Zeige alle Produkte |
|
|
Erweiterte Suche |
|
| Warenkorb zeigen | |
|
Ihr Warenkorb ist derzeit leer.
|
Fachwissen
Übung und Ausbildung
Deutschkreutz: Wenn die Luft dünn wird
Deutschkreutz: Wenn die Luft dünn wird
B/Großübung: Mit hochgiftigem Methanol waren knapp 200 Feuerwehrleute aus dem Bezirk Oberpullendorf, Eisenstadt und Ungarn am Samstag beschäftigt. Dieses lief nämlich aus einem undichten Kesselwagon der ÖBB am Bahnhofsgelände von Deutschkreutz aus. Dieses mal wurde das Methanol jedoch durch ungefährliches Wasser ersetzt, denn rund 200 Feuerwehrleute legten am Karsamstag einen intensiven Übungstag ein.
Personenzug und Güterzug zusammengekracht
Ein Personenzug und ein Güterzug krachen im Bahnhofsbereich von Deutschkreutz ineinander - so das Übungsszenario. Dabei werden mehrere Personen verletzt und ein Wagen des Güterzuges, jener mit 37.500 Liter hochgiftigem Methanol an Bord, wird beim Zusammenstoß leck. Die 12 eingesetzten Feuerwehren mussten daraufhin im Stationsbetrieb Personen aus dem Gefahrenbereich des hochgiftigen Methanols bringen und dann das Methanol auffangen bzw. das Leck im Kesselwagon abdichten. Anschließend übten die Florianijünger gemeinsam mit dem Roten Kreuz die Rettung von eingeklemmten und verletzten Personen aus einem verkeilten Personenwagon. Beides keine unrealistischen Szenarien, wusste auch der Gefahrengutbeauftragte der ÖBB Johann Loger zu bestätigen: „Den letzten großen Zwischenfall gab es im Jahr 2003 im Himberg, als ein mit Methanol beladener Wagen in Brand geriet.“ Er unterstrich in seiner Einschulung für die Feuerwehren: „Wichtig ist auf alle Fälle, sollte es zu einem Zwischenfall kommen, die auslaufenden giftigen Stoffe möglichst rasch aufzufangen und zu verhindern, dass diese ins Kanalsystem gelangen.“
Übung zusammen mit Sopron (Ungarn)
Eine Besonderheit dieser nicht alltäglichen Übung war außerdem die intensive Zusammenarbeit von österreichischen und ungarischen Feuerwehrmännern. „Übungen im Umfeld von gefährlichen Stoffen können wir in Ungarn nur selten üben, außerdem ist die Hand-in-Hand Zusammenarbeit mit den österreichischen Kameraden wichtig“, so Laszlo Varga, Gruppenkommandant bei der Stadtfeuerwehr Sopron. Gemeinsam mit dem Gefahrengutspezialisten der Freiwilligen Feuerwehr Eisenstadt konnte die Feuerwehr Sopron rasch die Personen aus dem Gefahrenbereich des Methanol retten und die Lecks am Übungswagon abdichten.
Personen aus verunfallten Wagon mussten gerettet werden
Bei der zweiten Übungsstation mussten aus einem verunfallten Eisenbahnwagen mehrere verletzte Personen gerettet werden. Die Rettung der Personen führten die Feuerwehren durch die Fenster der Wagons durch. Teilweise kamen dabei auch Schere, Spreizer und Trennschleifer zum Einsatz, um die Verletzten gefahrenlos aus dem Wagen zu befreien.
12 Feuerwehren bei Übung eingesetzt
Beim Übungstag der Feuerwehren des Bezirkes Oberpullendorf kamen insgesamt 12 Feuerwehren sowie das Rote Kreuz und die Rettungshundestaffel zum Einsatz. Gestaffelt stellten sich die Feuerwehren Neckenmarkt, Deutschkreutz, Oberpullendorf, Girm, Markt St. Martin, Weppersdorf, Horitschon, Eisenstadt, Sopron und Unterpullendorf den schwierigen Aufgaben.
Übungsleitung mit Übung sehr zufrieden
„Es konnten heute zahlreiche sehr wertvolle Erkenntnisse im Zusammenhang mit gefährlichen Stoffen aber auch was die Arbeit an verunfallten Eisenbahnwagons betrifft, gewonnen werden,“ war Übungsleiter und Bezirksfeuerwehrkommandantstellvertreter BR Martin Reidl mit der Übung zufrieden. Und auch Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Mag. Rudolf Ferscha unterstrich: „Es war eine durchaus gelungene Übung mit absolutem Realitätsbezug.“