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Start Einsätze Brandeinsätze Großbrand auf abgelegener Alm

Großbrand auf abgelegener Alm

Die Binsalm ist ein beliebtes Ziel für Wanderer im Karwendelgebirge. Die Alm liegt auf 1500 m Seehöhe im Gemeindegebiet von Vomp und ist nur über deutsches Staatsgebiet, über Fall-Hinterriss, erreichbar. Die Alm ist über einen schmalen Forstweg auch mit Fahrzeugen zu erreichen. Hinterriss ist ein kleiner Ortsteil der Gemeinden Eben am Achensee und Vomp. Die Feuerwehr hat ca. 10 aktive Mitglieder und ist mit einem Tanklöschfahrzeug ausgerüstet. An diesem Tag übernachteten 16 Gäste auf der Alm. Vier Mitarbeiter wohnen auf der Alm. Nach Mitternacht bemerkten die Bewohner den Brand im Stallgebäude und alarmierten über Handy die Feuerwehr. Um 00:31 Uhr hat die Leitstelle Tirol sofort die Ortsfeuerwehr Hinterriss sowie die Feuerwehren Achenkirch und Achental sowie die Feuerwehren Fall und Lenggries aus Deutschland alarmiert. Der Alarm wurde um Die Anfahrtszeit betrug für die Hinterrisser ca. 30 Minuten, alle anderen Feuerwehren benötigten ca eine Stunde bis zum Einsatzort. Gleichzeitig wurde auch ein Großaufgebot der Rettung Schwaz alarmiert. Rettungskräfte aus Deutschland wurden ebenso unverzüglich in Marsch gesetzt.

 
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der Stall in Vollbrand. Über einen Zubau drohte das Feuer auf das Haupthaus überzugreifen. Durch die große Hitzeentwicklung sind bei einem weiteren Nebengebäude Fensterscheiben zerplatzt so dass das Feuer auf diesen Gebäudeteil übergreifen konnte. Zusätzlich musste zu diesem Zeitpunkt ein zumindest einer verletzten Person und sechs vermissten Personen ausgegangen werden.

 
Die Feuerwehr konzentrierte sich sofort auf die Personensuche. Unter Atemschutz wurden alle Gebäudeteile durchsucht. Glücklicherweise konnten sich die Personen selbst retten und wurden in Sicherheit gebracht. Allerdings mussten einige von ihnen mit leichten Rauchgasvergiftungen von der Rettung versorgt werden. Eine Person hat sich bei der Flucht vor dem Feuer durch einen Sturz so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber aus München in das Krankenhaus nach Murnau gebracht werden musste. Gleichzeitig wurde ein Löschangriff zum Schutz des Haupthauses begonnen. Nach Eintreffen der weiteren Kräfte wurde auch miteinem massiven Löschangriff auf das eigentliche Brandobjekt begonnen. Direkt bei der Alm waren nur wenige Aufstellflächen für die Fahrzeuge der Feuerwehr und Rettung vorhanden. Es wurde daher verfügt, dass lediglich wasserführende Fahrzeuge zur Einsatzstelle vorrücken sollen, alle anderen Kräfte haben sich im Bereitstellungsraum bei der Engalm gesammelt. Die Wasserversorgung konnte aus einem Wasserbecken des Kraftwerkes der Alm, das durch einen Bach gespeist wird, sichergestellt werden. Der massive Löschangriff zeigte bald Wirkung. Gegen 04:00 Uhr konnte 'Brand aus' gegeben werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis 10:30 Uhr an.

Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt, der Sachschaden erheblich. Im Einsatz standen insgesamt 150 Mitglieder der Feuerwehren, der Rettung und der Polizei.

HV Andreas Gerstenbauer

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