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Fachwissen
Übung und Ausbildung
Abschnittsübung Unteres Gailtal
Fachwissen
Übung und Ausbildung
Abschnittsübung Unteres Gailtal
Abschnittsübung Unteres Gailtal
„Wirtschaftsgebäudebrand in Dragantschach bei der Familie Moritsch vulgo Popst“ so lautete die Einsatzmeldung bei der stillen Alarmierung zur Abschnittsübung Unteres Gailtal durch die BAWZ Hermagor am 29. September 2007. Die örtlich zuständige Feuerwehr St. Paul im Gailtal traf als Erstes am Einsatzort ein. Die Erkundung durch den Einsatzleiter OBI Klaus Tschabuschnig ergab, dass im Stadelbereich des Wirtschaftsgebäudes ein Brand mit starker Rauchentwicklung ausgebrochen ist. Außerdem wurden vier Personen vermisst, welche sich vor Ausbrechen den Brandes im Stadel befanden.Erstmaßnahmen
Sofort wurde ein Atemschutztrupp zur Menschensuche und -rettung in den Stadel geschickt. Eine Ausbreitung des Brandes auf das Neben- und Wohngebäude sollte durch den Einsatz von B-Rohren verhindert werden. Es folgte die Nachalarmierung von weiteren Einsatzkräften der Feuerwehr für zusätzliche Atemschutztrupps und zum Aufbau von Zubringleitungen. Rettung und Notarzt wurden angefordert, um die verletzten Personen zu Versorgen und um als Bereitschaft auch bei Einsatzunfällen eine schnelle Hilfe garantieren zu können. In weiterer Folge wurde der Einsatz in mehrere Abschnitte mit eigenen Abschnittseinsatzleitern unterteilt, um die Übersicht zu bewahren. Lotsen sicherten das rasche Auffinden des jeweiligen Einsatzortes durch die verschiedenen Feuerwehren.
Atemschutzeinsatz

Die Suche nach den vermissten Personen im Stadelinneren gestaltete sich schwierig. Durch die starke Verrauchung war die Sicht stellenweise gleich Null. Viele Landwirtschaftliche Geräte versperrten Durchgänge und mussten Überwunden werden. Haufenweise Holz und gestapelte Strohballen behinderten die Such- und Rettungsaktion. Trotz Hilferufe der Opfer waren diese nur schwer ausfindig zu machen. Schließlich wurde eine Person gefunden, welche unter einem Gerät eingeklemmt und verletzt war. Zwei weitere suchten zusammengekauert Schutz hinter Strohballen und Holz und wurden von den Atemschutztrupps ins freie geleitet. Eine Person stürzte, wahrscheinlich wegen der schlechten Sicht durch den Brandrauch, durch eine Öffnung ca. drei Meter tief ins Stroh. Sie wurde mittels Leiter geborgen und in Sicherheit gebracht. Als der bergende Atemschutzträger auf die Leiter stieg, brach diese. Er stürzte und verletzte sich. Zwei Atemschutztrupps begannen daraufhin sofort mit dessen Bergung mittels Gurtzeug und Flaschenzug.
Zubringleitungen
Die Errichtung der Zubringleitungen stellte ebenfalls eine große Herausforderung dar. Eine führte ins ca. ein Kilometer entfernte Karnitzen, wo aus einem großen Wasserbehälter gefasst wurde. Die Zweite erstreckte sich ca. zwei Kilometer von der Gail bis zum Einsatzort. Dafür mussten etwa 150 Höhenmeter überwunden werden. Für das Verlegen der Schlauchleitungen wurden zwölf Feuerwehren benötigt.
Übungsnachbesprechung
Die Übung war in mehreren Bereichen eine Herausforderung. Einerseits der umfangreiche Atemschutzeinsatz, der durch den „Unfall“ eines Kameraden eine interessante Eigendynamik erhielt. Es musste dabei eine Tiefenbergung unter Atemschutz durchgeführt werden. Die Verwendung von mehreren Nebelgeräten machte die Übung um Einiges realistischer. Andererseits durch die Verlegung der Zubringleitungen über erwähnte Wegstrecke und Höhe.
Fehler und Mängel sowie Verbesserungsvorschläge wurden bei einer Kommandantenbesprechung diskutiert. Bei der Übungsnachbesprechung wurde auf die Einsätze in Kärnten der letzten Tage eingegangen und angemerkt, dass so etwas jeder Zeit auch im Bezirk Hermagor passieren könnte. Aus diesem Grund sind Übungen jeglicher Art sehr wichtig. Für die erbrachten Leistungen dankten AFK ABI Erich Hofer, BFK OBR Ing. Rudolf Robin und Bgm. Hans Ferlitsch, welcher anschließend auf einen Imbiss einlud.
