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Fachwissen
Taktik-Einsatz-Wissen
Strahlrohr - Schlüssel zum Erfolg
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Strahlrohr - Schlüssel zum Erfolg
Strahlrohr - Schlüssel zum Erfolg
95 % aller Brände werden ausschließlich mit Wasser gelöscht, bei vielen Interventionen reichen einige Liter aus der Kübelspritze. Neben der Ausbildung muss auch die Ausrüstung abgestimmt sein.
Am Schluss einer „Löschkette“ im Einsatz befindet sich das Strahlrohr, dessen „Schlüsselposition“ unterschätzt wird: Es kann wesentlich zu einem raschen Einsatzerfolg beitragen und letztendlich auch die Sicherheit der Bedienungsmannschaft gewährleisten.
Der Vollstrahl bietet Arbeitsmöglichkeit auf sichere Entfernung, wobei die hohe freiwerdende kinetische Energie z.B. beim Löschen von Glutnestern vorteilhaft ist. Im Innenangriff ist der Vollstrahl üblicherweise nicht sinnvoll.
Der Sprühstrahl sorgt für eine Vielzahl kleinster Wasserströpfchen, welche in hohem Maße Wärme binden und für einen raschen Löscherfolg sorgen. Mit Sprühstrahl werden im Innenangriff Rauchgase gekühlt und damit das Risiko eines Flash overs minimiert, außerdem eignet der Sprühstrahl sich auch für die Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden. Breit gefächerter Sprühstrahl und kleine Tröpfchengrößen beschleunigen den Löscherfolg.Feinste Wassertröpfchen bieten als „Schutzschild“ den Einsatzkräften auch Sicherheit vor Strahlungshitze.
Die österreichischen Löschfahrzeuge sind standardmäßig mit drei bis sieben Strahlrohren ausgerüstet: Die „HD-Pistole“ und das absperrbare Mehrzweckstrahlrohr sind üblich und allgemein bekannt. Seit einigen Jahren steht als Alternative das Hohlstrahlrohr zur Disposition. Nie gehört? Jeder hat schon ein solches in der Hand gehabt, denn das allgemein bekannte Hochdruckpistolenstrahlrohr basiert auch auf dem Hohlstrahlprinzip.
Mehrzweckstrahlrohr
Das Mehrzweckstrahlrohr bietet die Einstellungen Vollstrahl – Sperre – Sprühstrahl, wobei Zwischenstufen nicht gegeben sind und gerade beim Sprühstrahl, der im Innenangriff für eine optimale Wärmebindung benötigt wird, keine Abstimmung auf die realen Gegebenheiten möglich ist. Während das Vollstrahlrohr aus früheren Zeiten nur aus einem konischen Rohr ohne jede Umlenkungsmöglichkeit des Wassers bestand, verfügt das Mehrzweckstrahlrohr über einen Drallkörper, welcher entweder als Gleichrichter beim Vollstrahl oder zur Rotation des Wassers beim Sprühstrahl dient. Die Durchflussmenge kann nur durch das Abschrauben des Mundstückes reguliert werden.
Alternativen
Grundsätzlich soll ein Strahlrohr verwendet werden, welches maximale Löschwirkung bei minimalem Wasserverbrauch und effektivem Löschmitteleinsatz möglich macht.
Das Hohlstrahlrohr (dessen Vorgänger bereits um 1900 verwendet wurden) ermöglicht einerseits eine genau variierte Dosierung der Durchflussmenge und andererseits eine detaillierte Wahl des Strahlbildes.
Wichtig erscheint die genaue Schulung auf die unterschiedlichen Situationen im Innenangriff: Rauchgaskühlverfahren, Brandbekämpfung und Abschirmung.
Technik
Bei Hohlstrahlrohren (Ringstrahldüsen) befinden sich Störkörper in der Mitte des Wasserstromes, welche einen „hohlen Strahl“ ergeben. Die Durchflussmenge wird ein Ventil verwendet, Zahnkränze zerteilen den Wasserstrahl und/oder erzeugen kleine Tröpfchen., wobei verschiedene Techniken angewandt werden, welche keinen Einfluss auf die Wirkungsweise haben.
