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Fachwissen
Taktik-Einsatz-Wissen
Verkehrsunfall - KFZ-Antriebssysteme
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Verkehrsunfall - KFZ-Antriebssysteme
Verkehrsunfall - KFZ-Antriebssysteme
Neben Benzin und Diesel werden heute Gasbetrieb, Wasserstoffantrieb oder Hybrid-Fahrzeuge immer häufiger.
Benzin und Diesel
Generell ist in der Gegenwart bei einem Unfall von einem kohlenwasserstoffbetrieben Fahrzeug auszugehen, alle anderen Varianten sind auf Österreichs Straßen relativ selten. Gerade auf diesem Sektor ist aber in den nächsten Jahren mit Änderungen zu rechnen. Grundsätzlich ist die Chance eines Fahrzeugbrandes bei benzinbetrieben Autos durch den geringeren Flammpunkt weitaus höher als bei Diesel-Motoren.
Heikle Situation ergeben sich bei seitlich liegenden Fahrzeugen, wenn sich der Kraftstoff an heißen Teilen entzündet. Zu beachten ist bei gebundenem Diesel die durch den Dochteffekt gegebene Entzündungsgefahr bei normalen Temperaturen.
Das Abstellen von Motoren kann besonders beim Diesel problematisch werden: als Selbstzünder kann er – je nach Typ – auch nach Abschalten der Zündung oder der Unterbrechung der Stromzufuhr weiterlaufen. Die Einstellung der Einspritzpumpe sollte zum Erfolg führen, viele Fahrzeuge sind heute außerdem mit Crash Sensoren ausgerüstet, die den Motor automatisch abriegeln.
Achtung: Arbeiten im Motorraum bei laufendem Motor kann lebensgefährlich sein (Ventilator)
Gasbetrieb
Grundsätzlich können Autos heute mit Erd- oder Flüssiggas betrieben werden.
Neben dem unterschiedlichen Treibstoff (Methan bzw. Propan oder Butan) liegt einer der Hauptunterschiede im Behälterdruck. Erdgas-Fahrzeuge haben Speicherflaschen mit Druck bis zu 200 bar eingebaut, Flüssiggas-Motoren werden lediglich mit einem Betriebsdruck von 20 bar angespeist. Beide Varianten sind mit unterschiedlichen Armaturen ausgestattet.
Bei einem Flüssiggasaustritt ohne Brand ist grundsätzlich auf einen großen Sicherheitsabstand (etwa 30 Meter) zu achten, alle Zündquellen sind fern zu halten, auch muss vor Erfrierungen gewarnt werden. Flüssiggas ist außerdem schwerer als Luft („Schwergas welches sich wie Flüssigkeit verhält) und sammelt sich in Kellern oder Schächten. Bei Brand droht eine Explosion bzw. ein Bersten der Behälter.
Wasserstoffantrieb
Derartige Fahrzeuge – möglicherweise die Revolution im Automobilbau überhaupt – sind noch nicht in Serie erhältlich. Wasserstoff muss jedenfalls – unter Druck oder verflüssigt – gespeichert werden. Eine andere Möglichkeit wären Fahrzeuge mit Brennstoffzellen, welche aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie erzeugen.
Hybrid-Fahrzeuge
Solche Fahrzeugtypen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie über zwei Energiequellen zum Antrieb verfügen. Verschiedene Varianten sind dabei denkbar. Als oft zitiertess Beispiel möge hier der Toyota Prius dienen, dessen Hybrid.Antrieb auf der Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotor basiert. Eine leistungsfähige Nickel-Metallhydrid-Batterie lagert im Kofferraum, die beiden Motoren sind im vorderen Motorraum angeordnet. Der Verbennungsmotor treibt die Vorderräder und lädt die Batterie, diese wird auch durch freiwerdende Energien, z.B. beim Bremsen, geladen. Ein „Anstecken“ an das Stromnetz ist nicht erforderlich.
Der Elektromotor unterstützt seinen „Kollegen“ beim Starten oder bei Beschleunigung.
