Zeige alle Produkte |
|
|
Erweiterte Suche |
|
| Warenkorb zeigen | |
|
Ihr Warenkorb ist derzeit leer.
|
Einsätze
Brandeinsätze
Acht Feuerwehren verhinderten Großbrand
Acht Feuerwehren verhinderten Großbrand
OÖ/Ohlsdorf: Zu einem Brand bei einem Gasthof in Ehrenfeld wurden die Feuerwehren Ohlsdorf und Aurachkirchen am Samstag, 26. Februar 2011 um 21:44 Uhr alarmiert. Das erste Fahrzeug der Feuerwehr Ohlsdorf erreichte rund 4 Minuten nach der Alarmierung das Einsatzobjekt. Da durch die Semesterferien der Gasthof Urlaub hatte und geschlossen war, bemerkte erst ein Autofahrer die Flammen welche auf der Rückseite des Gebäudes bereits aus dem Dach schlugen. Unverzüglich wurde durch die Einsatzleitung die Alarmstufe 2 (fünf weitere Feuerwehren) und durch die Nähe des Einsatzobjektes die FF Laakirchen (Alarmstufe 3) nachalarmiert. Mit einem intensiven Aussenangriff sowie einen Innenangriff unter schwerem Atemschutz gelang es den Einsatzkräften die Flammen rasch unter Kontrolle zu bringen. Die in der Zwischenzeit eingetroffenen Einsatzkräfte wurden durch zwei Einsatzleiter (Nord- und Südseite) eingeteilt und arbeiteten Hand in Hand. Somit konnte ein übergreifen der Flammen auf die gesamte Dachhaut verhindert werden. Fünf Atemschutztrupps mit schwerem Atemschutz führten die Löscharbeiten im Inneren des Gebäudes durch.
Der Schaden hält sich auch durch die Tatsache dass der betroffene Bereich noch im Rohbaustadium sich befindet in Grenzen. Die Ermittlungen welche zur genaueren Brandursache führt, übernahm die Polizei.
Nach und nach konnten die alarmierten Feuerwehren mit 130 Einsatzkräften und 25 Fahrzeugen die Einsatzstelle verlassen. Endgültig Brand Aus wurde gegen 23:00 Uhr gegeben. Die Brandwache der Feuerwehr Ohlsdorf blieb bis 00:30 Uhr vor Ort und kontrollierte mit der Wärmebildkamera des Atemschutzfahrzeuges Steyrermühl mehrmals die Brandstelle.
Im Einsatz standen:
FF Ohlsdorf, 28 Mann, 4 Fzg. (KDO, MTF, LFB-A2 & RLF-A 2000)
FF Aurachkirchen, 16 Mann, 2 Fzg. (KLF, TLF-A 2000)
BTF Steyrermühl, 14 Mann, 4 Fzg. (TLF-A 4000, RLF-A 4000, HUB, ASF)
FF Laakirchen, 14 Mann, 3 Fzg. (KDO, ULF-A 4000, RLF-A 2000)
FF Wiesen, 9 Mann, 1 Fzg. (TLF-A 2000)
FF Pinsdorf, 15 Mann, 2 Fzg. (TLF-A 2000, LFB-A2)
FF Windern, 18 Mann, 2 Fzg. (TLF-A 2000, LFB)
FF Sicking, 6 Mann, 1 Fzg. (TLF)
BFK Kdt. OBR Robert Benda, 1 Fzg.
AFK Kdt. BR Christian Huemer, 1 Fzg.
Polizei, 8 Mann, 4 Fzg.
Neuerlicher Brand im Ohlsdorfer Gasthof -> Aufwendige Räumung forderte Einsatzkräfte
Nach dem Großbrand in der Nacht wurde die Feuerwehr Ohlsdorf am Sonntag, 27. Februar 2011 um 08:33 Uhr wieder zum Gasthof nach Ehrenfeld alarmiert.
Der abgebrannte Bereich wurde in der Nacht mehrmals von der Feuerwehr als auch vom Besitzer überprüft. Am Morgen trat Rauch neben der ersten Ausbruchstelle aus. Unverzüglich wurden die Einsatzkräfte alarmiert.
Von der Einsatzleitung wurde vor Ort entschlossen die Betriebsfeuerwehr Steyrermühl mit dem Hubrettungsgerät und einem Tankwagen zur Einsatzadresse nachzuholen, da ein Teil der Dachhaut geöffnet werden musste. Anfangs wurde dies mit schwerem Atemschutz durchgeführt, um bis zum Brandherd vordringen zu können.
Ursache der Rauchentwicklung
Nach dem die Dachhaut geöffnet war, wurde ein mit bis zu 50 Zentimeter dicken Mauern verbauter Schacht freigelegt, in welchen sich die Belüftung der Küche sowie eines großen Saales befand. Zwischen der Lüftung und der Mauer wurde ein Flies- ähnlicher Stoff als Isolierung eingebracht. Diese gloste stark dahin und verursachte die Rauchentwicklung. Vermutlich versteckte sich hinter der Mauer ein Glutnest welches sich im Laufe der Zeit durch die Isolierung fraß.
Weitere Vorgehensweise
Nach einer Einsatztaktischen Besprechung mit dem Eigentümer wurde entschieden die Mauer im Erdgeschoß sowie im ersten Stock aufzustemmen, um zu dem Material vordringen zu können. Ohne Frage stand klar dass ein Brand Aus nur durch die komplette Räumung der Isolierung zu Stande kommen konnte. Mit Netzmittel wurde versucht die Temperatur abzusenken. Um besser in den Schacht eindringen zu können wurde der Heuwehr Stützpunkt Gschwandt von der Einsatzleitung alarmiert, da diese sehr lange Lanzen am Fahrzeug mitführt und somit tief in den Schacht gebracht werden konnten.
Nach dem Eintreffen des Sonderfahrzeuges aus Gschwandt wurde begonnen die Isolierung aus dem Schacht zu entfernen. Dabei musste diese händisch mit leichtem Atemschutz aus der Maueröffnung geschaufelt werden. Von oben her wurde versucht mit dem Hubsteiger das Material nach unten zu stoßen, um so viel wie möglich ausräumen zu können.
Harter Arbeitseinsatz zeigte Erfolg
Der harte Arbeitseinsatz der Einsatzkräfte zeigte nach fast vier Stunden den gewünschten Erfolg. Der Schacht konnte komplett vom Isolierungsmaterial geräumt werden. Da im Schacht selbst eine Holzsäule verbaut ist, welche ebenfalls Brandspuren aufweist, wurde beschlossen bis Montag, 28. Februar 2011 morgens eine Brandwache vor Ort zu stellen.
Im Einsatz standen:
FF Ohlsdorf, 26 Mann, 4 Fzg. (KDO, MTF, LFB-A2 & RLF-A 2000)
BTF Steyrermühl, 8 Mann, 4 Fzg. (TLF-A 4000, RLF-A 4000, HUB, ASF)
FF Gschwandt, 4 Mann, 1 Fzg. (Heuwehr)
AFK Kdt. BR Christian Huemer, 1 Fzg.
Polizei, 2 Mann, 1 Fzg.
BVS – Brandverhütungsstelle, 1 Mann, 1 Fzg.
Bgm. Christine Eisner
Fotos: Gottfried Fellner/Stefan Pamminger
Text: HAW Stefan Pamminger – FF Ohlsdorf