Hohlstrahlrohre, wie sie von mehreren Anbietern verkauft werden, sind aus hochwertigen Werkstoffen gefertigt und sind einfach zu bedienen. Die Grundfunktionen werden durch den „Auf/Zu-Bügel raschest ausgeführt, das Sprühbild und die Regelung der gewünschten Wassermenge regelt der Rohrführer mittels Einstellringen. Ein Handgriff ermöglicht auch länger andauernde Arbeiten mit dem Gerät.
Stützkrümmer und Schaumaufsätze machen aus dem Hohlstrahlrohr eine äußerst universelles Gerät Das ProJet-Rohr von Rosenbauer bietet sogar die Möglichkeit der Kombination Vollstrahl und Sprühstrahl bzw. Sprühstrahl und Mannschutzbrause.
Durchflussmengen sind bei (C-)Hohlstrahlrohren zwischen 19 und 790 Litern möglich, wobei natürlich ab 250 Liter Durchfluss viel Übung der Bedienungsmannschaft bzw. die Verwendung eines Stützkrümmers erforderlich ist.
Wurfweiten von 39 Metern bis 57 Metern sind möglich. Durchschnittlich 20 bis 25 cm lang ist das Strahlrohr, das Gewicht liegt zwischen 1,5 bis 3,2 Kilogramm.
Aussicht
Derzeit laufen in Zuge der Erstellung der neuen KLF-Ausbildungsvorschrift bereits Erprobungen bei welcher Durchflussmenge ein Hohlstrahlrohr von nur einem Mann geführt werden kann (2. Rohr bei einem mit sechs Mann besetzten KLF möglich).
Somit stellt sich die Frage wieweit sich ein Mehrzweckstrahlrohr für einen Innenangriff eignet ist, da der mögliche Sprühstrahl für das Kühlen des Rauches nicht ausreichend sein wird und der Wasserschaden nur bedingt beherrschbar ist.
Das Hohlstrahlrohr wird zukünftig das Mehrzweckstrahlrohr Schritt für Schritt ablösen, weil es einfach mehr Möglichkeiten für eine effiziente Brandbekämpfung bietet. Das Fehlen einer Hochdruckpumpe wie z.B. beim KLF-W, wird durch die Möglichkeiten die ein Hohlstrahlrohr bietet, sicher wett gemacht.
Hohlstrahlrohre, wie sie von mehreren Anbietern verkauft werden, sind aus hochwertigen Werkstoffen gefertigt und sind einfach zu bedienen. Die Grundfunktionen werden durch den „Auf/Zu-Bügel raschest ausgeführt, das Sprühbild und die Regelung der gewünschten Wassermenge regelt der Rohrführer mittels Einstellringen. Ein Handgriff ermöglicht auch länger andauernde Arbeiten mit dem Gerät.
Stützkrümmer und Schaumaufsätze machen aus dem Hohlstrahlrohr eine äußerst universelles Gerät Das ProJet-Rohr von Rosenbauer bietet sogar die Möglichkeit der Kombination Vollstrahl und Sprühstrahl bzw. Sprühstrahl und Mannschutzbrause.
Durchflussmengen sind bei (C-)Hohlstrahlrohren zwischen 19 und 790 Litern möglich, wobei natürlich ab 250 Liter Durchfluss viel Übung der Bedienungsmannschaft bzw. die Verwendung eines Stützkrümmers erforderlich ist.
Wurfweiten von 39 Metern bis 57 Metern sind möglich. Durchschnittlich 20 bis 25 cm lang ist das Strahlrohr, das Gewicht liegt zwischen 1,5 bis 3,2 Kilogramm.
Aussicht
Derzeit laufen in Zuge der Erstellung der neuen KLF-Ausbildungsvorschrift bereits Erprobungen bei welcher Durchflussmenge ein Hohlstrahlrohr von nur einem Mann geführt werden kann (2. Rohr bei einem mit sechs Mann besetzten KLF möglich).
Somit stellt sich die Frage wieweit sich ein Mehrzweckstrahlrohr für einen Innenangriff eignet ist, da der mögliche Sprühstrahl für das Kühlen des Rauches nicht ausreichend sein wird und der Wasserschaden nur bedingt beherrschbar ist.
Das Hohlstrahlrohr wird zukünftig das Mehrzweckstrahlrohr Schritt für Schritt ablösen, weil es einfach mehr Möglichkeiten für eine effiziente Brandbekämpfung bietet. Das Fehlen einer Hochdruckpumpe wie z.B. beim KLF-W, wird durch die Möglichkeiten die ein Hohlstrahlrohr bietet, sicher wett gemacht.