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Aus den Feuerwehren
Ausbildung
Licht am Ende des Tunnels
Licht am Ende des Tunnels
ST/Atemschutzübung des Abschnittes Admont im Eisenbahntunnel: Zum Einsatzgebiet der Feuerwehren Ardning und Frauenberg gehört nicht nur der Autobahntunnel durch den Bosruck, sondern auch der Eisenbahntunnel. Dieser Tunnel stellt aufgrund seiner Länge von 4770 m, seiner Enge und seiner Finsternis eine besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte dar.
Die Übungsannahme:
Die Bezirksfeuerwehrzentrale „Florian Liezen“ wird informiert, dass im Bosrucktunnel der ÖBB ein Zug entgleist ist. Es kommt zu starker Rauchentwicklung und mehrere Personen sind verletzt.
Der Übungsverlauf:
„Florian Liezen“ alarmiert die FF Ardning und den ÖBB-Einsatzleiter, welcher umgehend die Abschaltung der Oberleitung veranlasst. FF Frauenberg wird sofort nachalarmiert. Der Einsatzleiter der FF Ardning erkundet die Lage vor dem Tunnel. Speziell die Aufstellflächen der Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren und Rettung muss genau geplant werden, da nur begrenzt Flächen zur Verfügung stehen. Bevor der Einsatzleiter den Befehl zur Menschenrettung im Tunnel geben kann, muss auf den ÖBB-Einsatzleiter gewartet werden, der vor Ort die Oberleitung erden muss. Trotz Abschaltung kann es zu Restspannungen kommen, welche für Einsatzkräfte und zu rettenden Personen im Falle einer Beschädigung der Oberleitung lebensgefährlich sein können.
Auch die Feuerwehren Hall und Weng im Gesäuse, sowie die Betriebsfeuerwehr STIA und die Rettungsabteilung Admont werden nachalarmiert. Umgehend wird für ausreichend Beleuchtung rund um das Tunnelportal gesorgt. Die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Ardning und Frauenberg rüsten sich mit Langzeitatemschutzgeräten aus. Diese Geräte ermöglichen eine Einsatzzeit von bis zu 4 Stunden. Die Trupps der Feuerwehren Hall, Weng im Gesäuse und Stia halten sich mit Pressluftatemschutzgeräten als Rettungstrupps in Bereitschaft. Pressluftatmer erlauben lediglich eine Einsatzzeit von maximal 30 Minuten.
Nach Erdung der Oberleitung und Freigabe der Geleise durch den ÖBB-Einsatzleiter bringen die Kameraden der Feuerwehr Ardning die im ÖBB-Gebäude vor dem Portal gelagerten Rollwagen am Geleis in Stellung und bereiten Schaufeltragen für die Rettung der Personen vor. Der Einsatzleiter der FF Ardning gibt den Atemschutztrupps den Befehl zur Menschenrettung im Tunnel.
Die Atemschutztrupps retten sechs Personen aus dem finsteren Loch. Für die Rettung der letzten vermissten Person wird das im Bahnhof Ardning abgestellte Tunnel-Rettungsshuttle angefordert. Eine Diesellok schiebt das Shuttle, welches im Brandfall auch die dafür vorgesehenen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Ardning in den Tunnel bringen kann, zum Einsatzort. Der Atemschutztrupp der FF Frauenberg nimmt die Rettung der letzten vermissten Person vor, was aufgrund der Enge des Tunnels eine spezielle Herausforderung darstellt.
Die Übungserkenntnisse:
Abschnittskommandant ABI Peter Mayer konnte bei der im Rüsthaus Ardning abgehaltenen Übungsbesprechung Bürgermeister Johann Egger, Bezirksatemschutzbeauftragten ABI Franz Haberl, Abschnittsatemschutzbeauftragten BM Günter Plank, Ehren-Abschnittskommandanten Heinrich Thaller, ÖBB-Einsatzleiter Walter Flicker mit Kollegen, sowie die Delegierten der Feuerwehren des Abschnittes Admont begrüßen.
Einsatzleiter LM Stefan Bochsbichler erläuterte den Anwesenden den gesamten Übungsverlauf von der Alarmierung bis hin zur Menschenrettung.
Die Übungsbeobachter gratulierten zur toll ausgearbeiteten Übung und den Atemschutzgeräteträgern für ihren mutigen Einsatz. Auch wurde die ruhige und konzentrierte Arbeitsweise der Einsatzkräfte lobenswert erwähnt. Es wurde aber auch konstruktive Kritik geäußert, insbesonders im Bezug auf die teilweise unbefestigten Stellflächen für Einsatzfahrzeuge. Auch die Beleuchtung des Tunnelportals und die Funkverbindung war ein wesentliches Thema der Übungsbesprechung.
Abschnittskommandant Mayer dankte letztlich allen Kameraden und Kameradinnen für die Teilnahme und beendete die diesjährige Abschnitts-Atemschutz-Übung mit dem Feuerwehrgruß „Gut Heil“.
Die Einsatzkräfte:
FF Ardning mit MTF, LF, KRFS und 13 Mann
FF Frauenberg mit RLF-A 2000 Tunnel und 4 Mann
BtF Stia mit MTF und 4 Mann
FF Hall mit RLF-A 2000 und 5 Mann
FF Weng im Gesäuse ATSF und 4 Mann
FF Admont mit SAN und 2 Mann
ÖBB-Einsatzleiter
sowie Delegierte und Übungsbeobachter
Bericht: OLM d.V. Bernadett Stangl
Fotos: BI d.V. Christian Grogger und OLM d.V. Bernadett Stangl