Objektiv Medien Service
Anmeldung
Webshop
Ecomed Fachverlag
Kohlhammer Fachbücher
Strahlenschutz-Broschüre
Gefahrgut-Helfer
Edition FO
Zeige alle Produkte |
|
|
Erweiterte Suche |
|
| Warenkorb zeigen | |
|
Ihr Warenkorb ist derzeit leer.
|
Start
Fachwissen
Übung und Ausbildung
Training bei Wacker
Fachwissen
Übung und Ausbildung
Training bei Wacker
Training bei Wacker
S: 04.08.2007:Gefahrgutschulung der FF Hallein bei WACKER CHEMIE in Burghausen: Die Möglichkeit eine Gefahrgutschulung unter realistischen Bedingungen, sowie professionellen und fachkundigen Lehrpersonal durchzuführen, bekommt man nicht alle Tage. Wir bekamen sie, am Samstag dem 04. August 2007 bei der WACKER CHEMIE im bayrischen Burghausen. 14 Mann des Gefahrgutzuges der Feuerwehr Hallein waren dabei. Auch unser Bezirksfeuerwehrkommmandant OBR Anton Schinnerl begleitete uns an diesem Ausbildungstag.S: 04.08.2007:Gefahrgutschulung der FF Hallein bei WACKER CHEMIE in Burghausen: Die Möglichkeit eine Gefahrgutschulung unter realistischen Bedingungen, sowie professionellen und fachkundigen Lehrpersonal durchzuführen, bekommt man nicht alle Tage. Wir bekamen sie, am Samstag dem 04. August 2007 bei der WACKER CHEMIE im bayrischen Burghausen. 14 Mann des Gefahrgutzuges der Feuerwehr Hallein waren dabei. Auch unser Bezirksfeuerwehrkommmandant OBR Anton Schinnerl begleitete uns an diesem Ausbildungstag.
Gegen 08:00 Uhr Morgens machten wir uns auf die Reise nach Burghausen, wo uns dann eine Stunde später Peter Derfler und ein weiterer Kollege von der Werksfeuerwehr Wacker empfingen.
Nach einer Ausbildungseinheit mit einem organisatorischen und theoretischen Teil - Vorstellung des Konzerns WACKER CHEMIE, errichten eines ordnungsgemäßen Dekontaminationsplatzes und TUIS, bereiteten wir uns auf die 1. praktische Ausbildungseinheit vor.
TUIS steht für Transport – Unfall – Information – HilfeleistungsSystem des VCI (Verein der Chemischen Industrie). Hier bekommt man bei Schadensfällen sofort Informationen bzw. in weiterer Folge professionelle Hilfe am Einsatzort.
Dieses System ist in 3 Stufen aufgeteilt:
1. Stufe – telefonische Beratung
2. Stufe – Beratung am Unfallort
3. Stufe - technische Hilfe am Unfallort
Es wurden zwei praktische Einsatzübungen geplant, eine am Vormittag und eine am Nachmittag.
Erste Einsatzübung:
Verpuffung in einem Forschungslabor
Bei unserer ersten Praxisausbildung wurde eine Verpuffung in einem Forschungslabor angenommen. Ein vor kurzem eingestellter Hausmeister hatte diese beim Wechseln einer Glühbirne ausgelöst. Aufgrund seiner noch geringen Orts- und Personenkenntnisse konnte er dem Einsatzleiter nur mitteilen, dass sich eine Person kurz zuvor noch in diesem Bereich aufgehalten hat. Der Atemschutztrupp von Tank II machte sich sofort auf zur Menschenrettung und Brandbekämpfung. Mussten aber nach kurzer Zeit im verrauchten Gebäude den Rückzug antreten, da sie auf Behältnisse mit einer noch unbekannten Substanz gestoßen sind. Inzwischen wurde die Absperrung errichtet, ein Trupp mit Schutzanzug Stufe 3 ausgerüstet der sich daraufhin in das Gebäude begab, um die Person zu retten, den gefährlichen Stoff zu ermitteln und die Behältnisse ins freie zu bringen. Es handelte sich dabei um Fluß-Säure mit der Gefahrnummer 80 und der UN-Nummer 1778. Folgende Informationen wurden vom Kommandofahrzeug aus der Gefahrgutdatenbank ermittelt: Dies ist ein ätzender Stoff, bei Berührung mit Wasser erfolgt die Bildung von Gasen mit Reizwirkung bzw. ätzender Lösungen. Alle unmittelbaren Arbeiten müssen unter Körpervollschutz (Schutzstufe 3) durchgeführt werden.
Zwischenzeitlich wurde auch ein DEKO-Platz errichtet. Zur Nachkontrolle, ob sich noch kleine Behälter oder Proben im Labor befinden wurde ein Trupp mit Schutzstufe 2 losgeschickt.
Nach erfolgter Dekontamination konnte diese Übung beendet werde.
Einsatzleiter dieser Einsatzübung war BI Max Brandauer.
