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Aus den Feuerwehren
Ausbildung
Ausbildungsschwerpunkt der FF Rohrbach
Ausbildungsschwerpunkt der FF Rohrbach
Die Feuerwehr Rohrbach investierte im letzten Monat viel Zeit und Engagement in das Thema "Personenrettung nach Verkehrsunfällen". So nahmen acht Kameraden zwei Tage lang an der weltgrößten Ausbildungsveranstaltung "rescue days 2011" in Deggendorf teil. Letztes Wochenende schließlich nahm eine Gruppe der Feuerwehr Rohrbach am THL-Tag Unfallrettung in Haag am Hausruck teil. Sie finden im Anschluss die Berichte und Fotos. Die weltweit größte Ausbildungsveranstaltung zum Thema "technische Hilfeleistung" - die "Rescue-Days-2011" fanden in Deggendorf statt. Bei den Rescue-Days-2011 waren mehr als 500 Teilnehmer aus über 20 Ländern anwesend. Vor allem die Größe, die Professionalität und die internationale Mischung bis nach Amerika und Brasilien waren beachtlich. Ausbilder aus fünf Ländern, darunter unser Feuerwehrkamerad Hubert Springer, gaben den Teilnehmern das entsprechende "KnowHow" weiter. Acht Führungskräfte der Feuerwehr Rohrbach nahmen an zwei Tagen an der Veranstaltung teil. Am Vormittag des ersten Tages standen nach der Anmeldung drei kurze Theorievorträge zu den Themen: Grundlagen der technischen und medizinischen Rettung, Neue Fahrzeugtechnologien und LKW Rettung auf dem Programm. Doch schon der erste und der gesamte zweite Tag stand nur im Zeichen der Praxis.
Jeder Teilnehmer durchlief an zwei Tagen folgende Übungsstationen, wo in international gemischten Teams jede Aufgabe abgearbeitet wurde:
PKW in Seitenlage
<http://www.ff-rohrbach.at/cms/images/stories/feuerwehr/2011/rescue/p1040351.jpg>
LKW Rettung
<http://www.ff-rohrbach.at/cms/images/stories/feuerwehr/p9300022.jpg>
LKW auf PKW
<http://www.ff-rohrbach.at/cms/images/stories/feuerwehr/2011/rescue/p1040346.jpg>
Neue Fahrzeugtechnologien
<http://www.ff-rohrbach.at/cms/images/stories/feuerwehr/2011/rescue/p1040304.jpg>
Seitenaufprall
<http://www.ff-rohrbach.at/cms/images/stories/feuerwehr/2011/rescue/p1040267.jpg>
PKW unter LKW-Trailer
<http://www.ff-rohrbach.at/cms/images/stories/feuerwehr/2011/rescue/p1040324.jpg>
PKW auf Betonleitwand (Barriere)
<http://www.ff-rohrbach.at/cms/images/stories/feuerwehr/2011/rescue/p1040275.jpg>
Heben und Stabilisieren
<http://www.ff-rohrbach.at/cms/images/stories/feuerwehr/2011/rescue/p1040283.jpg>
Jede Station für sich war spannend und es galt mit unterschiedlichen Ansätzen zu einem sicheren Ergebnis zu Kommen. Die Möglichkeit, an Fahrzeugen der neuesten Technologie mit hydraulischem Rettungsgerät (Spreizer, Zylinder und Schere) zu arbeiten, ist einzigartig. Innerhalb kürzester Zeit hat man bei den Rescue-Days die Möglichkeit, viele verschiedenste Übungen aus dem Bereich technische Hilfeleistung abzuarbeiten, Erfahrungen anderer Feuerwehren und anderer Länder in die eigene Arbeit einfließen zu lassen. Die Raiffeisenbank Rohrbach stattete die Feuerwehr Rohrbach mit Jacken anlässlich der Teilnahme an den Rescue-Days aus.
