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Dienstauto-Affäre und Image-Schaden

Diese leidige Affäre soll hier ebenso wenig kommentiert werden wie die (in Fachkreisen sowieso bekannten und von der Redaktion immer wieder geforderten) notwendigen Reformschritte  für das heimische Feuerwehrwesen. Sehr wohl angesprochen werden muss aber die andere Seite: die Leistung der “kleinen” Feuerwehrfrau, des “kleinen” Feuerwehrmannes, der ohne auf die komplizierte Feuerwehr-Hierarchie Einfluss zu haben, weiter Dienst versieht. Bei Brandkatastrophen, Unfällen und vielen, vielen kleinen  (für die Betroffenen großen) Hilfeleistungen. Bei der Geldbeschaffung durch Sammlungen und Veranstaltungen. Oder bei der Ausbildung und Wartung des Gerätes. Der oft mühsam in der Gemeinde erkämpfte Image-Bonus ist weg, was sich Feuerwehrmann/frau jetzt anhören muss, kann man sich vorstellen.



Dabei muss man aber bedenken: Was in Österreich als Sicherheit verstanden wird, ist zum Gutteil Verdienst der Feuerwehr, die als einzige Hilfseinrichtung wirklich überall zu finden ist und binnen 10 Minuten in praktisch jedem bewohnten Winkel der Republik  rettende Maßnahmen einleitet. Machbar ist das nur durch Ehrenamt und die Motivation “einfach zu helfen”. Ein besseres System müsste erst erfunden werden!



Die Organisation mit neun Landesgesetzen und faktisch neun (150 Jahre lang gewachsenen) Strukturen  ist dem einfachen Feuerwehrmitglied nicht sehr wichtig, hat doch der “oberste” Feuerwehrmann ja faktisch keinen Durchgriff auf die “Basis”, wo auch die Basisarbeit, sprich das Helfen, stattfindet. Was hier bleibt, ist das Herz für die Mitmenschen, das Herz zu helfen – ohne Rücksicht auf Sterne auf der Uniform oder materielle Vergünstigungen.

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Druckfrisch: Heft 8/2016
 
78cover8 16
 
 

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