Zweite Einsatzübung:
Brand bei einem Kesselwaggon
Bei Arbeiten an einem beladenen Kesselwaggon kam es zu einem Brand. Eine Person wurde dabei verletzt und konnte sich nicht mehr retten, das war die Übungsannahme am Nachmittag bei unserer zweiten Einsatzübung. Von der Feuerwache rückten wir einsatzmäßig zum Übungsgelände aus.
Beim Eintreffen des Einsatzleiters wurde folgende Schadenslage ersichtlich:
Eine Person befindet sich noch in der Wirkzone, Brand beim Kesselwaggon!
Sofort wurde die Menschenrettung unter schwerem Atemschutz eingeleitet, die Absperrung errichtet und zugleich die Brandbekämpfung mit einem Mittelschaumrohr bzw. in weiterer folge mit Löschpulver durchgeführt.
Da man bekanntlich immer von der größten Gefahr ausgehen muss, wurde ein Trupp mit Schutzanzug der Schutzstufe 3 ausgerüstet.
Vom 1. Atemschutztrupp des Tanklöschfahrzeuges II wurde die Stoff- und UN-Nummer ermittelt und an das Einsatzleitfahrzeug bzgl. Recherchen in der Gefahrenstoffdatenbank weitergegeben.
Bei der Beladung handelte es sich um Allylacetat mit der Gefahrnummer 336 und der UN-Nummer 2333. Dies ist ein leicht entzündbarer flüssiger und giftiger Stoff. Dämpfe oder Staub können mit Luft explosive Gemische bilden. Als Löschmittel sind Sprühstrahl, Schaum, Pulver und CO² einzusetzen.
Zum Schutz der Anrainer wurde ein Hydroschild in Stellung gebracht. Im Bereich eines Flansches wurde ein kleines Leck festgestellt, welches vom Trupp mit der Schutzstufe 3 mittels einer Abdichtpaste geschlossen werden konnte. Während der Arbeiten flammte der ausgetretene Stoff immer wieder auf und wurde sofort mittels der vorhandenen Löschmittel abgelöscht. Während die Abdichtarbeiten im Gange waren, bereitet man den Umpumpprozess inkl. Erdung vor.
Nach erfolgreicher Dekontamination konnte auch diese Übung erfolgreich beendet werden!
Einsatzleiter war OFK-Stv. HBI Rudolf Strobl
Dieser Ausbildungstag hatte es wirklich in sich. Alle Teilnehmer wurden bei den Übungen gefordert. Letztlich bekamen wir von den Ausbildnern ein gutes „Zeugnis“ ausgestellt.
Was besonders erwähnenswert ist - jeder Teilnehmer packte tatkräftig mit an, anders könnte man solche Sonderschulungen auch nicht durchführen!
Organisiert wurde dieser Ausbildungstag von unserem Orts- und Bezirkssachbearbeiter für Gefahrgut und Meßdienst OVI Andreas Sapciyan.
Ein Dank gilt auch der Werksfeuerwehr von Wacker Burghausen, die uns immer wieder die Möglichkeit gibt, professionell und mit Spezialisten zu üben.
Nach einer Werksrundfahrt traten wir wieder die Heimreise an.
Eingesetzte Kräfte:
14 Mann der Feuerwehr Hallein und BFK Tennengau OBR Anton Schinnerl
KDO-A I, TLF-A 4000, GGF, ASF
unter der Führung von OFK BR Otto Miller
Bericht: OV Josef Tschematschar / Pressereferent FF Hallein
Bild: FF-Hallein
www.feuerwehr-hallein.at
Gegen 08:00 Uhr Morgens machten wir uns auf die Reise nach Burghausen, wo uns dann eine Stunde später Peter Derfler und ein weiterer Kollege von der Werksfeuerwehr Wacker empfingen.
Nach einer Ausbildungseinheit mit einem organisatorischen und theoretischen Teil - Vorstellung des Konzerns WACKER CHEMIE, errichten eines ordnungsgemäßen Dekontaminationsplatzes und TUIS, bereiteten wir uns auf die 1. praktische Ausbildungseinheit vor.
TUIS steht für Transport – Unfall – Information – HilfeleistungsSystem des VCI (Verein der Chemischen Industrie). Hier bekommt man bei Schadensfällen sofort Informationen bzw. in weiterer Folge professionelle Hilfe am Einsatzort.
Dieses System ist in 3 Stufen aufgeteilt:
1. Stufe – telefonische Beratung
2. Stufe – Beratung am Unfallort
3. Stufe - technische Hilfe am Unfallort
Es wurden zwei praktische Einsatzübungen geplant, eine am Vormittag und eine am Nachmittag.