Für Einsatzkräfte ergeben sich folgende Gefahrensituationen:
- zwei elektrische Systeme (der E-Motor arbeit mit 300V, die Batterie hat eine Stromstärke von 77 Ampere). Grundsätzlich sind alle Komponenten des elektrischen Systems sehr gut abgesichert, trotzdem gilt es die hohe Spannung der orangen Kabelführungen im Schadensfall zu beachten. Für Einsatzkräfte ist grundsätzlich der jeweilige Status des Motors (welche Antriebsform) nicht erkennbar, das Fahrzeug muss vollständig mit Keilen gesichert werden.
Quellen und Literatur:
Kuratorium für Verkehrssicherheit www.kfv.at (Statistik)
Südmersen-Cimolino-Heck-Springer-Taylor, Technische Hilfeleistung bei PKW-Unfällen, ecomed, 2002
Das Abstellen von Motoren kann besonders beim Diesel problematisch werden: als Selbstzünder kann er – je nach Typ – auch nach Abschalten der Zündung oder der Unterbrechung der Stromzufuhr weiterlaufen. Die Einstellung der Einspritzpumpe sollte zum Erfolg führen, viele Fahrzeuge sind heute außerdem mit Crash Sensoren ausgerüstet, die den Motor automatisch abriegeln.
Achtung: Arbeiten im Motorraum bei laufendem Motor kann lebensgefährlich sein (Ventilator)
Gasbetrieb
Grundsätzlich können Autos heute mit Erd- oder Flüssiggas betrieben werden.
Neben dem unterschiedlichen Treibstoff (Methan bzw. Propan oder Butan) liegt einer der Hauptunterschiede im Behälterdruck. Erdgas-Fahrzeuge haben Speicherflaschen mit Druck bis zu 200 bar eingebaut, Flüssiggas-Motoren werden lediglich mit einem Betriebsdruck von 20 bar angespeist. Beide Varianten sind mit unterschiedlichen Armaturen ausgestattet.
Bei einem Flüssiggasaustritt ohne Brand ist grundsätzlich auf einen großen Sicherheitsabstand (etwa 30 Meter) zu achten, alle Zündquellen sind fern zu halten, auch muss vor Erfrierungen gewarnt werden. Flüssiggas ist außerdem schwerer als Luft („Schwergas welches sich wie Flüssigkeit verhält) und sammelt sich in Kellern oder Schächten. Bei Brand droht eine Explosion bzw. ein Bersten der Behälter.
Wasserstoffantrieb
Derartige Fahrzeuge – möglicherweise die Revolution im Automobilbau überhaupt – sind noch nicht in Serie erhältlich. Wasserstoff muss jedenfalls – unter Druck oder verflüssigt – gespeichert werden. Eine andere Möglichkeit wären Fahrzeuge mit Brennstoffzellen, welche aus Wasserstoff und Sauerstoff elektrische Energie erzeugen.
Hybrid-Fahrzeuge
Solche Fahrzeugtypen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie über zwei Energiequellen zum Antrieb verfügen. Verschiedene Varianten sind dabei denkbar. Als oft zitiertess Beispiel möge hier der Toyota Prius dienen, dessen Hybrid.Antrieb auf der Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotor basiert. Eine leistungsfähige Nickel-Metallhydrid-Batterie lagert im Kofferraum, die beiden Motoren sind im vorderen Motorraum angeordnet. Der Verbennungsmotor treibt die Vorderräder und lädt die Batterie, diese wird auch durch freiwerdende Energien, z.B. beim Bremsen, geladen. Ein „Anstecken“ an das Stromnetz ist nicht erforderlich.
Der Elektromotor unterstützt seinen „Kollegen“ beim Starten oder bei Beschleunigung.
Für Einsatzkräfte ergeben sich folgende Gefahrensituationen:
- zwei elektrische Systeme (der E-Motor arbeit mit 300V, die Batterie hat eine Stromstärke von 77 Ampere). Grundsätzlich sind alle Komponenten des elektrischen Systems sehr gut abgesichert, trotzdem gilt es die hohe Spannung der orangen Kabelführungen im Schadensfall zu beachten. Für Einsatzkräfte ist grundsätzlich der jeweilige Status des Motors (welche Antriebsform) nicht erkennbar, das Fahrzeug muss vollständig mit Keilen gesichert werden.
Quellen und Literatur:
Kuratorium für Verkehrssicherheit www.kfv.at (Statistik)
Südmersen-Cimolino-Heck-Springer-Taylor, Technische Hilfeleistung bei PKW-Unfällen, ecomed, 2002