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Start Einsätze Brandeinsätze Waldbrand am Traunstein

Waldbrand am Traunstein

OÖ: Der Waldbrandstützpunkt Scharnstein wurde am 28.6. um 11.52 Uhr vom Bezirksfeuerwehrkommando Gmunden telefonisch zu einem Waldbrand am Traunstein voralarmiert. Nachdem ein Wanderer in den späten Vormittagsstunden im Bereich des sogenannten Schlosskogels in der Kaltenbachwildnis am Fuße des Traunsteins in ca. 650 Metern Seehöhe einen Waldbrand entdeckt hatte, stieg ein Erkundungstrupp der inzwischen alarmierten FF Gmunden zusammen mit der Bergrettung Gmunden in das steile und unwegsame Gelände auf. Die Lageerkundung ergab, dass eine Fläche von ca. 20 bis 25 Quadratmetern brannte, wobei auch der Humusboden bis in eine Tiefe von ca. 30 bis 40 cm davon betroffen war. Als Erstmaßnahme wurde der Bereich rund um die Brandstelle von Gestrüpp und Strauchwerk befreit und ein Graben gezogen, sodass sich der Brand vorerst nicht weiter ausbreiten konnte. Bedingt durch das unwegsame Gelände war eine herkömmliche Brandbekämpfung mit einer langen Löschwasser-Zubringerleitung nicht möglich. Daraufhin forderte Bezirkskommandant OBR Robert Benda über die OÖ. Landeswarnzentrale Linz einen Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres vom Fliegerhorst Hörsching an. Gleichzeitig wurde der Waldbrandstützpunkt Scharnstein unter dem Kommando von Abschnitskommandant Christian Huemer alarmiert, der die nötige flugtechnische Ausrüstung zum vereinbarten Hubschrauber-Landeplatz beim Umkehrplatz Hoisn transportierte.

Nach dem Eintreffen eines Hubschraubers vom Typ AB 212 begann kurz nach 14.00 Uhr die Löschaktion aus der Luft, wobei der Löschwasser-Flugbehälter direkt aus dem Traunsee befüllt wurde. Ein Feuerwehr-Flughelfer wies den Piloten direkt an der  Einsatzstelle ein und das Löschwasser wurde direkt über den betroffenen Waldbrandbereich abgeworfen. Die an der Einsatzstelle verbliebenen Feuerwehrmänner gruben, gesichert durch ein von der Bergrettung Gmunden errichtetes Seilgeländer, den in Brand geratenen Humus mehrmals um, damit das Löschwasser auch in den tieferen Boden eindringen konnte. Zusätzlich wurden zur punktuellen Brandbekämpfung Löschwasser-Rucksäcke aufgeflogen. Der massive Wassereinsatz zeigte alsbald seine Wirkung und um 16.00 Uhr konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden. Die Löschwasserrucksäcke blieben an der Einsatzstelle zurück, da für Dienstag in den frühen Morgenstunden eine Nachkontrolle des betroffenen Waldstückes durch Feuerwehrmänner und Bergretter vorgesehen ist. Nachdem von den Löschtrupps direkt an der Einsatzstelle Spuren von einem Lagerfeuer entdeckt wurden, nimmt man an, dass dieses vermutlich schlecht abgelöscht wurde und sich langsam über einen länger unentdeckt gebliebenen Glimmbrand zu einem Bodenfeuer entwickelte. Die Zusammenarbeit der einzelnen beteiligten Einsatzorganisationen funktionierte dank der vielen gemeinsamen Übungen und Einsätze  hervorragend.

 

Eingesetzt waren:

FF Gmunden (10 Mann), BRD Gmunden (10 Mann), Waldbrandstützpunkt Scharnstein (2 Flughelfer),

Bezirks-Feuerwehrkommandant OBR Robert Benda, Polizei Gmunden, Forstaufsichtsorgan der Österreichischen Bundesforste.

Österreichisches Bundesheer:  1 Hubschrauber AB 212, 4 Mann Besatzung

18 Wassertransportflüge a 500 Liter, 2 Lastennetz-Transportflüge, 1 Abschluss-Erkundungsflug

 

Fotos: Andreas Spitzbart, BRD Gmunden

 

http://www.ff-scharnstein.at

 

 

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