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Start Einsätze Brandeinsätze Reetdachhausbrand in Lübeck-Wulfsdorf

Reetdachhausbrand in Lübeck-Wulfsdorf

Lübeck (ots) - Im Lübecker Ortsteil Wulfsdorf kam es am frühen  Abend zu einen Feuer in einem leerstehenden Reetdachhaus. Die  Feuerwehr Lübeck ist mit einem Grossaufgebot von 80 Einsatzkräften an der Einsatzstelle. Um 17:51 Uhr ging in der Lübecker Feuerwehrleitstelle der Notruf  ein. Während eines schweren Gewitters stand im Ortsteil Wulfsdorf in  der Strasse Blasfeld das Reetdach einer kleinen Kate in Flammen. Bereits auf der Anfahrt war den ersten Einsatzkräften eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Der Lagedienst hat sofort weitere Löschzüge alarmiert. Schon um 18:00 Uhr war das Haus mit einem PA-Trupp im Innenangriff durchsucht worden und es konnte gemeldet werden, dass sich keine  Personen im Haus befinden. Im Dachbereich schlugen zu diesem  Zeitpunkt bereits offene Flammen hervor. Zunächst wurde das Feuer im
Außen- und Innenangriff bekämpft. Herabstürzende Gebäudeteile ließen  aber den weiteren Innenangriff unmöglich werden.

Am Boden wurde das Feuer mit einem B-Rohr und vier C-Rohren  bekämpft, aus der Luft über zwei Wenderohre von zwei Drehleitern.  Hierbei musste auch das gesamte Reet vom Dach gezogen werden, um an  die Glutnester zu kommen. Nach einer halben Stunde konnte der  Innenangriff vorsichtig fortgesetzt werden.
Die Löschwasserversorgung wurde durch einen Hydranten und einennahegelegenen Löschwasserteich sichergestellt.Der durch das Gewitter stark durchweichte Boden rund um das
Reetdachhaus erschwerte die Löscharbeiten erheblich, beide  Drehleitern sackten tief in den Boden ein und fuhren sich dadurch  fest. Sie konnten mit Löschfahrzeugen wieder auf festen Boden gezogen werden.Zur Schadenshöhe und zur Brandursache kann die Feuerwehr keine  Angaben machen. In etwa zweihundert Meter Entfernung ist zur gleichen Zeit ein Blitz eingeschlagen und hat einen 10 Meter hohen Baum  gespaltet. Daher kann auch beim Reetdachhaus ein Blitzeinschlag als  Brandursache nicht ausgeschlossen werden. Weitere Ermittlungen werden durch die Polizei Lübeck durchgeführt, die das Haus aber erst nach  Abschluss der Löscharbeiten betreten kann.

Die Löscharbeiten werden noch mehrere Stunden andauern. Etwa  achzig Einsatzkräfte der Feuerwehr Lübeck sind bis 22 Uhr an der
Einsatzstelle im Einsatz. Weitere Freiwillige Feuerwehren besetzen  die Berufsfeuerwehr Wachen oder halten Wache im eigenen Gerätehaus.
Im Einsatz sind die Wachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr Lübeck, sowie  die Freiwilligen Feuerwehren Wulfsdorf-Vorrade, Krummesse,  Kronsforde, Büssau, Moorgarten, Moisling, Schönböcken, Vorwerk.

 Zur Zeit setzt die Feuerwehr Löschschaum ein, um weitere  Glutnester zu ersticken. Die Stadtwerke Lübeck ist mit Mitarbeitern  dabei, ein zum Brandhaus führendes Stromkabel in ein Meter Tiefe zu  werden. Während dieser Arbeiten sind auch die Nachbarhäuser zur  Brandstelle stromlos. Die ersten Einsatzkräfte werden nun durch die Freiwilligen
Feuerwehren Niendorf, Genin und Padelügge-Buntekuh abgelöst. Der  Einsatzleiter geht von Löscharbeiten bis in die frühen Morgenstunden  aus. Anschließend wird eine Brandwache aufrecht erhalten.
 

 

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