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Start Einsätze Brandeinsätze 670 Schweine vor dem Feuertod gerettet

670 Schweine vor dem Feuertod gerettet

OÖ: Ein Feuer in einem Schweinemastbetrieb in Steinbruck-Bründl (Gemeinde Raab, Bez. Schärding) holte am Morgen des 8.1.2012 etliche Feuerwehrmitglieder aus der Sonntagsruhe. Kurz nach acht Uhr heulten in der Pramtalgemeinde und in den Nachbargemeinden die Sirenen, da wegen der Lage des Brandobjekts sofort Alarmstufe 2 ausgelöst wurde. Schon bei der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte starke Rauchentwicklung sowie aus dem Gebäude züngelnde Flammen erkennen. Da sich der auf einer kleinen Anhöhe gelegene landwirtschaftliche Betrieb sehr weit von einer Löschwasserentnahmestelle entfernt befand, wurden die ersten Löschangriffe aus Tanklöschfahrzeugen durchgeführt, die sich vorerst auf den Schutz der etwa 700 in den Stallungen befindlichen Schweine sowie des noch unbeschädigten Futtersilos konzentrierten.

Zeitgleich wurde mit mehreren Hochleistungslüftern versucht, den Brandrauch von den Tieren fernzuhalten. Nachdem die mehrere hundert Meter lange Wasserzubringerleitung aufgebaut und damit die Löschwasserversorgung gesichert war, konnte mit umfassenden Löschangriffen begonnen werden, die kurze Zeit später durch die Drehleiter der Feuerwehr Schärding unterstützt wurden. So konnte auch die Brandausbreitung auf die noch nicht betroffenen Stallbereiche erfolgreich verhindern. Nach und nach war es den Einsatzkräften möglich, zu den Schweinen vorzudingen und diese in Sicherheit bringen.

Für 26 Tiere kam leider jede Hilfe zu spät. Ca. 200 Tiere wurden mittels speziellen Transportfahrzeugen abtransportiert, die anderen konnten in den nicht vom Brand betroffenen Stallbereichen untergebracht werden. Eine spezielle Gefahr stellte die akute Einsturzgefahr dar, wodurch sehr vorsichtig vorgegangen werden musste. Zahlreiche Atemschutztrupps waren notwendig, um die Arbeiten durchführen zu können. Da mit der Wärmebildkamera immer wieder Glutnester entdeckt wurden, dauerten die Löscharbeiten bis in die Abendstunden an. Auch kamen mehrere Kräne zum Einsatz, um alle Glutnester ablöschen zu können.

Durch das rasche Eingreifen der 8 Feuerwehren, die mit ca. 130 Einsatzkräften vor Ort waren, konnte ein Großteil der Tiere gerettet werden. Personen waren zu keiner Zeit in Gefahr, da an den Betrieb kein Wohngebäude angeschlossen ist. Die Brandursachenermittlung wurde von der Polizei übernommen. Eine Brandsicherheitswache bleibt noch vor Ort. Im Einsatz waren die Feuerwehren Andorf, Matzing, Raab, St. Willibald, Schulleredt, Steinbruck-Bründl, Zell an der Pram und Schärding.
 

 

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