Die Feuerwehr Haag am Hausruck veranstaltete erstmals in Oberösterreich eine Ausbidlungsveranstaltung zum Themenschwerpunkt Menschenrettung nach Verkehrsunfällen - unter dem Motto THL-Tag 2011 - Unfallrettung. Zuvor gab es eine vergleichbare Veranstaltung lediglich in Zirl in Tirol, dort wurde diese Veranstaltung nach internationalen Regeln nach Österreich importiert. International treten Feuerwehren als sogenannte TRT (Technical Rescue Teams) bei ähnlichen Wettkämpfen an.
Hubert Springer unserer Feuerwehr, Ausbilder der Firma Weber Hydraulik und Ausbildungsverantwortlicher des Bezirksfeuerwehrkommandos Rohrbach, war Teil des internationalen Ausbilder- bzw Schiedsrichterteams. So lag es nahe, dass die Feuerwehr Rohrbach erstmals am THL Tag teilnahm. Viele erfahrene, aber auch viele Neueinsteiger waren nach Haag am Hausruck gekommen.
Im Vorfeld trainierte unsere Gruppe unter der Leitung von Hubert Springer verschiedenste Unfallszenarien. PKW am Dach, PKW in Seitenlage, kombiniert mit verschiedensten Hindernissen, weiteren Fahrzeugen oder Gefahren.
Vorrangigstes Ziel ist, eine eingeklemmte Person (Verletztendarsteller ist ein Mensch!) innerhalb von 20 Minuten aus der Misslage zu befreien. Möglichste Schonung des Opfers, absolute Sicherheit während der Rettungsaktion, Minimierung oder Ausschaltung von Gefahren, perfekte Kommunikation zwischen innerem Retter (Sanitäter) dem Gruppenkommandanten und dem Werkzeug- und Sicherungstrupp sind Kriterien, die berücksichtigt werden müssen.
Sieben interessierte Feuerwehrmänner (Gruppenkommandant David Höllwirth, Innerer Retter Dominik Praher, Werkzeugtrupp Thomas Pachner und Maximilian Höfler, Sicherungstrupp Daniel Schauer und Josef Wolfmaier, Reserve und Betreuung Günter Fasching) reisten nach abgeschlossener Vorbereitung und voller Motivation ins Hausruckviertel. Am Vorabend wurde eine Besprechung mit allen Teilnehmern abgehalten. Dabei wurde das Unfallszenario per Zufall ausgewählt. Niemand der Gruppen wusste, was sie nächsten Tag erwarten wird.
Um 09:30 Uhr des zweiten Tages wurden wir zum Übungsplatz (PIT) gefahren. Die Zeit begann zu laufen, als der letzte Feuerwehrmann aus dem Fahrzeug ausstieg. Wir hatten zwei PKW vor uns. Ein PKW lag seitlich, darin befand sich eine verletzte Frau. Dieser PKW war zwischen einer Betonleitwand und dem zweiten PKW zum liegen gekommen.
Der Kommandant erkundete die gesamte Unfalllage, nun ging es an die Arbeit: Stabilisierung der Fahrzeuge gegen weitere Bewegungen, Schaffung eines Zuganges für die medizinische Betreuung, Entfernung der Windschutzscheibe, Lebensrettende Sofortmaßnahmen im Inneren des Fahrzeuges, Durchtrennen der A-Säule waren die ersten Schritte. Das Dach konnte nicht einfach abgeklappt werden, da eben die Betonleitwand in etwa die Hälfte der Dachfläche blockierte. So wurde mit der Säbelsäge das Dach aufgeschnitten, und nach unten geklappt. Die Rettungsöffnung war geschaffen, die Zeit war vorbei. Weitere zwei bis drei Minuten hätten wir wahrscheinlich für die Personenrettung aus dem PKW benötigt.
Wir konnten am gesamten Tag noch viele Übungen der anderen Feuerwehren beobachten und so viele nützliche Erfahrungen austauschen. Als Abschluss trat ein "Mixed-Team" (Teilnehmer aus vier verschiedenen Feuerwehren) und ein Schiedsrichter-Team an.