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Start Aus den Feuerwehren Ausbildung Stabsübung in Korneuburg

Stabsübung in Korneuburg

N/Unwettereinsätze fordern die gesamte Einsatzstruktur einer jeden Feuerwehr. Oftmals laufen binnen weniger Minuten Keller voll, Bäume stürzen. Über 30 Einsätze gleichzeitig sind in einer Stadt wie Korneuburg keine Seltenheit mehr. Dies stellt enorme Anforderungen an die Feuerwehr: Von der Anrufentgegennahme, über die Kräftealarmierung- und -koordination, bis hin zur optimalen Verteilung der Ressourcen, muss alles reibungslos funktionieren.
Aus den Unwetterereignissen der vergangenen Jahre mit all deren Facetten wurde ein neuer, kombinierter Alarmplan durch eine Arbeitsgruppe erarbeitet. Ziel war es, einen Plan zu erstellen, der auch das „worst case“ Szenario berücksichtigt und flexibel anzuwenden ist.

Zur Erprobung des neuen Einsatzplans wurde am Mittwoch, den 23.11.2011, eine Stabsübung anberaumt. Im Zuge dieser Übung wurden auch neue Straßen in Korneuburg angefahren und einige Maschinisten auf Fahrzeuge eingeschult.
Lage: starkes Unwetter (Warnstufe violett)
ca. 8 Grad Außentemparatur
Starkregen über 100 Liter in 24 Stunden
und Sturmböhen, Wind über 130 km/h
eigene Lage:
Pageralarm durch die BAZ - Alarmbereitschaft - T1 Unwettereinsatz
Soeben ist die Erstmannschaft im FF Haus eingetroffen …


OBI Martin Peterl übernimmt die Einsatzleitung. Er lässt sofort das Dienstzimmer in voller Stärke besetzen. Die Disponenten sind gefordert: Binnen Minuten langen 27 verschiedene Einsatzadressen ein, von „Keller unter Wasser“ bis hin zu „Baum auf PKW“, ist das Einsatzspektrum bunt gemischt.
Gemäß Alarmplan wird der Funkverkehr über einen Ausweichkanal abgewickelt und den Fahrzeugkommandanten über spezielle „Einsatzbegleitblätter“ der Einsatzauftrag übergeben. Das System sieht vor, dass jedes Fahrzeug 3-5 Einsatzadressen mitnimmt und nach Abarbeitung dieser wieder einrückt. Die vergangenen Unwetter haben gezeigt, dass bereits nach fünf Einsätzen Nachrüstmaßnahmen (Treibstoff, Kettensäge,…) zu erwarten sind.
Die aufgrund der Wetterlage prognostizierte Einsatzzahl erfordert das Auslösen der „erhöhten Alarmbereitschaft“ sowie dem Nachalarmieren weiterer Kräfte mittels Sirene. Durch Abweichen von der alltäglichen Ausrückeordnung und Kombination einiger Fahrzeuge und Reservegeräte ist es möglich, im Unwetterfall bis zu 8 unabhängige „technische Einheiten“ zu mobilisieren.
Der Koordinator im Dienstzimmer ist hierbei besonders gefordert. Anhand der einlangenden Meldebilder muss er entscheiden, welche Einheit mit welcher Ausrüstung wohin zugeteilt wird.
Im Rahmen der Stabsübung war Flexibilität gefragt, da einige „Überraschungen“ eingebaut wurden, wie zum Beispiel ein TUS-Alarm oder ausgefallenes Gerät an der Einsatzstelle.
Nach einer ca. 90 minütigen Stressphase wurde die Übung beendet und eine Nachbesprechung im Lehrsaal angesetzt.


Michael Zöger,LM

 

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