Erste Einsatzübung:
Verpuffung in einem Forschungslabor
Bei unserer ersten Praxisausbildung wurde eine Verpuffung in einem Forschungslabor angenommen. Ein vor kurzem eingestellter Hausmeister hatte diese beim Wechseln einer Glühbirne ausgelöst. Aufgrund seiner noch geringen Orts- und Personenkenntnisse konnte er dem Einsatzleiter nur mitteilen, dass sich eine Person kurz zuvor noch in diesem Bereich aufgehalten hat. Der Atemschutztrupp von Tank II machte sich sofort auf zur Menschenrettung und Brandbekämpfung. Mussten aber nach kurzer Zeit im verrauchten Gebäude den Rückzug antreten, da sie auf Behältnisse mit einer noch unbekannten Substanz gestoßen sind. Inzwischen wurde die Absperrung errichtet, ein Trupp mit Schutzanzug Stufe 3 ausgerüstet der sich daraufhin in das Gebäude begab, um die Person zu retten, den gefährlichen Stoff zu ermitteln und die Behältnisse ins freie zu bringen. Es handelte sich dabei um Fluß-Säure mit der Gefahrnummer 80 und der UN-Nummer 1778. Folgende Informationen wurden vom Kommandofahrzeug aus der Gefahrgutdatenbank ermittelt: Dies ist ein ätzender Stoff, bei Berührung mit Wasser erfolgt die Bildung von Gasen mit Reizwirkung bzw. ätzender Lösungen. Alle unmittelbaren Arbeiten müssen unter Körpervollschutz (Schutzstufe 3) durchgeführt werden.
Zwischenzeitlich wurde auch ein DEKO-Platz errichtet. Zur Nachkontrolle, ob sich noch kleine Behälter oder Proben im Labor befinden wurde ein Trupp mit Schutzstufe 2 losgeschickt.
Nach erfolgter Dekontamination konnte diese Übung beendet werde.
Einsatzleiter dieser Einsatzübung war BI Max Brandauer.
Zweite Einsatzübung:
Brand bei einem Kesselwaggon
Bei Arbeiten an einem beladenen Kesselwaggon kam es zu einem Brand. Eine Person wurde dabei verletzt und konnte sich nicht mehr retten, das war die Übungsannahme am Nachmittag bei unserer zweiten Einsatzübung. Von der Feuerwache rückten wir einsatzmäßig zum Übungsgelände aus.
Beim Eintreffen des Einsatzleiters wurde folgende Schadenslage ersichtlich:
Eine Person befindet sich noch in der Wirkzone, Brand beim Kesselwaggon!
Sofort wurde die Menschenrettung unter schwerem Atemschutz eingeleitet, die Absperrung errichtet und zugleich die Brandbekämpfung mit einem Mittelschaumrohr bzw. in weiterer folge mit Löschpulver durchgeführt.
Da man bekanntlich immer von der größten Gefahr ausgehen muss, wurde ein Trupp mit Schutzanzug der Schutzstufe 3 ausgerüstet.
Vom 1. Atemschutztrupp des Tanklöschfahrzeuges II wurde die Stoff- und UN-Nummer ermittelt und an das Einsatzleitfahrzeug bzgl. Recherchen in der Gefahrenstoffdatenbank weitergegeben.
Bei der Beladung handelte es sich um Allylacetat mit der Gefahrnummer 336 und der UN-Nummer 2333. Dies ist ein leicht entzündbarer flüssiger und giftiger Stoff. Dämpfe oder Staub können mit Luft explosive Gemische bilden. Als Löschmittel sind Sprühstrahl, Schaum, Pulver und CO² einzusetzen.
Zum Schutz der Anrainer wurde ein Hydroschild in Stellung gebracht. Im Bereich eines Flansches wurde ein kleines Leck festgestellt, welches vom Trupp mit der Schutzstufe 3 mittels einer Abdichtpaste geschlossen werden konnte. Während der Arbeiten flammte der ausgetretene Stoff immer wieder auf und wurde sofort mittels der vorhandenen Löschmittel abgelöscht. Während die Abdichtarbeiten im Gange waren, bereitet man den Umpumpprozess inkl. Erdung vor.
Nach erfolgreicher Dekontamination konnte auch diese Übung erfolgreich beendet werden!
Einsatzleiter war OFK-Stv. HBI Rudolf Strobl
Dieser Ausbildungstag hatte es wirklich in sich. Alle Teilnehmer wurden bei den Übungen gefordert. Letztlich bekamen wir von den Ausbildnern ein gutes „Zeugnis“ ausgestellt.
Was besonders erwähnenswert ist - jeder Teilnehmer packte tatkräftig mit an, anders könnte man solche Sonderschulungen auch nicht durchführen!
Organisiert wurde dieser Ausbildungstag von unserem Orts- und Bezirkssachbearbeiter für Gefahrgut und Meßdienst OVI Andreas Sapciyan.
Ein Dank gilt auch der Werksfeuerwehr von Wacker Burghausen, die uns immer wieder die Möglichkeit gibt, professionell und mit Spezialisten zu üben.
Nach einer Werksrundfahrt traten wir wieder die Heimreise an.
Eingesetzte Kräfte:
14 Mann der Feuerwehr Hallein und BFK Tennengau OBR Anton Schinnerl
KDO-A I, TLF-A 4000, GGF, ASF
unter der Führung von OFK BR Otto Miller
Bericht: OV Josef Tschematschar / Pressereferent FF Hallein
Bild: FF-Hallein
www.feuerwehr-hallein.at