiftung: Der Besitzer verursacht selbst Feuer zur Vernichtung seiner Eigentums.(z.B. Versicherungsbetrug)
- Umfelds- oder Beziehungsbrandstiftung: zwischen Täter und Opfer besteht eine Beziehung (Tatmotiv z.B. Rache)
- Fremdbrandstiftung: es gibt zwischen Täter und Opfer keinen konkreten Bezug
Pyromanie
Unter Prymanie (Pyros = Feuer, Manie = Gier) versteht man krankhafte Legen von Bränden. Mit Rachsucht oder persönlicher Bereicherung hat diese Form des Herbeiführens von Bränden nichts zu tun. Entsprechend Studien des Gerichtmedizinischen Instituts der Universität Salzburg kann Pyromanie folgendermassen definiert werden:
- absichtliches Feuerlegen bei mehr als einer Gelegenheit Oft geben auch Zugangs- und Sperrverhälnisse Auskunft über ein Verbrechen. Die Ermiitlungen konzentrieren sich dann auf das Bergegut und auf die Einvernahme von Personen, welche bei Brandausbruch vor Ort waren. Eine weitere Hilfe ist natürlich auch der Einsatzbericht der Feuerwehr. Die Feuerwehr ist – gesetzlich und moralisch - verpflichtet den Kollegen von der Exekutive behilflich zu sein
Die Brandkriminologie unterscheidet:
- Eigenbrandstiftung: Der Besitzer verursacht selbst Feuer zur Vernichtung seiner Eigentums.(z.B. Versicherungsbetrug)
- Umfelds- oder Beziehungsbrandstiftung: zwischen Täter und Opfer besteht eine Beziehung (Tatmotiv z.B. Rache)
- Fremdbrandstiftung: es gibt zwischen Täter und Opfer keinen konkreten Bezug
Pyromanie
Unter Prymanie (Pyros = Feuer, Manie = Gier) versteht man krankhafte Legen von Bränden. Mit Rachsucht oder persönlicher Bereicherung hat diese Form des Herbeiführens von Bränden nichts zu tun. Entsprechend Studien des Gerichtmedizinischen Instituts der Universität Salzburg kann Pyromanie folgendermassen definiert werden:
- Spannungs- oder Erregungsgefühl vor der Tat
- Faszination, Interesse, Neugier an der Materie Feuer
- Vergnügen beim Feuerlegen und beim späteren Zuschauen oder Beteiligen an den Folgen
Grundsätzlich muß von einer unreifen, psychisch massiv gestörten Persönlichkeit ausgegangen werden.
Brandstifter bei der Feuerwehr
Grundsätzlich ist das freiwillige Feuerwehrmitglied KEIN Pyromane. Unter zehntausenden Mitgliedern gibt es „schwarze Schafe“, genauso wie es stehlende Polizisten oder tötendes medizinisches Personal gibt ...
Grundsätzlich ist das freiwillige Feuerwehrmitglied KEIN Pyromane. Unter zehntausenden Mitgliedern gibt es „schwarze Schafe“, genauso wie es stehlende Polizisten oder tötendes medizinisches Personal gibt ...
Eine Früherkennung ist kaum möglich, nicht jeder, der aus einem problematischen familiären oder sozialen Umfeld kommt, muß gleich ein Serienbrandstifter sein. Nicht jeder engagierte 16-jährige hat kriminelle Energien.
Wichtig ist auf jeden Fall, im Rahmen der Feuerwehrjugend und der Grundausbildung massiv auf die Problemstellung „Brandstiftung“ hinzuweisen und den Jugendlichen auch die Konsequenzen (Gefängnisstrafe, Schadenswiedergutmachung, Ausschluß aus der Feuerwehr, soziale Ächtung,..) aufmerksam zu machen. Der Einsatzstatistik „aufzufetten“, nur weil es „fad“ ist, ist kein Kavaliersdelikt. Immerhin geht es auch um den Ruf der gesamten Organisation. Weiters kann man darauf hinweisen, daß die Aufklärungsquote emminent hoch ist ...
Wenn es schon zu spät ist, hat es keinen Sinn mehr, den Betroffenen schützen zu wollen, wer bei besonderen Vorkommnissen nicht hinter dem Berg hät, ist sicher kein „Vernaderer“.
Wenn es schon zu spät ist, hat es keinen Sinn mehr, den Betroffenen schützen zu wollen, wer bei besonderen Vorkommnissen nicht hinter dem Berg hät, ist sicher kein „Vernaderer“.
Checkliste für die Feuerwehr
- Anzeigeerstattung bzw. Alarmierung der Feuerwehr (Kommunikationsmittel)
- Ausbreitung des Brandes
- Form und Farbe von Flammen und Rauch
- Personen, auffälliges Verhalten
- Zugänglichkeiten des Brandobjektes bzw. Sperrverhältnis
- Sicherstellung von Bergegut
- Stromversorgung und elektrische Analgen, Sicherungskasten
- Heizung, offene Feuerstellen
- Feuerwehreinsatz
- Informationen entsprechend Einsatzsofortmeldung oder Brandeinsatzbericht, Dokumentiert gehört auch die spätere Brandwache.
Brandobjekt
- Bauzustand
- Geplante um oder Zubauten
- Bau- oder Benützungsbewilligungen