• Mediadaten
  • Team
  • Kontakt
  • AGBs
  • Impressum
  • Sitemap

Das unabhängige Fachmagazin

Hauptmenü
  • Startseite
  • Abo-Service
  • Aktuelles
  • Einsätze
    • Brandeinsätze
    • Rettungseinsätze
  • Aus den Feuerwehren
    • Fire Teens
    • biete/suche
    • Ausbildung
  • Downloads
  • FO-Academy
  • Feuerwehren im Blick
  • Suche
  • Der neue Blog
Objektiv Medien Service
  • Folder/Festschrift/Video
  • Projekte/Referenzen
Anmeldung



  • Passwort vergessen?
  • Benutzername vergessen?
  • Registrieren
Webshop
Ecomed Fachverlag Kohlhammer Fachbücher Strahlenschutz-Broschüre Gefahrgut-Helfer Edition FO

Zeige alle Produkte


Erweiterte Suche
Warenkorb zeigen
Ihr Warenkorb ist derzeit leer.
Start Fachwissen Taktik-Einsatz-Wissen Risiko Atemschutzeinsatz

Risiko Atemschutzeinsatz

PDF  | | Drucken | |  E-Mail
Tragische Unfälle im In- und Ausland zeigen, dass oft Routinefehler oder die Fehleinschätzung der Situation für Unfälle im Atemschutzeinsatz verantwortlich waren.

1996 etwa starb in Köln ein Feuerwehrmann bei einem Kellerbrand. Bei extremer Verrauchung ging ein 3-er Trupp der Berufsfeuerwehr Köln mit Hochdruck-Schnellangriff vor. Der formstabile Schlauch verdrallte sich, der Trupp trat den Rückzug an und ging mit einem C-Rohr erneut vor. Erst als der Restdruckwarner eines Truppmannes ansprang zog sich der Trupp erneut zurück. Dabei verlor der Truppmann die Rettungsleine, die sich in den Windungen der Angriffsleitung verfing, der Mann hing fest. Messer wurden nicht mitgeführt, das Feuerwehrbeil befand sich als Keil unter einer Türe. Die Befreiung durch seine Kameraden misslang, die Luft ging aus. Aufgrund von Kommunikationsproblemen musste der Truppführer alleine zurückgehen um den Rettungstrupp zu verständigen. Der Verunfallte wurde erst 45 Minuten nach Einsatzbeginn ins Freie gebracht, die Reanimation war erfolglos.

Taktik: Die Sicherheit im AS-Einsatz beginnt bereits bei der Abwägung, inwieweit der Einsatzerfolg durch Innenangriff im Verhältnis zu den damit verbundenen Gefahren verbessert werden kann, Der Druck, der dabei auf einem Einsatzleiter lastet, ist nicht zu unterschätzen: In kürzester Zeit muss er abschätzen, ob ein Innenangriff wirklich angezeigt und aufgrund der Gefahrensituation zu befürworten ist.

Schutzkleidung: Unerlässlich für einen sicheren AS-Einsatz ist weiters die entsprechende Schutzkleidung. Die Auswirkungen unvorhergesehener Ereignisse (Stichflammen, Flash-Over, herabstürzende Teile etc.) können dadurch abgemildert werden. Verbrennungen und Verletzungen aufgrund mangelhafter persönlicher Schutzausrüstung sind nicht zu verantworten.

Technik: Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung der Wartung und korrekten Handhabung der Geräte. Als Atemschutz-Wart muss man sich der Verantwortung seiner Aufgabe bewusst sein: Im Falle eines Unfalles werden die Prüfprotokolle eingezogen – bei nicht vorschriftsmäßiger Wartung hat das für den Verantwortliche sicherlich strafrechtliche Konsequenzen.

Training:
Die richtige Handhabung der Geräte erreicht man nur durch regelmäßige Übungen. Immer wieder kommt es zu Beinahe-Unfällen mit schlecht sitzenden Masken oder nicht aufgedrehten Flaschen. Je größer der Automatisationsgrad bei der grundsätzlichen Handhabung ist, desto eher vermeidet man Fehler in Stresssituationen.

Ein gewisses nichtkalkulierbares Risiko wird bei Bränden und im Atemschutz-Einsatz immer vorhanden sein. Realistische Ausbildung – unter anderem mit Echtfeuern, Flash-Over-Container und Brandsimulationsanlagen – bei der man das Erkennen von Gefahren und das richtige Reagieren übt, minimiert aber zumindest das Risiko von Fehlverhalten. Umsicht, die richtige Taktik und korrekte Ausrüstung halten zusätzlich die Auswirkungen unvorhergesehener Ereignisse möglichst gering.
Grundsatz Sicherheit:  Grundsätzlich wird nur im Trupp vorgegangen, alleiniges Vorgehen ist auch bei Menschenrettungen nicht Ziel Führend, zu groß sind die Risiken. Die körperliche Belastung bei Atemschutzeinsätzen ist nicht zu unterschätzen. Kreislaufprobleme, Erschöpfung oder Orientierungsverlust eines einzelnen bedingen den sofortigen Rückzug des gesamten Trupps.

Dokumentation: Sicherheitsmaßnahmen wie Einsatzdokumentation von außen, Funkkontakt, Rückzugsicherung, Totmannwarner und bereitstehender Rettungstrupp gehören heute bei jedem AS-Einsatz dazu. Wie wichtig sie sind, zeigte ein Unfall im Jänner 2002 in Vorarlberg: Der Strahlrohrführer eines AS-Trupps wurde durch Teile einer brennenden, einstürzenden Decke eingeschlossen. Nach 16 Minuten wurde der Mann von seinen Kameraden befreit – sein Luftvorrat war zu diesem Zeitpunkt bereits erschöpft, trotz Schutzkleidung erlitt er noch Verbrennungen zweiten und dritten Grades – unter anderem auch aufgrund einer verrutschten Flammschutzhaube. Der Mann war nicht mit Totmannwarner ausgestattet – seine rasche Auffindung verdankt er der Tatsache, dass er das Strahlrohr auch nach dem Einsturz noch in Händen hielt. Bei wenig oder gar keiner Sicht und vor allem bei Menschenrettung erleichtern Wärmebildkameras das Vorgehen.
 
Luftreserven: Ein häufiges Problem bei Atemschutz-Unfällen ist die Erschöpfung des Luftvorrates. Regelmäßige Druckkontrollen und der rechtzeitige Rückzug (Rückmarschdruck = doppelter Vormarschdruck) sind ein Muss. Ein versperrter Ausmarschweg kann jedoch zur tödlichen Falle werden.

Interessante Seite: www.atemschutzunfaelle.de
 

Copyright © 2010 www.feuerwehrobjektiv.at