Eingesetzte Kräfte
Feuerwehren: St. Paul im Gailtal, St. Stefan im Gailtal, Tratten, Matschiedl, Köstendorf, Vorderberg, Förolach, Hermagor, Görtschach, Egg, Mellweg/Kreuth, Dellach/Hermagor, Möschach, Radnig, Kühweg, Mitschig, St. Lorenzen im Gitschtal
Mit insgesamt ca. 150 Mann/Frau
BFK OBR Ing. Rudolf Robin
AFK ABI Erich Hofer
AFK-Stv. HBI Herbert Zimmermann
GFK OBI Karl Pfeifer
Bürgermeister Hans Ferlitsch
ÖA-Team BFKdo Hermagor – FM Florian Jost
Sofort wurde ein Atemschutztrupp zur Menschensuche und -rettung in den Stadel geschickt. Eine Ausbreitung des Brandes auf das Neben- und Wohngebäude sollte durch den Einsatz von B-Rohren verhindert werden. Es folgte die Nachalarmierung von weiteren Einsatzkräften der Feuerwehr für zusätzliche Atemschutztrupps und zum Aufbau von Zubringleitungen. Rettung und Notarzt wurden angefordert, um die verletzten Personen zu Versorgen und um als Bereitschaft auch bei Einsatzunfällen eine schnelle Hilfe garantieren zu können. In weiterer Folge wurde der Einsatz in mehrere Abschnitte mit eigenen Abschnittseinsatzleitern unterteilt, um die Übersicht zu bewahren. Lotsen sicherten das rasche Auffinden des jeweiligen Einsatzortes durch die verschiedenen Feuerwehren.
Atemschutzeinsatz
Die Suche nach den vermissten Personen im Stadelinneren gestaltete sich schwierig. Durch die starke Verrauchung war die Sicht stellenweise gleich Null. Viele Landwirtschaftliche Geräte versperrten Durchgänge und mussten Überwunden werden. Haufenweise Holz und gestapelte Strohballen behinderten die Such- und Rettungsaktion. Trotz Hilferufe der Opfer waren diese nur schwer ausfindig zu machen. Schließlich wurde eine Person gefunden, welche unter einem Gerät eingeklemmt und verletzt war. Zwei weitere suchten zusammengekauert Schutz hinter Strohballen und Holz und wurden von den Atemschutztrupps ins freie geleitet. Eine Person stürzte, wahrscheinlich wegen der schlechten Sicht durch den Brandrauch, durch eine Öffnung ca. drei Meter tief ins Stroh. Sie wurde mittels Leiter geborgen und in Sicherheit gebracht. Als der bergende Atemschutzträger auf die Leiter stieg, brach diese. Er stürzte und verletzte sich. Zwei Atemschutztrupps begannen daraufhin sofort mit dessen Bergung mittels Gurtzeug und Flaschenzug.Zubringleitungen
Die Errichtung der Zubringleitungen stellte ebenfalls eine große Herausforderung dar. Eine führte ins ca. ein Kilometer entfernte Karnitzen, wo aus einem großen Wasserbehälter gefasst wurde. Die Zweite erstreckte sich ca. zwei Kilometer von der Gail bis zum Einsatzort. Dafür mussten etwa 150 Höhenmeter überwunden werden. Für das Verlegen der Schlauchleitungen wurden zwölf Feuerwehren benötigt.
Übungsnachbesprechung
Die Übung war in mehreren Bereichen eine Herausforderung. Einerseits der umfangreiche Atemschutzeinsatz, der durch den „Unfall“ eines Kameraden eine interessante Eigendynamik erhielt. Es musste dabei eine Tiefenbergung unter Atemschutz durchgeführt werden. Die Verwendung von mehreren Nebelgeräten machte die Übung um Einiges realistischer. Andererseits durch die Verlegung der Zubringleitungen über erwähnte Wegstrecke und Höhe.
Fehler und Mängel sowie Verbesserungsvorschläge wurden bei einer Kommandantenbesprechung diskutiert. Bei der Übungsnachbesprechung wurde auf die Einsätze in Kärnten der letzten Tage eingegangen und angemerkt, dass so etwas jeder Zeit auch im Bezirk Hermagor passieren könnte. Aus diesem Grund sind Übungen jeglicher Art sehr wichtig. Für die erbrachten Leistungen dankten AFK ABI Erich Hofer, BFK OBR Ing. Rudolf Robin und Bgm. Hans Ferlitsch, welcher anschließend auf einen Imbiss einlud.
Eingesetzte Kräfte
Feuerwehren: St. Paul im Gailtal, St. Stefan im Gailtal, Tratten, Matschiedl, Köstendorf, Vorderberg, Förolach, Hermagor, Görtschach, Egg, Mellweg/Kreuth, Dellach/Hermagor, Möschach, Radnig, Kühweg, Mitschig, St. Lorenzen im Gitschtal
Mit insgesamt ca. 150 Mann/Frau
BFK OBR Ing. Rudolf Robin
AFK ABI Erich Hofer
AFK-Stv. HBI Herbert Zimmermann
GFK OBI Karl Pfeifer
Bürgermeister Hans Ferlitsch
ÖA-Team BFKdo Hermagor – FM Florian Jost